Präsidentenkonferenz 2002. Budget, Hütten, Ehrungen

Präsidentenkonferenz 2002

Mit der diskussionslosen Zustimmung zur Jahresplanung 2003, dem fast einstimmig genehmigten Budget 2003 und grünem Licht für zwei Hüttenumbauten verlief die Präsidentenkonferenz 2002 ruhig. Informiert wurde über den Stand der neuen Software auf der Geschäftsstelle und die Hüttenbewartungsverträge nach Ablauf der Übergangsfrist.

Zentralpräsident Franz Stämpfli eröffnete die Präsidentenkonferenz 2002 mit der Feststellung, dass mit den vorliegenden Traktanden das « neue Jahr der Berge » angegangen werde, denn « für den SAC ist jedes Jahr ein Jahr der Berge ». Kurz blickte er auf zwei Höhepunkte im zu Ende gehenden internationalen Jahr der Berge zurück: Mit « Suiza existe » 1

hätte der SAC einmal mehr gezeigt, was Freiwilligenarbeit bewirken könne. Ohne grosse Unterstützung von Seiten des Zentralverbands hätte eine begeiste-rungsfähige Gruppe aus der Kulturkommission ein Projekt lanciert, das Kultur-und Sprachgrenzen überwunden und gleichzeitig Bürger und hohe Politiker auf einem gemeinsamen Weg zusammenführte. Notabene mit beeindruckendem Echo in den Medien. Anerkennung ging auch an den Schweizerischen Bergführerverband für sein neues Berufsbild und die damit einhergehende Reorganisation. Stämpfli lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit von SBV und SAC, den « beiden wichtigsten Organisationen in den Schweizer Alpen ».

1 Vgl. Buchrezension « Suiza existe » auf S. 52 in dieser ALPEN-Ausgabe

Jahresplanung und Budget 2003 Die Jahre 2001 und 2002 waren von grossen, ausserordentlichen und entsprechend aufwändigen Projekten wie Kletterweltmeisterschaft, Expo.02-Boul-der, Mobilitätskampagne und Einführung der neuen Mitgliedersoftware geprägt. Demgegenüber weist die Jahresplanung 2003 die Fortsetzung und Vertiefung angelaufener Projekte vor. Das Budget 2003, das nach Fondsverände-rungen einen Ertragsüberschuss im Rahmen der Finanzplanung aufweist, wurde einstimmig genehmigt.

Hütten zum Ersten... Vorgelegt wurden zwei Hüttenbauprojekte. Die der Sektion Oberhasli gehörende Finsteraarhornhütte im Fieschertal im Goms ist eine nur für Alpinisten zugängliche Hütte, an der seit ihrem Bau 1924 immer wieder Änderungen vorgenommen worden waren. Als zwingende Unterkunft für die Besteigung des

Vom Zentralverband wurde ein ausgeglichenes Budget präsentiert. Gewürdigt wurde Otto von Allmen ( r. ), der mit dem « Premio Internazionale Solidarietà Alpina – Targa D' Argento » ausgezeichnet worden war.

Fo to s:

Lu ca s W eb er 98 Sektionen waren an der PK vertreten.

DIE ALPEN 12/2002

Finsteraarhorns genügt sie mit ihren 110 Schlaf- und 70 Sitzplätzen weder in Bezug auf Infrastruktur noch Grösse den Anforderungen.. " " .Während der Planungsphase hat sich gezeigt, dass ein Neubau kostengünstiger erstellt werden kann als ein Umbau. Der Neubau wird am gleichen Ort wie die alte Hütte erstellt.

Die Lischanahütte, Sektion Engiadina Bassa, in der Gemeinde Scuol im Unterengadin, 1926 errichtet, erfreut sich bei Bergwanderern grosser Beliebtheit. Während der bewarteten Zeit ist sie mit ihren 29 Schlaf- und 30 Sitzplätzen regelmässig hoffnungslos überlastet. Ein Anbau soll da Abhilfe schaffen. Die beiden Hüttenbauprojekte Finsteraarhorn und Lischana wurden diskussionslos genehmigt.

... Hütten zum Zweiten Einmal mehr musste Thomas Tschopp, Ressortleiter Hütten im ZV, das Thema « Bewartungsverträge » aufgreifen. Im Rahmen des von der Abgeordnetenversammlung 1999 genehmigten Hüttenreglements war eine Übergangsfrist für die neuen Bewartungsverträge bis November 2002 festgelegt worden. Bis Mitte Oktober 2002 hatten 32 hüttenbesitzende Sektionen die diesbezüglichen Aufgaben erledigt. Sektionen, die nicht für alle ihre Hütten Bewartungsverträge abschliessen, müssen künftig damit rechnen, dass die Ansätze bei Hüttensubventionsgesuchen gekürzt werden. Gleichzeitig wurde festgehalten, dass bei subventionsberechtig-ten Hüttenreparaturen und -unterhalts-arbeiten die Hüttenkommission vorgängig kontaktiert werden muss, ansonsten die Subventionsberechtigung verfällt. Informiert wurde auch darüber, dass gemäss ZV-Beschluss die maximale Hüt-tenübernachtungstaxe für SAC-Mitglie-der neu 25 Franken betragen kann.

Mitgliederverwaltung mit neuer Software Wie ausnahmslos in allen Unternehmen ist auch der SAC bei der Einführung der neuen Software für die Mitgliederver-waltung/Buchhaltung von Pannen nicht verschont geblieben, was u.a. zu Mehrarbeit bei den Mitgliederverwaltern der Sektionen und gewissen Versandproble-men bei den ALPEN führte. Wie der zuständige Ressortleiter im ZV, Michael Caflisch, ausführte, waren verschiedene Gründe dafür verantwortlich. So wurde der Aufwand für die Übernahme der Daten unterschätzt, mussten diese doch aus 18 verschiedenen Datenbanken zusammengeführt werden. Im Laufe der letzten Monate zeigten sich zudem Mängel der früheren Systeme. Erschwerend wirkte sich auch die gleichzeitige Einführung neuer Mitgliederkategorien aus. Caflisch versicherte aber, dass die Arbeit an den Mängeln auf der Geschäftsstelle auf Hochtouren laufe und das Gesamt-projekt Navision – auch der DAV arbeitet mit der gleichen Software – zukunftsweisend sei. Ehrungen An der Jugend- und Juniorenweltmeis-terschaft in Canteleu ( F ) erkletterte Cédric Lachat, Sektion Porrentruy, den Titel eines Juniorenweltmeisters. Zu diesem Erfolg trug ein Team von Funktionären und Betreuern bei. Ein wichtiger Faktor für einen solchen Erfolg ist aber auch das persönliche Umfeld, die Familie. In Abwesenheit ihres Sohnes – Cédric weilte an einem Wettkampf – konnten die Eltern Lachat den Dank des SAC für ihr Engagement rund ums Wettkampfklettern entgegennehmen. Gewürdigt wurde Otto von Allmen, der Preisträger des « Premio Internazionale Solidarietà Alpina – Targa D' Argento », der höchsten internationalen Retteraus-zeichnung. 2 Und last but not least wurde Félicien Morels Engagement für den Skialpinismus verdankt. Er war die treibende Kraft für den Aufbau dieser Sportart im SAC – « aus Liebe zu den Bergen und aus Wohlwollen dem SAC gegenüber », wie er persönlich ausführte. Die Präsidentenkonferenz selber, an der 98 Sektionen vertreten und 13 entschuldigt waren, fand wohl aus Sympathie zum Skialpinismus und seinem Pionier nicht wie üblich bei strahlendem Bergwetter, sondern bei Skialpinistenwetter – grau, nass, kalt – statt.

Nächste Versammlungen Als Daten für die nächsten Konferenzen sind zu notieren: Abgeordnetenversammlung und Zentralfest am 14. Juni 2003 in Nyon, Präsidentenkonferenz am 8. November 2003 in Bern. a

Margrit Sieber 2 Vgl. ALPEN 11/2002 Die Eltern von Cédric Lachat, dem amtierenden Juniorenwelt-meister, konnten den Dank des SAC für ihr Engagement rund um das Wettkampfklettern entgegennehmen. Mit Dank wurde Félicien Morel ( r. ) verabschiedet, der aus « Liebe zu den Bergen und aus Sympathie dem SAC gegenüber » sich insbesondere für den Aufbau des Skialpinismus im SAC eingesetzt hat.

DIE ALPEN 12/2002

Sicherheit, Medizin, Rettungswesen

Sicurezza, medicina, soccorso in montagna

Sécurité, médecine, sauvetage

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