Revue Alpine

Von den Monatsheften der „ Revue Alpine " enthält jedes als stehende Rubriken: Chronique alpine, d.h. Nachrichten aus den alpinen Zentren, auch der Schweiz und Italien, und Courses nouvelles ( nur aus den französischen Alpen ), ferner eine Revue bibliographique und eine Chronique de la Section. Gelegentlich kommen dazu Nekrologe, Unglücksfälle, allerhand Informationen, Anfragen und kleinere Mitteilungen. Außer diesen enthält jedes Heft einen bis zwei größere Artikel touristischen, wissenschaftlichen oder alpenhistorischen Inhaltes mit dazugehörenden Illustrationen. Wir zählen nur die uns näher angehenden auf: Henry Correvon: Autour du Lac de Garde, mit zwei Illustrationen ( sehr interessantes Stimmungsbild aus dieser von der Irredenta einerseits, dem Pangermanismus anderseits mit Zangen gezwickten Gegend und Bevölkerung ); Henri Vallot: Autour de Vallorcine ( topographische Bemerkungen und Kritik zu dem Artikel von H. Cuënot in der R. A., Nov. 1909 ); A. Doix-Mulation: Vieux Souvenirs. L' Aiguille à Bochard ( Erinnerung an eine „ Verirrung " beim Abstieg von diesem wohlbekannten Gipfel im Sommer 1894 ); G. B.: Une traversée des Diablerets en hiver; Guido Rey: Un bivouac au Petit Dru ( sehr hübsch geschriebene Erinnerung des bekannten Schriftstellers und Alpinisten ), mit einer Illustration; E. Fontaine: A propos de l' Aiguille à Bochard ( Nachweis über die Herkunft des Namens nach Coolidge im Jahrbuch S.A.C. 38 ); Henri Mettrier: L' Excursion de l' Impératrice Joséphine au Montanvert et les Mémoires de Mlle Avrillon ( sehr notwendige und amüsante Ergänzung des Artikels von Julien Bregeault in der „ Montagne " von 1909 ), mit einer Illustration; Jean Tavernier: Les Vallées Vaudoises et le Viso ( sehr wertvolle historische Angaben über die Religionskriege in diesen Tälern ), mit zwei Illustrationen; Redaktion: Alpinisme d' autrefois: l. „ Découverte d' un nouveau trajet pour monter sur le Mont Blanc, par le Pavillon de Bellevue, à Saint Gervais " en 1819. 2. Ascension du Mont Blanc par Mlle d' Angeville en 1838. Relation de M. le Docteur Hamel, des deux tentatives qu' il a faites pour monter sur la cime du Mont Blanc, en 1820 ( sehr wertvolle „ Ausgrabungen " aus dem Journal de Savoie ). Im Augustheft ( Nr. 8 ) ein sehr instruktives „ Panorama du Mont Blanc. Cliché de la Photoglob C° Zürich, pris du Brévent. Altitudes de MM. H. et J. Vallot. Interprétation de MM. Cl. Joublot et G. Toursier ", auf welchem die gebräuchlichen Routen, die Clubhütten, Chalets, Pavillons und Hotels, die Eisenbahnlinien und -projekte usw. eingetragen sind. Mit seinem Titel: La Fée de l' Engadine und entsprechender Behandlung im Text hat Henry Bordeaux aus einer zufälligen Begegnung auf dem Morteratschgletscher eine mysteriöse kleine Novelle oder Skizze gemacht, die sich um so angenehmer liest, je weniger wir an das Faktum glauben ( 1 Illustr. ). Gewaltig intrigiert hat mich der Artikel von Emile Gaillard: Simple Hypothèse sur l' itinéraire de Needham en Savoie ( 1751 oder 1752 ), weil darin von einem „ Journal littéraire de Berne en 1760 " und von einer ebenda bei A. Wagner erschienenen Broschüre von 33 Seiten mit einer Karte die Rede ist, die ich bisher nicht habe auftreiben können. Zu dem Artikel von H. Ferrand: Bibliographie des premières ascensions du Mont Blanc und namentlich zu seiner Diskussion über die „ Broschüre des Dr. Paccard von 1786 " könnte ich in wenig Worten den allerbündigsten Aufschluß geben, aber ich muß den Leser neuerdings auf mein Balmat-Paccard-Buch vertrösten, das ich noch dieses Jahr herauszugeben mir vorgenommen habe. Die in der R. A. beigegebene „ Reproduction d' une ancienne aquarelle ", betitelt: Panoramique d' Ascension et Descente du Mont Blanc de M. de Saussure au mois d' août 1785, verliert an dokumentarischem Wert bedeutend durch den Umstand, daß sie aus zwei Stichen zusammenphotographiert ist. Les Jumeaux de Valtournanche betitelt sich ein hübsch geschriebener Aufsatz ( Übersetzung ?) von Ettore Canzio. Sehr angenehm für den Gebrauch ist die Table méthodique am Schluß des 12. Heftes. Sie bestätigte mir, daß das Jahrbuch S.A.C. in der R. A. diesmal nicht besprochen wurde. Ich bin einigermaßen neugierig auf den Grund davon.Redaktion.

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