Ritt nach Gulmarg (Kaschmir)

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Walter Sievers, Zürich

Frühmorgens klopfte der Boy an unsere Schlaf-zimmertüre und brachte eine Schaufel voll glühender Holzkohlen, um den kleinen Blechofen anzuheizen. Wir lagen noch tief im Bett, im hübsch getäferten Schlafraum auf dem Hausboot « Hollywood », das am Ufer einer Insel im Dal-See von Srinagar verankert lag. Der Morgen war bitter kalt; aber bald strömte der kleine Ofen wohlige Wärme aus. Wir konnten aufstehen. Geschäftig füllte der Boy die Wanne im Badezimmer mit warmem Wasser, das er vom Küchenboot her-überbrachte. In der gemütlichen Stube stand schon das Frühstück bereit, während im originellen Blechofen ein heimeliges Feuer knisterte. Die Stube bestand ganz aus geschnitztem Holz, mit einer Kassettendecke reich geschmückt, alle Möbel waren kunstvoll verziert, darunter Stücke von auserlesener Seltenheit. Den Boden bedeckte ein prachtvoller Kaschmirteppich, und hübsche Vorhänge aus Seide zierten die kleinen Fenster, durch die jetzt die ersten Sonnenstrahlen herein-grüssten.

Hier oben, in dem weiten, völlig abgeschlossenen Tal von Kaschmir ( etwa c 1600 m ü. M. ), spielt sich ein grosser Teil des Volkslebens auf dem Wasser ab. Auf dem See und dem grossen Jhelu-ma-Fluss liegen viele hundert Hausboote, vom einfachsten Wohnschiff bis zum schwimmenden Luxushaus. Händler, Handwerker und Beamte sind den ganzen Tag mit ihren kleinen Zubrin-gerbooten unterwegs auf dem Wasser.

Leise plätschernd glitt ein Taxiboot vom Land herüber, von einem in den typischen weiten Wollmantel gehüllten Knaben gerudert. Er brachte den Besitzer unseres Hausbootes an Bord, einen ernsten, verschlossenen, aber freundlichen Mohammedaner namens Sultan Pattloo. Er begrüsste uns mit gespielter Höflichkeit und liess sich dann wortlos mit gekreuzten Beinen am 1Karakorum 2Srinagar. Hinten schwach sichtbar: Pir Panjal Boden nieder. Pattloo war hier unser General-Manager; er besorgte alles für uns, organisierte die vorgesehenen Touren und erledigte alle administrativen Angelegenheiten, deren es in diesem Land nicht mangelt. Geld wollte er nie sehen ( das kam erst am Schluss ). Pattloo, ein gerissener Geschäftsmann wie alle Moslems, geniesst ein hohes Ansehen im Kaschmirtal; alle kennen ihn und begegnen ihm mit grossem Respekt. Das war auch für uns ein unschätzbarer Vorteil.

In einigermassen verständlichem Englisch machte er uns mit dem heutigen Tagesprogramm bekannt, das er eigens für uns ausgedacht hatte: eine Tour nach Gulmarg, einem hochgelegenen Bergdorf zwischen dem Nanga-Parbat und dem Pir Panjal.

Um 7 Uhr waren wir zur Reise bereit, nahmen im kleinen Boot unter einem bunten Verdeck Platz und wurden von dem Knaben zum Land hinübergeschaukelt. Dort stand schon ein Auto bereit. Der Chauffeur brachte uns Wolldecken und stellte eines der äusserst aparten Holzkohlenöfchen unter die Decken. Diese « Kongri » - so heissen die Wärmespender -trägt hier jedermann bei sich. Es ist ein mit Weidengeflecht kunstvoll eingefasster Tonkrug, der mit glühenden Holzkohlen und Sand gefüllt ist und 24 Stunden lang ohne Qualm und Rauch glüht. Alle Leute tragen diese Kongris den ganzen Tag unter dem Mantel oder Kleid mit sich herum und wärmen sich daran! In der kalten Jahreszeit geht überhaupt niemand ohne Kongri aus.

Die Fahrt ging dem Ufer des Sees entlang hinaus in die weite, von vielen Wasserläufen durchzogene Ebene des breiten Kaschmirtales. Endlose Alleen von Silberpappeln säumten die Strasse. Überall reckten gewaltige Platanen ihre dicken, hellen Stämme empor. Die Bäume waren noch alle kahl, denn es war Vorfrühling; auf den Wiesen spross das erste zaghafte Grün, buntbetupft von den ersten Frühlingsblumen. Der Schnee lag stellenweise noch bis fast ins Tal hinab.

Die Gegend war einsam und menschenleer; nur selten begegneten wir einem Pferdefuhr-werk. Auf einer uralten, kunstvoll gezimmerten Holzbrücke überquerten wir den Jheluma-Fluss und kamen bald zum riesigen Schuttdelta eines wilden Bergbaches. Die Strasse stieg nun stetig und merklich steil bergan durch ein Meer von Steinen, die in allen Farben schillerten. Niede-res Buschwerk und verkrüppelte Eichen gaben der zerfurchten Steinwüste noch etwas Leben. In den Runsen und Mulden lagen noch Schneereste; doch je weiter wir hinauf kamen, desto zusammenhängender wurde die Schneedecke, und bald fuhren wir zwischen nassen, schmutzigen Schneewällen einer Siedlung entgegen. An den aperen Böschungen neben der Strasse blühten flächenhaft kleine gelbe Krokusse.

Wir kamen nun nach Baramula, einem armseligen Dorf, wenn man das Häufchen verwahrloster Gebäude so nennen will. Hier blieben wir buchstäblich im Dreck stecken: Der Wagen kam nicht mehr weiter. Wir mussten aussteigen und wurden gleich von ganzen Scharen zerlumpt aussehender Soldaten umringt. Im Dorf, also nahe der pakistanischen Grenze, war eine Garnison indischer Truppen stationiert. Überall standen Militärfahrzeuge umher, teilweise noch unter hohen Schneemassen halb begraben, und es wimmelte von Soldaten in allen möglichen und unmöglichen Uniformen, die zum Teil ganz bedenklich aussahen; jeder trug, was er eben hatte.

Durch einen tiefen Matsch aus Schnee und Dreck wurden wir zum « Gasthaus » begleitet, wo man uns in einem völlig überfüllten ungemütlichen Lokal Tee anbot. Platz zum Sitzen war nicht da, und kalt war es auch. Hier wurde nun mit viel Palaver zwischen Pattloo und einem Offizier über die Bereitstellung von Pferden verhandelt, denn von hier aus sollte unser Unternehmen hoch zu Ross weitergehen, da die neue, noch nicht ganz vollendete Strasse ins Gebirge hinauf völlig unter dem Schnee lag. Dabei wurde auch festgestellt, dass unsere Schuhe 3Ritt durch den Himalaya-Zedernwald nach Gulmarg 4Gulmarg, 2goo Meter Photos Walter Sievers, Zürich nichts taugten, und von nun an befasste sich die ganze Kompanie mit der Herbeischaffung von Bergschuhen. Was uns da schliesslich gebracht wurde, waren alte Segeltuchschuhe mit Gummisohlen voller Löcher und sämtliche viel zu gross. Trotz Protest mussten wir uns diese Dinger anpassen lassen, was eine gute Stunde in Anspruch nahm. Dabei ging es zu wie auf einem Jahrmarkt. Alles bemühte sich um unsere Füsse, und etwas argwöhnisch sahen wir die Soldaten mit unsern guten Schweizer Schuhen im Nebenraum verschwinden. Aber Pattloo versicherte uns, dass wir diese bestimmt wiedersehen würden.

Inzwischen waren draussen die Pferde bereitgestellt worden. Bis wir diese etwas oberhalb des Dorfes erreicht hatten, waren unsere Füsse schon nass in den merkwürdigen « Finken ». Drei magere kleine Pferde scharrten unwillig im Schneematsch; eins war für Pattloo und je eines für meine Frau und mich bestimmt. Dazu kam eine ganze Begleitmannschaft brauner, in Lumpen gekleideter berggewohnter Männer, unter deren Schutz wir reisen sollten. Wir « schwangen » uns in die Sättel, nicht ganz ohne komische Verrenkungen - und schon stapften die Pferde bergan.

Auf äusserst schlechtem Pfad ging es mühsam aufwärts durch einen Wald riesiger prachtvoller Zedern. Der Schnee wurde immer tiefer, das Schmelzwasser hatte den Weg da und dort in einen Bach verwandelt, in dem die armen Tiere nur unter grösster Anstrengung weiterkamen. Oft sanken die Pferde bis zum Bauch in den aufgeweichten Schnee; es fiel uns nicht leicht, im Sattel sitzenzubleiben. Alle zehn Minuten mussten wir wieder anhalten, um die armen Pferde verschnaufen zu lassen. Der Weg durch den ungeheuren Wald schien ohne Ende; mühevoll kämpften wir uns durch die immer tiefer werdenden Schneemassen empor. Nach fast zweistündigem Ritt, zuletzt durch einen so tiefen Graben im Schnee, dass man nicht mehr oben hinaussah, drängte sich eine längere Rast auf.

i69 Nun hielten wir an einer etwas ausgeaperten Stelle unter einer mächtigen Zeder an, halb gerädert, denn das Reiten unter diesen Umständen war alles andere als bequem; auch konnte man den Pferden die übergrosse Anstrengung fast nicht mehr zumuten. Trotz den noch winterlichen Verhältnissen war es angenehm warm; so brauchten wir wenigstens nicht zu frieren. Andrerseits bewirkte die einsetzende Schneeschmelze allerdings auch Gefahren: In dem steilen Gelände musste man ständig auf Lawinen und Steinschlag gefasst sein.

Nach einer halbstündigen Verschnaufpause für Mensch und Tier brachen wir wieder auf. Das nun folgende Wegstück, eine Traverse durch ein steiles Waldstück, war so fürchterlich, dass wir abstiegen und die Pferde ohne Last vorangehen liessen. Sie kamen auch so im nassen Schnee kaum voran, und unsere « Bergschuhe » versagten den Dienst hier völlig; wir hätten ebensogut barfuss « waten » können. Da — endlich gelangten wir auf die Bergstrasse, die zwar sehr feucht und steinig war, aber wenigstens fast schneefrei. Mit einem grossen Militär-trax waren Schneeräumungsarbeiten im Gange. Nun kamen wir ziemlich gut vorwärts und erreichten nach langem Marsch gegen Mittag das Hochland von Gulmarg. Der Wald lichtete sich, doch sahen wir vorerst noch nichts, da die Schneemauern neben der Strasse da oben, auf 2900 Meter, rund sechs Meter hoch waren!

An einer breiten, aperen Stelle wurde angehalten: Wir waren am Ziel. Überall tauchten Soldaten und junge Burschen auf, die als Schneeschaufler tätig waren, und bestaunten uns, als ob wir fremde Tiere wären. Mit Hilfe dieser Burschen erkletterten wir einen hohen Schneewall an der Strasse, um endlich einmal einen Überblick zu bekommen über diese welt-abgelegene Gegend. Da kam auch schon der Distriktskommandant mit einigen Offizieren zur Begrüssung zu uns heraufgeklettert. Es war ein stattlicher, schwarzbärtiger Mann in einer verwaschenen Khakiuniform; die andern Offiziere waren mit weissen Turbanen gekrönt und trugen lange Pistolen im breiten roten Gürtel. Alle waren ziemlich erstaunt, um diese Jahreszeit hier oben fremden Reisenden zu begegnen. Nach einigen höflichen Begrüssungsworten gaben sie uns bereitwillig Auskunft über diese weltabgeschiedene, in jeder Beziehung aber merkwürdige Gegend. Vorerst wollten wir wissen, wo nun das berühmte Dorf Gulmarg läge, worauf wir zur Antwort bekamen: « Sehen Sie hier überall die spitzen Schneehügel? Das sind die Häuser von Gulmarg. Jetzt liegen sie noch unter dem Schnee, aber in einem Monat ist der ganze Ort zu sehen. » Drei oder vier dieser Holzhäuser waren ringsum ausgegraben - die Unterkunftshäuser der Garnison. Dazwischen bewegten sich die Soldaten in tiefen Gräben. Ein trostloses Leben für diese Leute hier! Es war ein Grenzschutzbataillon, das hier vegetierte, denn nicht weit von diesem Gebiet entfernt verläuft die umstrittene Grenze zwischen West-Pakistan und Indien ( Kaschmir ), und seit langem herrscht ein latenter Kriegszustand, der inzwischen durch die endgültigeGrenzbe-reinigung beigelegt ist.

Nun konnten wir uns ganz der Betrachtung der einmalig schönen Bergwelt hingeben. Wie man uns sagte, soll die Hochfläche von Gulmarg im Mai ein fast unfassbarer Blumenteppich sein. Reisende aus ganz Indien kommen dann herauf, um dieses Wunder zu erleben. Das Hochland steigt im Südosten steil gegen die fünf- bis sechstausend Meter hohen Berge der Pir-Panjal-Ran-ges an, unterbrochen von grossartigen, unabsehbaren Bergwäldern. Ringsum ragen die silberweissen Gipfel über die dunklen Wälder; je weiter der Blick in die Runde schweift, desto höhere Eisriesen nimmt das entzückte Auge wahr, und scheinbar zum Greifen nahe türmt sich das gewaltige Massiv des über 8000 Meter hohen Nanga-Parbat, alles überragend, in den Himmel! Leider ist der berühmte Berggipfel von grauen Wolken verhüllt, doch nicht minder schön! Über die tiefe Schlucht hinweg, durch die sich der Jheluma- i7o Fluss seinen Weg zum Indus bahnt, erkennt man das Tal von Gilgit. Dort, hinter dem Riesenberg, liegt die Bergstadt Gilgit, von wo aus die Nanga-Parbat-Expeditionen den Aufstieg wagten.

Eine schwere Sorge für Indien ist jetzt mit diesem Gebiet verbunden; die Chinesen sind im Begriff, eine strategisch wichtige Strasse über den Karakorumpass nach Pakistan zu bauen, was für Indien schwerwiegende Folgen haben könnte, da diese Strasse durch einen grossen Teil von Kaschmir hindurchführt ( es handelt sich um den Ausbau der alten Seidenstrasse von China nach Pakistan ).

Der Himmel hatte sich um die Mittagszeit mit einer diffusen Wolkendecke überzogen und liess die herrlichen Eisriesen des Karakorumgebirges nur noch teilweise erkennen. Über den Sechstausendern der Pangi-Ranges nördlich des Kaschmirtales gewahrt man die eisgepanzerten Gipfel des Gasherbrum, Golden Throne, Masherbrum und viele andere. Nach Osten zu zieht sich die gewaltige Bergkette mit Tausenden von weissen Gipfeln zum Great-Himalaya hinüber. Die Ausdehnung dieses grössten Gebirges der Erde ist ungeheuer. Wir können uns jetzt auch vorstellen, wie schwierig und umständlich es ist, in diesem Gebiet Touren auszuführen, und dass dies nur in gutvorbereiteten Expeditionen möglich ist. Wir mussten uns mit noch eben erreichbaren Zielen in der Umgebung begnügen, aber der Anblick dieser wunderschönen Berge von weitem war für uns ein grosses, ein unvergessliches Erlebnis!

Vor lauter Schauen und Staunen vergassen wir sogar das Mittagessen, das aber, wie wir jetzt merkten, gar nicht mitgenommen worden war. Auch die Pferde bekamen nichts, obwohl unsere Begleiter unterwegs immer wieder versicherten, die Tiere würden an unserem Ziel in Gulmarg gefüttert. Nun, mit dieser asiatischen Gepflogenheit mussten wir uns eben abfinden.

Obwohl das Photographieren leider im ganzen Gebiet streng verboten war, mussten wir eine Aufnahme vom Kommandanten und seinem Stab machen, und dazu sollte auch eine im Schnee verankerte Tafel mit der Aufschrift « Ski-School » auf dem Bild sein. Auch das gibt es hier also. Was es ( zum Glück ) noch nicht gab, waren Skilifte und Bergbahnen — noch nicht, denn vielleicht wird auch hier die Zivilisation einziehen, vielleicht werden die unüberblickbaren, herrlichen Skifelder, die es in solchen Ausmassen in Europa kaum gibt, eines Tages auch « erschlossen werden », wie man so schön sagt. Der Offizier schrieb uns seine komplizierte Adresse auf, denn er wollte unbedingt eine Photo von unserer Begegnung haben. Wir sandten ihm einige Exemplare, doch ohne wieder etwas von ihm zu hören.

Allmählich wurde es Zeit zur Rückkehr, denn der Weg war lang und wieder mühsam. Mit leerem Magen stiegen wir in die Sättel und ritten unter Abschiedsrufen und Grüssen denselben Weg zurück. Ein Stück weit begleiteten uns die Soldaten, dann waren wir wieder allein. Das Abwärts-reiten im steilen Gelände war noch viel schwieriger, da die Pferde mit den Vorderläufen oft plötzlich einbrachen. So zogen wir es vor, eine lange, böse Strecke zu Fuss zu gehen, was unsere Begleiter gar nicht begreifen wollten. Aber so hatten wir wenigstens Bewegung, und unsere nassen Füsse blieben warm. Schon weit unten, wo der grosse Wald sich lichtet, kletterten wir wieder auf die Pferderücken, denn das Schmelzwasser schwoll jetzt am Nachmittag zu schmutzigen, kalten Bächen an. Durch ein tiefes Tal hinaus hatten wir einen grossartigen Ausblick auf die ganze Weite des Hochlandes bis nach Srinagar. Im Hintergrund leuchteten goldig die Berge der Zaskar-Mountains mit ihren unzähligen zackigen und meistens noch unbekannten Gipfeln. Was wäre da für Bergsteiger noch alles zu finden!

Beim letzten Wegstück kurz vor Baramula mussten wir noch einen beschwerlichen Umweg durch fürchterliches Gelände machen. Alles war überschwemmt und von Wildwassern aufgerissen. Dann endlich erreichten wir die Strasse und waren recht froh, wieder auf eigenen Füssen zu stehen. Noch bevor wir in das Dorf kamen, woll- ten die Begleitmänner ihren Lohn und das entsprechende Trinkgeld haben und brachten dann schnell ihr Geld und die Pferde in Sicherheit. In dem immer noch von Menschen wimmelnden Gasthaus bekamen wir sogar unsere Schuhe unversehrt zurück. Zu essen gab es aber auch hier nichts, so dass wir uns gleich auf die Rückfahrt ins Tal hinab begaben.

Nach kurvenreicher Fahrt durch die riesige Steinwüste kamen wir nach Sopur, einem äusserst malerischen Ort am grossen See von Wular. Sopur mit seinen uralten Holz- und Fachwerk-häusern, seinen vielen Brücken, einer hölzernen Moschee und den engen belebten Gassen liegt an der erwähnten « Seidenstrasse », die hier dem Jhe-luma-Fluss entlang nach Muzzafäbäd und nach Rawalpindi führt. Auch hier wimmelt es überall von Militär. Ohne Aufenthalt in dieser « heissen » Gegend gelangten wir durch eine unbeschreiblich schöne Landschaft gegen Abend nach Srinagar zurück, wo sich die fernen Berge des Pir Panjal unwahrscheinlich schön im stillen blauen See spiegelten.

Zwei Tage später schwebten wir im Flugzeug der Indian Airlines dem ganzen Himalaya entlang nach Osten. Der Ausblick auf das Dach der Welt, mit dem Mount Everest gekrönt, war überwältigend - ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden!

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