SAC auf höchstem Trainer/innen-Niveau vertreten

Trainer/innen-Niveau

vertreten

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Diplomtrainer-Lehrgangs II des SOV ( Schweizerischer Olympischer Verband ) erhält Gabriele Madiener, Technische Verantwortliche und Nationaltrainerin des SAC im Sportklettern, die höchste in der Schweiz vergebene Trainer-qualifikation.

Als einzige Frau im eineinhalb Jahre dauernden Ausbildungskurs hatte sie, wie der Lehrgangsleiter, der ehemalige Kugelstosstrainer Jean-Pierre Egger, anlässlich der Diplomfeier vom 6. November 1997 an der Eidgenössischen Sportschule in Magglingen vor versammelter Schweizer Trainerpro-minenz anerkennend erwähnte, im Jahr 1991 der Beschluss gefasst wurde, das Mitgliederwesen im Zentralverband neu zu organisieren bzw. zu automatisieren. Seither hat sich in diesem Bereich sehr viel getan. Hans Ott war immer zugegen, auch wenn scheinbar unüberwindbare Schwierigkeiten im Bereich der Automation, der Mitgliederverwaltung und des zentralen Inkassos gemeistert werden mussten. Er hat Grosses geleistet, ist den Problemen stets auf den Grund gegangen und hat immer wieder seine grosse Erfahrung eingebracht, über die er als ehemaliger Kaderan-gestellter im Wertschriftenbereich einer Grossbank verfügt. Selbst im Alter von 75 Jahren schickt er sich an, mit den neusten EDV-Programmen die Administration im Griff zu halten. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle ist er zum Vorbild geworden. Zu welchem Tarif? Hans Ott hat in all den Jahren seine Arbeit in der Geschäftsstelle « ehrenamtlich », ohne Entlohnung, verrich- bemerkenswerte Akzente gesetzt und durch grosse Fachkompetenz beeindruckt.

Nach dem Studium der Sportwissenschaften in München und einer anschliessenden Arbeitszeit am dortigen Lehrstuhl für Trainings- und Bewegungslehre hat Gabriele Madiener im SAC mit dem Aufbau des Bereichs Leistungssport begonnen. Mit der Teilnahme am ebenfalls ein-einhalbjährigen Diplomtrainer-Lehr-gang I in Magglingen ( 1992/93 ) verschaffte sich der SAC den Zugang zu den schweizerischen Sportstrukturen, und nicht zuletzt dank Gabriele Madiener erlangte die noch junge Sportart Sport- und Wettkampfklettern dort in kurzer Zeit Akzeptanz.

Seit drei Jahren betreut sie die verschiedenen Kader der Nationalmannschaft. Auf Grund der Erfolge an internationalen Wettkämpfen zählt die Schweiz heute zu den besten Nationen im Wettkampfklettern, und die Chancen stehen gut, dass diese Position dank einer seriösen und umsichtigen Aufbauarbeit im SAC auch weiterhin gehalten werden kann.

Mit der noch gleichentags erfolgten Wahl in den Vorstand der Vereinigung der Diplomtrainer erhielt die in Schweizer Sportkreisen sehr geschätzte Trainerin, die vor allem mit ihren zukunftsorientierten Nach-wuchskonzepten Wege begeht, die nun auch schon von anderen Sportverbänden übernommen werden, eine zusätzliche und mit grossen Herausforderungen verbundene Aufgabe.

Gem. Mtlg.. " " .Gabriele Madiener, SAC-Teamcoach « Equipe Suisse » und Nationaltrainerin I Wissenschaft und Bergwelt I Scienza e mondo alpino I Science et montagne Michel Dysli, Institut für Bodenmechanik der ETH Lausanne a

Einleitung

Aufgrund langjähriger Temperaturmittelwerte und langjähriger Temperaturschwankungen über Jahrhunderte kann es im Boden zur Bildung von Winterfrost oder Permafrost kommen. Der Winterfrost tritt in Gebieten auf, in denen die langjährigen Temperaturmittel der Luft über ca.2°C liegen: An der Oberfläche gefriert im Winter eine Bodenschicht, die im Frühling wieder auftaut. Fig. 1 ( S.45 ) zeigt den Bereich der Temperatur in Abhängigkeit von der Tiefe. Solche Winterfrost-Gebiete finden sich vor allem in den temperierten bis kalten Klimazonen, also auch in der Schweiz.

Permafrost bildet sich dagegen in den sehr kalten Zonen der Erde, wo die langjährigen Temperaturmittelwerte unter ca.2°C liegen. Während beim Winterfrost lediglich die oberste Schicht im Winter gefriert und im Frühling auftaut, sind die Verhältnisse im Permafrost gerade umgekehrt: Er ist bis in eine bestimmte Tiefe dauernd gefroren und taut lediglich im Sommer an der Oberfläche in der sogenannten Auftauschicht auf. In Fig.2 ( S.45 ) sind die entsprechenden Temperaturkurven mit der Tiefe dargestellt.

Die Verbreitung von Permafrost beschränkt sich nicht auf die Polargebiete der Arktis und Antarktis; man findet ihn auch in den Gebirgsregionen der Erde. Bis vor einigen Jahrzehnten interessierten sich lediglich einige Geologen und Naturliebhaber für die mit Permafrost einhergehenden Phänomene. So sind beispielsweise beträchtliche Bodenbewegungen zu beobachten, die hauptsächlich durch das Tauen und Gefrieren der obersten Bodenschicht bedingt sind. Eine andere Bodenbe-wegungsform wurde Blockgletscher genannt, denn die Formen und ihr Bewegungsverhalten gleichen denjenigen der Gletscher.

In den vergangenen 20 Jahren haben sich einige Bergregionen touristisch stark weiterentwickelt, weshalb die Skiliftanlagen immer höher hinauf gebaut wurden. Die Bauingenieure sahen sich daher mit dem Problem des Permafrostes konfrontiert. Beschädigungen des Baukörpers gewisser hochgelegener SAC-Hütten sind möglicherweise ebenfalls durch den Permafrost verursacht.

Gebirgspermafrost

In unseren Alpen gibt es zahlreiche Gebiete mit Permafrost, in denen der Eisanteil ( volumenmässig ) gelegentlich grösser ist als der Anteil der festen

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