SAC nicht für politische Zwecke instrumentalisieren!

Zum Artikel «Was tun mit einem unlieb­samen Ehrenmitglied?», «Die Alpen» 09/2016

Der St. Galler Linksaktivist Hans Fässler ist bei den zuständigen Behörden mit seinem Antrag abgeblitzt. Er wollte eine Namensänderung des nach dem 1873 verstorbenen Freiburger Naturforscher Louis Agassiz benannten Agassizhorn (3964 m) erwirken. Nun will Fässler offensichtlich über die St. Galler Sektion den SAC für seine politisch gefärbte Demontage von Louis Agassiz instrumentalisieren. Dass sich der heutige SAC von der rassistischen Seite ihres vor rund 150 Jahren verstorbenen Ehren­mitgliedes Louis Agassiz klar distanziert, ist korrekt. Den Glaziologen und späteren Rassentheoretiker Agassiz jedoch mit dem Nazikriegsverbrecher Göring gleichzusetzen, ist absurd und banalisiert die Nazigräueltaten!

Der politisch und konfessionell neutrale SAC ist gut beraten, sich einerseits deutlich von den Rassentheorien Agassiz zu distanzieren, sich andererseits aber nicht von Fässler für dessen politisch gefärbten Kreuzzug instrumentalisieren zu lassen. Als Nächstes könnte man ansonsten auch sämtliche SAC-Ehren­mitglieder auf nicht mehr dem Zeitgeist entsprechende Aktivitäten und Aussagen hin durchleuchten, zum Beispiel hinsichtlich der Diskriminierung der Frauen vor dem Jahre 1980.

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