Sicherheit im Bergland – Jahrbuch 2000. Österreichisches Kuratorium für alpine Sicherheit

Eigenverlag des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit, Olympiastrasse 10, A-6020 Innsbruck; Organisation: Mag. Robert Scheiring

Das Österreichische Kuratorium für alpine Sicherheit hat für das Jahr 2000 wiederum ein Jahrbuch herausgegeben. 2

Aufschlussreich sind die Berichte und Analysen über das alpine Unfallgeschehen 2000 mit unter anderem Angaben zu den beiden tragischen und viel beachteten Lawinenunglücken im Jamtal ( Dezember 1999, 14 Personen erfasst, 9 tot ) und am Kitzsteinhorn ( März 2000, 13 Personen erfasst, 12 tot ).

Von besonderem Interesse für Führer-personen sind die Beiträge über das Seminar des ÖAV für Richter und Staatsanwälte und die erste Fortbil-dungstagung für Alpinsachverständige ( entspricht der Arbeitsgruppe Expertisen bei Bergunfällen in der Schweiz ). Unter anderem setzt sich Staatsanwalt Robert Wallner mit den rechtlichen Aspekten der Sicherung auf Skitouren auf Gletschern auseinander. Sein Fazit: Es gibt keine starre Regel, die immer und überall die Seilverwendung auf Gletschern verlangt. Umgekehrt dürfe aber auch keinesfalls generell auf das Seil verzichtet werden. Die Tatsache, dass in der Praxis so gut wie nie angeseilt werde, könne die Führungsperson nicht entschuldigen, wenn unter den konkreten Bedingungen von einem besonnenen und einsichtigen Führer angeseilt worden wäre.

Karl Gabl und Klaus Hoi kommentieren kritisch den juristischen Stellenwert der Reduktionsmethode nach Munter bei der Beurteilung von Lawinenunfällen: ein gutes Instrument für den praktischen Einsatz bei Touren, aber mit Vorbehalten als Beweismittel im Ge-richtssaal zu verwenden. a

Dres Schild, Arbeitsgruppe Expertisen bei Bergunfällen 1 Vgl. auch www.singletrailmap.ch 2 Vgl. auch www.alpinesicherheit.at DIE ALPEN 6/2001

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