Spendenaktion für SAC-Hütten

Editoriale

Editorial

Spendenaktion für SAC-Hütten

Als SAC-Mitglied erhalten Sie in diesen Tagen eine ganz besondere Postsendung zugestellt: vier Karten mit Bildern von SAC-Hüt-ten, fotografiert vom bekannten Bergfotografen Marco Volken -beispielsweise für die Ostergrüs-se an Ihre Freunde und Bekannten. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Spendenaktion zugunsten unserer Hütten.

Der Ertrag dieser Aktion soll dazu dienen, dringend notwendige Renovationen und Unterhaltsarbeiten an unseren Hütten mitzufinanzieren. Der an den Gesamt-SAC gehende Anteil der Übernachtungstaxen reicht längst nicht mehr aus, den zahlreichen begründeten Subventionsgesuchen der Sektionen zu entsprechen.

SAC-Hütten als Kristallisationspunkte des Clublebens Die Idee, eine freiwillige Spendenaktion im Kreis des SAC durchzuführen, liegt auf der Hand: Als Mitglieder des SAC, als Alpinistinnen und Alpinisten sind wir stolz, über ein Netz von 153 allgemein zugänglichen Hütten im Alpenraum zu verfügen. Sie bieten uns Schutz vor der Unbill des Wetters, wir können uns dort verpflegen und ausruhen und uns auf die Tour, die Wanderung oder auf die Kletterpartie vom nächsten Morgen vorbereiten. Auch gesellige Hüttenabende, der Kontakt zu Gleichgesinnten und Bekannten erfreuen immer wieder unser Gemüt. Diese Inseln im Gebirge wollen wir uns auch in Zukunft sichern.

Wicht kostendeckende Übernachtungstaxen Eigentlich müsste man glauben, die jährlichen Einnahmen aus den Übernachtungstaxen sollten ausreichen, um die Hütten instand zu halten, besonders in Jahren, in denen das Wetter den Alpinisten gut gesinnt ist. Für einige gut gelegene Hütten mag dies zutreffen. Der SAC als nicht profitorientierte Organisa- tion setzt sich seit jeher aber auch für jene Hütten und Biwaks ein, die finanziell kaum einen Ertrag abwerfen. Ziel ist es, den Berggängern auch Touren in weniger bekannten oder abgelegenen Gebieten im Schweizer Alpenraum zu ermöglichen. Die statistischen Angaben, die zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden, zeigen auf, wie oft die einzelnen Hütten besucht werden. Dabei stechen die grossen Unterschiede, z.B. zwischen der Linard-Hütte ( 652 Übernachtungen ) und der Saoseo-Hütte ( 6113 Übernachtungen ), beide im Kanton Graubünden, ins Auge. Das Solidaritätsprinzip, auf dessen Basis die Erträge aus den einträglichen Hütten zur Unterstützung der schlecht besuchten Hütten eingesetzt werden, hat lange Zeit gut funktioniert. Heute aber müssen vermehrt grössere Hütten mit hohen Übernachtungszahlen kostspielige Sanierungen und Anpassungen vornehmen, damit sie den gestiegenen Ansprüchen, nicht zuletzt im Bereich des Umweltschutzes, nachkommen können.

Kartenaktion - ein Appell an unsere Solidarität Im Zeichen dieser Veränderungen wird zurzeit bekanntlich eine neue Die im Kartensatz enthaltene Carschina-Hütte, die zusammen mit den drei anderen abgebildeten Hütten die Gesamtheit aller SAC-Hütten symbolisiert.

Hüttenpolitik erarbeitet. Als Mitglieder des SAC haben wir ein grosses Interesse, die Substanz unserer Hütten zu erhalten. Wunder dürfen wir aber keine erwarten, auch wenn neue Ziele und Wege gesucht werden. Der finanzielle Druck wird bleiben, da dringende Sanierungen anstehen und diese Last nicht einseitig auf die Hüttenbesucher übertragen werden kann. Ansonsten würden wir Gefahr laufen, dass sich finanziell Schwächere, Jugendliche und Familien kaum mehr einen Hüttenbesuch leisten könnten. Diese Kartenaktion soll deshalb auch ein Zeichen setzen im Sinn der Solidarität unter SAC-Mitglie-dern, die Kosten für unsere Hütten gemeinsam zu tragen. Wir danken allen für die freiwillige Unterstützung1 und freuen uns auf zahlreiche Hüttenbesuche.

Alfred von Gunten, Geschäftsführer 1 Der Erlös dieser Kartenaktion fliesst vollumfänglich in den Hüttenfonds des Zentralverbandes, aus dem die Sanierungskosten für SAC-Hütten subventioniert werden. Weitere Karten können bei der Geschäftsstelle in Bern bestellt werden.

kLPEN-Nachrichten

Aktivitäten, Tendenzen und aktuelle Ziele Obschon der CAF in den neuen Disziplinen des Bergsports ( Sportklettern, Kletterwettkämpfe, Mountainbike, Skitourenwettkämpfe, Canyoning, Gleitschirmfliegen ) sehr aktiv ist, will er auch den Stellenwert des klassischen Alpinismus bewahren und alles Notwendige unternehmen, um gegen ein gewisses Abflauen des Interesses, das er in diesem Bereich feststellt, anzukämpfen. Er will insbesondere die Tätigkeiten in der Ausbildung ( 1997 stellte er 40 verschiedene Brevets aus ) und in der Information ( Publikation von diversen Handbüchern und Broschüren ) fortführen, ja sogar ausdehnen, wobei er das Schwergewicht auf die Sicherheit, die allgemeine Leitlinie des Clubs für das Jahr 1998, legen will. Er rief im übrigen letztes Jahr eine Jugendkommission ins Leben, deren Programm 98-herausgegeben als separate Broschüre - den Jugendlichen zahlreiche Aktivitäten in den meisten Bergsportarten anbietet.

Die Bilanz der Tätigkeiten der französischen Alpenclubs lässt eine bemerkenswerte Dynamik im Bereich Sportklettern erkennen, sind doch nicht weniger als 150000 Personen-tage zu diesem Thema organisiert worden. Die Königsdisziplin ist aber weiterhin das Wandern, für das in

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