Stigmatisierte Elektroheizungen

Ihr Magazin präsentiert sich als Organ des SAC, des «Anwalts der Berge». Wenn ich nicht in den Bergen bin und zuschaue, wie Schnee fällt, bin ich als Präsident der Vereinigung «Choc électrique» Anwalt der Nutzer von Elektro­heizungen. Ich habe mit Sympathie den Anfang des Artikels («Die Alpen», 1/2013) gelesen. Diese Sympathie verwandelte sich aber beim Abschnitt mit dem Titel «Schluss mit Elektroheizungen» in Wut. Wut deswegen, weil Sie mit Zahlen argumentieren: 40% des Stroms «werden ungenutzt verschwendet», also 40% von 60 TWh = 24 TWh. Worauf wollen Sie hinaus mit diesen 40%? Wir (stationäre Elektroheizungen) gestehen, 2010 2,8 TWh verbraucht zu haben, das heisst 4,6% des Stroms insgesamt. Wut auch, weil Sie die Motion 12.3340 erwähnen, die im September 2010 vom Nationalrat angenommen wurde. Sie fordert Massnahmen, die den Ersatz der Mehrheit der bestehenden Elektroheizungen durch effizientere Systeme ermöglichen. Das einzige Heizsystem, das wir als effizienter anerkennen, ist die Wärmepumpe. Warum richten sich eigentlich die Abbruchforderungen nicht gegen elektrische Boiler, die ebenso viel Strom verbrauchen wie die Elektroheizungen?

Lancieren oder unterstützen Sie eine Initiative für den effizienten Einsatz von Strom, aber betrachten Sie zuerst objektiv die unbestrittenen Daten (Bundesamt für Energie, Bundesamt für Statistik)! 2010 hat jede mit Gas beheizte Wohnung 14 790 KWh Energieeinheiten verbraucht (Öl: 12 536 KWh; Strom: 11 203 KWh), verglichen mit den 4813 KWh für die Wärmepumpe.

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