«Supertramp zurücksaniert»

Leider wurde falsch über die Sanierung und Rücksanierung der Route berichtet. Im Artikel ( « Die Alpen » 12/2009 ) steht geschrieben, dass « neben den bestehenden Bohrhaken rund 30 neue gesetzt wurden, notabene ohne das Einverständnis der Erstbegeher ». Dies entspricht nicht den Fakten. Gemäss eigenen Angaben kontaktierte der Sanierer Gregor Benisowitsch, der ihm für eine Sanierung grünes Licht gab. Martin Scheel gab zu verstehen, dass er nicht mehr aktiv klettere und ihn deshalb das Ganze nicht mehr interessiere. Leider kam der Sanierer nicht in den Besitz eines Originaltopos der Route « Supertramp ». Ein Fehler, der allen Beteiligten zuzuschreiben ist. Über die Jahre wurden von verängstigten Wiederholern unzählige Haken in den umliegenden Rissen angebracht. Als die Sanierung begann, kamen viel mehr geschlagene Haken zum Vorschein als erwartet, es war nicht mehr möglich, zu beurteilen, welche der Haken von den Erstbegehern stammten. Also wurden viele der Haken durch Bohrhaken ersetzt. Sicherlich hat der Sanierende einen riesigen Aufwand mit der Sanierung betrieben, denn er machte die Sache vorwiegend solo. Es ist aber zu vermerken, dass er sich zu jeder Zeit absolut korrekt verhalten hat.

Der Zustand einer alpinen Sportkletterroute liegt so lange im Verantwortungsbereich des Erschliessers, bis er sie zur Sanierung freigibt. Wenn Einrichter das « Urheberrecht » auf ihre Routen nicht verwirken wollen, müssen sie diese selber sanieren.

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