Traditionsreiches Treffen auf 1115 m. Die 115. Bachtel-Réunion

Die 115. Bachtel-Réunion

13 Sektionen werden jeweils zur Bachtel-Réunion eingeladen. Humor-voll kommentierte Ereignisse aus dem Sektionsleben des vergangenen Jahres, Geschichtliches aus der Region und kameradschaftliche Kontakte über die Sektionsgrenzen hinweg sind die Ecksteine eines abwechslungsreichen Programms.

Alljährlich am zweiten Januarsonntag nimmt eine knappe Hundertschaft SAClerinnen und SACler den Weg zum im Zürcher Oberland gelegenen Aussichtspunkt Bachtel unter die Füsse.. " " .Von der Plattform des Sendeturms geniesst man eine beeindruckende Rundsicht vom Säntis über die Glarner und Zentralschweizer Alpen, das Mittelland und den Jura bis zum Schwarzwald. Der 13. Januar 2002, ein fast frühlingshaft wirkender Tag, bietet eine Fernsicht, die alle Bergbegeisterten in Bann schlägt. Nach der kleinen alpinistischen Leistung gehts die Wendeltreppe hinab ins Kulm-Restau-rant, wo OK-Präsident Erwin Ochsner um 11.30 Uhr die Réunion eröffnet.

Vom Bachtel Kulm zum Glarner Ziger Die 115-jährige Réunionsgeschichte ist – wie alle Traditionen – von Hochs und Tiefs geprägt. So wollte man das Treffen vor einem Dutzend Jahren, als sich nur noch 40 Clubmitglieder auf dem Bachtel einfanden, sogar « sterben » lassen. Auf Initiative einiger engagierter Bachtel-«Fans » mit Erwin Ochsner an der Spitze wurde damals ein Bachtel-OK gegründet. Dieses recherchiert Ereignisse von anekdotischem Wert aus dem Leben der Réunionssektionen im verflossenen Jahr und hält nach lokal interessanten Themen Ausschau.

Diesmal berichtet Werner Streiff, Präsident der Sektion Tödi, von dem für seine Heimat wohl bekanntesten Produkt, dem Glarner Ziger. Schriftlich wird er im 8. Jh. erstmals erwähnt, später auch im Zusammenhang mit der Ablieferung des Zehnten an das Kloster Säckingen. Der aus Kuhmilch hergestellte Rohziger verfügt praktisch über keinen Geschmack, weshalb ihn die Äbtissin für zu fad befand. Als sie im Klostergarten nach einem Würzkräut-lein suchte, fand sie das Zigerkraut, das von Kreuzrittern aus dem Fernen Osten heimgebracht worden war. Bereits im 15. Jh. wurde im Glarnerland das erste Schabzigergesetz erlassen, womit das Glarner Schabzigerstöckli zum ersten schweizerischen Markenartikel avancierte. Glarner Ziger kommt heute in Form von Zigerknöpfli, Zigerfondue und Schabzigerrahmsuppe auf den Tisch und ist inzwischen auch in der Gastronomie als würzige Zutat entdeckt worden. Auch für die Bachtelianer wird die « Zigertheorie » in die Praxis umgesetzt: Zigerschiffli würzen den Apéro.

Von einer Réunion zur nächsten Das gemütliche Mittagessen wird umrahmt vom gemeinsamen Singen von Bergliedern. Ein letzter Blick aus der Gaststube in die Alpenwelt und auf den unter einer Nebeldecke verborgenen Zürichsee, und dann gehts bei frühlingshaften Temperaturen hinunter nach Wernetshausen, wo sich die Insider noch zu einem abschliessenden Umtrunk treffen. Damit tritt bereits die Bachtel-Réunion vom 12. Januar 2003 in die Vorbereitungsrunde. a

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