Triglav

Der Triglav ist der höchste Gipfel der Julischen Alpen – aus bis zu 100 Kilometern Entfernung ist seine markante Erscheinung zu erkennen. Das Highlight des slowenischen Nationalsymbols ist seine Nordwand, eine der höchsten Wände der Ostalpen. Hoch oben soll der weisse Gamsbock Zlatorog mit seinen goldenen Hörnern einen Schatz bewacht haben. Umgeben ist der Berg von einer ergreifenden Natur und dem smaragdgrünen Fluss Soča.

Wie wärs?

Die normale Route: Für alle Wege braucht man Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Klettersteigerfahrung, denn der Gipfel ist nur über Steige erreichbar, die mit Eisenstiften, Klammern und Stahlseilen teilweise gesichert sind. Der Tominšekweg (1320 Hm, Klettersteig, stellenweise I, 7 h) ist einer der leichteren Wege. Übrigens: Die markante Ostsilhouette mit den drei Zacken hat dem Berg seinen Namen verschafft: Triglav heisst auf Deutsch Dreikopf.

Die schöne Route: Der Bambergweg (1900 Hm, Klettersteig K3 und Kletterpassagen bis II–, 6–7 h) ist eine anspruchsvollere Alternative von Norden über die Luknja- Scharte. Er ist zum Teil ausgesetzt und nur stellenweise gesichert, hat aber keine extremen Schlüsselstellen.

Das Gipfelsymbol des Triglav ist der im Jahr 1895 errichtete, kleine Metallturm Aljažev stolp. Als höchster Punkt auf slowenischem Boden hat er eine besondere Bedeutung für Land und Leute. Bei Unwettern bietet er einen engen Unterschlupf.

Die berühmte Route: Die Nordwand des Triglav mit 1500 Metern Höhe und drei Kilometern Breite bietet viele Routen für gestandene Alpinisten. Vor 100 Jahren befand sich hier auch noch ein 40 Hektaren grosser Gletscher. Er ist auf 3,6 Hektaren ohne Spalten und Nährgebiet geschrumpft. Der Slowenische Weg (1900 Hm, III+) führt im linken Teil der Wand in teilweise brüchigem Fels gen Gipfel, die Schlüsselstelle befindet sich direkt zu Beginn in einem System aus Kaminen.

Mensch am Berg

«Hätte ich damals gewusst, was ein Schlafsack ist, so hätte ich oben mehr als eine Nacht verträumt», schrieb Julius Kugy (1858–1944). Er war der wichtigste Erschliesser der Julischen Alpen. Rund 50 Routen und Wege gehen auf sein Konto. Den Triglav bezeichnete er als König der slowenischen Alpen.

Höhe: 2864 m

Prominenz: 2059 m → Saifnitzer Sattel

Dominanz: 72,5 km → Kleines Reisseck

Erstbesteigung: 28. August 1778; Lovrenc Willomitzer mit Luka Korošec, Stefan Rožič und Matija Kos (SLO)

Normalweg: Tominšekweg, Klettersteig B

Hütten: Aljažev Dom (1015 m), Triglavhaus (2515 m)

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