Über 18 Viertausender gesprintet

Nicolas Hojac und Adrian Zurbrügg gelingt die Spaghettitour in rund 13 Stunden. Und auch der Bergführer Andreas Steindl glänzt mit einem Rekord.

Der Zermatter Bergführer Andreas Steindl konnte Anfang Juli den von Nicolas Hojac aufgestellten Rekord zwischen der niedrigsten Ebene und dem höchstgelegenen Gipfel der Schweiz «by fair means» brechen. Hojac hatte 2018 noch 12 Stunden und 57 Minuten gebraucht. Diese Zeit pulverisierte der Walliser: Er war ganze 4 Stunden 46 Minuten schneller und stand bereits nach 8 Stunden und 10 Minuten auf der Dufourspitze. Steindl war am Abend zuvor um 23.13 Uhr in Brissago am Lago Maggiore auf 193 Metern mit dem Rennrad gestartet. 86 Kilometer später stand er auf der italienischen Seite am Fuss des Monte-Rosa-Massivs und begann den Aufstieg. Beim Marinelli-Biwak wechselte er auf Bergschuhe und Steigeisen und eilte über das Marinelli-Couloir durch die Monte-Rosa-Ostwand und den Silbersattel zur Dufourspitze.

Nur gut eine Woche später gelang es Nicolas Hojac, seinerseits einen Rekord von Andreas Steindl zu brechen. Gemeinsam mit Adrian Zurbrügg überlief er die sogenannte Spaghettitour von der Monte-Rosa-Hütte SAC bis zum Kleinen Matterhorn in 13 Stunden und 39 Minuten. Dabei bestiegen die beiden 18 Gipfel auf über 4000 Metern über Meer. Dank einem frühen Start kurz vor 23 Uhr trafen sie auf der gesamten Tour gute Bedingungen an. Der durchgefrorene, harte Schnee erlaubte ein rasches Vorwärtskommen. Einzig an der letzten Abseilstelle passierte ein Malheur: «Unser Seil blieb am Fels hängen, und wir mussten es mit einem Messer abschneiden, da der Zeitverlust sonst zu gross gewesen wäre.» Steindl benötigte im Jahr 2015 gemeinsam mit Ueli Steck noch 14 Stunden und 35 Minuten.

Feedback