Unfallstatistik als Unfallprävention

Ein Plädoyer für einen weiteren Ausbau unserer Unfallstatistik Die in den ALPEN jährlich publizierten Unfallstatistiken zeigen dem Bergsteiger mit aller Deutlichkeit, dass seine Tätigkeit mit Risiken verbunden ist. Aus Bergunfällen kann man aber auch lernen, wozu eine weitergehende Analyse der Unfälle einen wesentlichen Beitrag leisten könnte. Ich bin mir bewusst, dass ein entsprechender Ausbau der Unfallstatistik etwas kosten wird und dass dies wenig zum gegenwärtigen Spartrend passt.

Bei Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse über mögliche Unfallursachen lassen sich Unfälle vermeiden, womit dann nicht nur die Unfallkosten, sondern auch alle weiteren Folgen ( Schmerz, Leid usw. ) entfallen. Mit einer weiteren Verbesserung ( bzw. auch Verteuerung ) der Unfallstatistik bezahlen wir letztlich also eine billige Versicherung, die zudem Unfälle verhütet, statt sie bloss zu finanzieren! Dieser Gesichtspunkt wird oft kaum berücksichtigt, weil ein vermiedener Unfall völlig unspektakulär ist und daher vergessen wird.

Wir verfügen bereits über die eine übersichtliche Statistik der schweren Unfälle, die auch kommentiert wird. Zwischen Statistik und Publikation sollte meines Erachtens aber noch Zeit ( sprich Geld ) vorhanden sein für eine ausgedehntere Analyse der erfolgten Unfälle, indem den exakten Gründen nachgespürt wird, die zum Unfall geführt haben. Hier können auch nicht-tödliche und Bagatell-Unfälle, ja sogar Fast-Unfälle ( falls sie freundlicherweise gemeldet werden ) Nutzen bringen. Denn « leichte » Unfälle können schwere Ursachen haben, die ebenso lehrreich sein können.

Aus diesen Gründen rufe ich zu einer Intensivierung unserer Unfall-auswertung auf, denn wir können unser Geld anderswo kaum gewinn-bringender anlegen.

Godi Dübendorfer, Mittelhäusern ( BE

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