Unvergesslicher Genuss auf abgesicherten Wanderwegen

Zum Leserbrief Die Trivialisierung des Gebirges, «Die Alpen» 11/2018

Luca Petrone ist der Ansicht, dass die Ketten, Bügel, Stufen usw. zu viele Wanderer verleiten, sich Gefahren auszusetzen. Eigentlich meint er, man solle möglichst keine solchen Sicherungen anbringen, dann würden nur noch die Wagemutigen exponierte Wanderwege begehen. Ich bin da ganz anderer Meinung! Für die Wagemutigen gibt es die weiss-blau-weissen Alpinwanderwege und genügend Kletterrouten verschiedener Schwierigkeitsgrade. Kürzlich wanderten wir über das Himmelsleiterli auf den Säntis – teilweise exponiert, doch mit modernen Seilen (bei denen man sich die Finger nicht auf Bodenhöhe am Fels abwetzt). Ein unvergesslicher Genuss! Warum sollte ich das nicht dürfen? Nur weil mir mein Leben und das meiner Freunde wichtig ist? Mit einem Seil vermindert sich das Unfallrisiko enorm, mit zwei Seilen sogar im Quadrat (sage ich als Sicherheitsexperte für Eisenbahnsysteme). Darum vielen Dank all denen, die die meist kurzen gefährlichen Abschnitte der T3-Wanderwege für uns Freizeitwanderer zu schönen Erlebnissen machen.

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