Von modern bis traditionell

Gleich fünf Hütten zeigen sich in diesem ­Sommer in einem neuen Gewand. Die Palette reicht dabei von spektakulären modernen ­Sanierungen bis hin zu traditionellen Anbauten.

Zu reden geben dürfte die Cabane Rambert der Sektion Diablerets. Die klassische Steinhütte wurde ausgekernt, neu aufgebaut und um einen flügelähnlichen Anbau erweitert. Die Fassadenhaut kontrastiert in ihrer Metallbauweise mit dem alten Steingebäude: Die Hütte hat quasi einen «Rucksack» bekommen. Am 17. Juli wird sie feierlich eröffnet.

Traditioneller ging man bei der Sardonahütte der Sektion Zindelspitz vor, die in den Jahren 2014/2015 saniert und erweitert wurde. Hier hat man die Hütte im ursprünglichen Baustil verlängert und in althergebrachtem Handwerk mit Holzschindeln versehen. Auch die Tierberglihütte hat sich gewandelt. Sie wurde für 1,7 Millionen Franken erweitert und saniert. Die Gesamtzahl von 70 Schlafplätzen bleibt unverändert, die Haustechnik ist nun aber auf einem hohen ökologischen Niveau.

18 000 Franken pro Schlafplatz

Renoviert, erweitert und wiedereröffnet wurden auch die Konkordiahütte und die Cabane d’Arpitettaz. In beiden Hütten wurde die Abwasserreinigungsanlage auf den neusten Stand gebracht und die Einwirkung auf das Ökosystem minimiert.

Bei den fünf Bauvorhaben wurde rund ein Sechstel der Gesamtinvestitionssumme von 6,1 Millionen Franken durch Spenden finanziert. Durchschnittlich wurden 18 200 Franken pro Schlafplatz investiert, bei der Cabane Rambert sogar 52 400. Die Finanzierung bleibt für die Sektionen eine ­Herausforderung: Nicht nur die Komfortansprüche steigen, auch die immerzu strengeren gesetzlichen Vorschriften zwingen zu Mehrinvestitionen unter erschwerten Bedingungen.

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