Vorrede

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Auf Anordnung des Zentralkomitees ist der Umfang dos 51. Bandes des Jahrbuches S.A.C. erheblich verringert worden, so daß er gegenüber dem Doppelband 1914/15 etwas schmächtig aussieht. Die Gründe dafür liegen in der Nötigung, bei den enorm gestiegenen Preisen für die Herstellung des Bandes ( Druck, Papier, Klischees und Buchbinder ) Ersparnisse auf der Bogenzahl zu erzielen, soweit es im Rahmen der Verträge und ohne der Qualität des Buches zu schaden möglich war. Aus dem gleichen Grunde und hauptsächlich wegen eines Verbotes der Militärbehörde mußte auf Beilagen ( Karte oder Panorama ) für diesmal verzichtet werden. Die geringere Zahl von Artikeln in den Freien Fahrten und Abhandlungen ergab von selbst eine Verminderung der Zahl der Vollbilder, für welche, abgesehen von dem farbigen Titelblatt, diesmal nur Inkavogravüren in Auftrag gegeben wurden. Die Hoffnung, damit zugleich auch eine Zeitersparnis zu erzielen, erwies sich insofern trügerisch, als die Schwierigkeit, gewisse Rohmaterialien zu bekommen, die Herstellung der Bilder stark verzögerte. Aus diesem Grunde erscheint der Band erst im Juli, während ohne dieses Hindernis die Versendung im Juni möglich gewesen wäre, obwohl auch Redaktion und Druckerei mit manchen durch die Zeitumstände hervorgerufenen Widerwärtigkeiten und Hemmnissen zu kämpfen hatten. Wir bitten allfällige Mängel in der Gestaltung und Anordnung der Texte damit entschuldigen zu wollen. Die Autoren sind mehrteils die alten getreuen geblieben, wozu erfreulicherweise sowohl in den Freien Fahrten als in den Abhandlungen neue Kräfte hinzugetreten sind, worunter auch zwei Clubisten aus der romanischen Schweiz.

Das gleiche gilt für die Illustratoren. Für unentgeltliche Überlassung von Originalien zur Illustration sind wir außer den in den Unterschriften der Bilder genannten zu Dank verpflichtet der Direktion der Schweizerischen Landesbibliothek in Bern ( für die Kupferstiche Staubbach und Unterer Grindelwaldgletscher ).

Daß in den Kleineren Mitteilungen der Unterzeichnete beinahe ausschließlich das Wort ergriffen hat, kommt davon, daß er viel zurückgelegte Arbeit nachzuholen hatte ( siehe meine Bemerkung in Jahrbuch L, pag. VII und 339, und LI, pag. 262 ).

VIII Von den zwei Sektionen, welche letztes Jahr in der Chronik des S.A.C. die Berichte für 1914 und 1915 schuldig geblieben sind, hat sich die eine, Einsiedeln, heuer mit einem zusammengefaßten Bericht 1914/16 eingefunden, die andere, Unterengadin, verharrte, trotz wiederholtem Mahnen, in ihrem nachlässigen Schweigen. Eine dritte, Rorschach, hat mit dem Bericht für 1916 zugleich den letztes Jahr unerklärlicherweise verloren gegangenen Bericht für 1915 eingesandt. Ich wiederhole, für nächstes Jahrbuch und für den wahrscheinlichen Fall, daß dort die Jahresberichte der Sektionen wieder abgedruckt werden sollen, die allgemeine Mahnung zur Kürze, die ich mir in den Vorreden zu Band 49 und 50 erlaubt habe, und der die Berichterstatter der meisten, aber eben doch nicht aller Sektionen diesmal nachgekommen sind, wie ich gerne konstatiere.

Mit dem Erscheinen von Band 51 läuft mein Jahrbuchvertrag ab und es drängt mich, für alle Fälle, meinen getreuen Mitarbeitern und den Zentralkomitees von Chur, St. Gallen und Genf, welche alle drei sich mit Jahrbuch-angelegenheiten zu befassen hatten, für wohlwollende Hülfe meinen besten Dank auszusprechen. Die künftige Gestaltung des Jahrbuches liegt im Schoße unseres S.A.C. und wir wollen hoffen, daß ein freundlicher Stern über ihr walte. Aber es geschieht unter Vorbehalt der Entscheidungen, welche nicht von mir abhangen, wenn ich hier andeute, daß ich für Freie Fahrten und Abhandlungen, wie für Kleinere Mitteilungen eine beschränkte Anzahl von Artikeln schon vorgemerkt habe, und daß die voraussichtlichen Endtermine für Einlieferung von Texten und Bildern für Band 52 sind:

1. Januar 1918: Freie Fahrten und Abhandlungen. 1. März 1918: Kleinere Mitteilungen. 1. April 1918: Chronik des S.A.C.

Bern, Rabbentalstr. 49, den 25. Juni 1917.

Dr. Heinrich Dübi.

I.

Freie Fahrten.

Jahrbuch des Schweizer Alpenclub. 51. Jahrg.

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