Wenn Grenzen keine sind Management und Bergsteigen

Manager können viel von Bergsteigern lernen. Diese These vertritt der Managementexperte Fredmund Malik in seinem neuen Buch Wenn keine Grenzen sind. Malik ist selbst pas­sionierter Alpinist und stellt sich die Frage, wie man die Fähigkeit, schwierige Situationen zu meistern, von den Bergen ins Büro übertragen kann. Dabei kommt er zum Schluss: Zu ­Managementversagen und zu einem Burn-out führt oft nicht die Belastung selbst, sondern der falsche Umgang damit. Er warnt davor, vermeintliche Belastungsgrenzen als endgültig hinzunehmen, und rät dazu, über sie hinauszugehen. Das Überschreiten von Grenzen sei das Wesen des Sports überhaupt. Das Bergsteigen sei ideal, um individuelle Grenzen zu erfahren und zu testen. Dabei gehe es nicht so sehr darum, ans Limit zu gehen, sondern darum, die eigenen Potenziale auszuloten. Malik schildert zwar einige seiner Bergerlebnisse und dokumentiert diese auch mit Fotografien, er versteht sein Werk aber in erster Linie als Managementbuch. Seine Überlegungen zu Führung, zum Umgang mit dem Unbekannten und zu einer Lagebeurteilung jenseits von Optimismus oder Pessimismus dürften aber auch für alle interessant sein, die selbst alpine Touren unternehmen und leiten.

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