Wettkampfkalender 1996

Stand Mai 96 Die auf der untenstehenden Tabelle mit einem * gekennzeichneten Wettkämpfe zählen für das Swiss Ranking.

Internationale, nationale und regionale Wettkämpfe ( Weltcup, Europacup, Swiss Cup und Regionalwettkämpfe ) Datum Bezeichnung'W^tt/KÊ

Ort VH

26.28.Januar Europameisterschaft Paris ( F ) 1O./1 I. Februar Regionalwettkampf * Diemtigtal 2. März 3O./3 I. März 3O./3 I. März Regionalwettkampf Swiss Cup* Speed Cup Sargans Chur ( Apn'Daun ) Chur Uuni 2.Juni 9. Juni 8./9.Juni 30 Juni 5.Zürcher Unterländer Regionalwettkampf* und OPEN SM Schweizer Meisterschaft* Hirsen-Eidächsli-Wettkampf ( 7-14 Jahre ) Jugend-Europacup Jugend-Europacup Bülach ( Hirslen ) Bülach ( Hirslen ) Bülach ( Hirslen ) Dortmund ( D ) Ravenna ( I ) 2O./21.Juli Jugend-Europacup Pyrenäen ( E ) 24725. August 31.. " " .Aug./1.Sept.

Bündner Meisterschaft* Swiss Cup* Poschiavo Mendrisio 778. September 14715. September 28729. September 2O.22. September Masters Jugend-Europacup Jugend-Europacup Weltcup Arco ( I ) Kranj ( Slo ) Bern ( Sui ) Ekaterinenburg ( Rus ) 27. Oktober 26727. Oktober Ap'n Daun Eidechse ( 7-14 Jahre ) Jugend-Europacup Chur ( Apn'Daun ) Prag ( Tsc ) 1.3. November 971O. November 16. November 17. November 23724. November 23724. November 24. November Jugend-Junioren WM Regional wettkampf * Regionalwettkampf Jugend/Junioren Jugend- und Junioren-Swiss-Cup Weltcup Churer Open SM Speed Klettern Moskau ( Rus ) Herisau Fribourg Fribourg Kranj ( Slo ) Chur Chur 3071. Dezember 778. Dezember 13.15. Dezember Weltcup Swiss Cup Finale* Weltcup Graz ( A ) Bern ( Magnet ) Birmingham ( GB ) dern - offen; Mindestalter 14 Jahre. Der Preis beträgt für Unterricht, Mahlzeiten und Übernachtung Fr. 75.(er kann dank der ehrenamtlichen Arbeit von etwa dreissig Personen so niedrig gehalten werden ). Anmeldeschluss ist der 15.. " " .September 1996.

Anmeldeformulare und weitere Auskünfte sind erhältlich bei: Raymond Monnerat, Courtine 48, 2740 Moutier, Tel. P 032/93 30 41, B 032/ 93 66 55.

Gem. Mtlg.

Fauna und Flora

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Faune et flore

Die alpinen Gärten in der Schweiz sind weitherum berühmt und zu einer beliebten Touristen-Attrak-tion geworden. Wer kennt sie nicht, die Pflanzen-Refugien auf der Schynigen Platte, der Schatzalp, in den Rochers-de-Naye und in Pont de Nant, um nur die grössten zu nennen. Alljährlich, während der Saison, bewundern Tausende von Besuchern aus aller Welt mühelos auf überschauba-rem Raum die einheimische Alpenflora und Bergblumen aus fernen Gebirgen. Weniger bekannt ist dagegen der Jura-Garten auf dem Weissenstein. Die Anlage präsentiert auf vergleichsweise kleinem Raum an die 200 für den Solothurner Jura typische Pflanzen.

Ort, Begründung und Anlage des Jura-Alpengartens Der Garten befindet sich direkt südlich unter dem stilvoll renovierten Kurhaus-Hotel Weissenstein und ist frei zugänglich. Alle Pflanzen sind mit ihren deutschen, lateinischen und französischen Namen beschildert.

Begründet 1955 durch Dr. Max Brosi und Robert Quinche, wird der Garten heute ehrenamtlich, mit viel Idealismus und Einsatz, durch Mitglie- der der Vereinigung « Pro Weissenstein » betreut.

Der obere Teil des Areals ist mehrstufig terrassiert, vorwiegend kultiviert und unter Verwendung von Felsbrocken sowie Jurakalkschotter gestaltet. Hier wachsen und blühen vor allem Wärme, Sonne und Trockenheit liebende Blumen und Sträucher. Anschliessend gelangt man in eine naturbelassene Waldpartie und auf einem Rundweg zurück in den Garten. Ausserhalb der Anlage dehnt sich Wies- und Weideland aus. So kann auf kleinem Raum die Vielfalt der juratypischen Fels-, Wald- und Wiesenflora durchwandert werden.

Für einen eiligen Rundgang benötigt man kaum 15 Minuten. Man kann Hufeisenklee ( Hippocrepis comosa ). Kalkliebend, blüht von Mai bis Juni auf Fels und Trockenrasen.

Ansichten vom Jura-Garten Weissenstein aber durchaus auch 1 Stunde oder länger im Garten verweilen. Mit etwas Wetterglück geniesst man als Zugabe eine überwältigende Aussicht, vom Säntis bis zum Montblanc.

Blick auf ein paar Pflanzenarten und ihre Herkunft Im Jura-Garten Weissenstein treffen wir auf viele alte Bekannte aus den Alpen wie: Frühjahrs-Enzian, Aurikel, Silberwurz, Seidelbast, herz-blättrige Kugelblume, Türkenbundlilie, Gelber Enzian, Berg-Flocken-blume, Alpenmilchlattich, Grauer Alpendost und mehrere Glockenblu-menarten. Es sind teilweise mittel-und südeuropäische Alpenpflanzen Scheiden-Kronwicke ( Coronilla vaginalis ). Liebt ebenfalls steinige, kalkhaltige und warme Böden und blüht von Mai bis Juli. Die recht seltene Blume blühte Ende Juni 1995 direkt neben Hufeisenklee, dem sie sehr ähnlich sieht, und war nicht beschildert.

Blassgelber Schöterich ( Erysimum humile ). Die seltene, 10 bis 40 cm hohe Pflanze wurde im Juni 1995, auf Kalkschotter blühend, im Juragarten angetroffen.

chmalblättrige Sporn->lume ( Centranthus angu-tifolius ). Blüht an sonnigen itandorten auf Kalkgeröll rom Juni bis August.

Wilde Mondviole ( Lunaria rediviva ). Bis über 1 m hohe Staude, blüht Mai/Juni im Wald.

Wiesen-Bocksbart ( Tragopogon pratensis ). Blüht von Mai bis Juli auf Wiesen und Weiden.

und einige aus den West- und den Nordalpen eingewanderte. Was dagegen fehlt, sind die ausgesprochenen Silikatpflanzen der Zentralmassive, da der Jura vorwiegend aus Kalk und Mergel besteht.

Dafür entdecken wir viele botanisch interessante Gewächse, die in den Alpen nicht oder nicht mehr vorkommen, sich jedoch während der Eiszeiten im teilweise eisfreien Jura behaupten konnten, so z.B. der Jura-Bärenklau, die Zwerg-Birke, das Stein-Leinkraut, der Jura-Streifenfarn und die weiss-hellviolett blühende Wilde Mondviole. Die Früchte der letzteren sind länglich ausgebildet, im Gegensatz zu den bekannten runden « SìI— bedingen » der purpur-violett blühenden Garten-Mondviole.

Als weitere botanische Raritäten sind, unter anderen, erwähnenswert: die Stinkende Nieswurz, der aus den Westalpen eingewanderte Berg-Wundklee und milchweisse Mannsschild, der nur im Jura vorkommende weiss bis hell-lila blühende Fieder-blättrige Zahnwurz, das Kugelschöt-chen, die Alpen-Johannisbeere, der Blassgelbe Schöterich, die Scheiden-Kronwicke und das Alpen-Geissblatt.

Recht häufig trifft man im Wald, auch ausserhalb des Gartens, auf das kalkliebende, von Mai bis Juli rotviolett blühende Immenblatt ( Wald-Melisse ).

Auch im heissesten Sommer blühen die prächtige Schmalblättrige Spornblume, umgaukelt von Schmetterlingen, der wärmeliebende Blut-rote Storchschnabel und die zarte Astlose Graslilie.

Üppige Bestände der Grenobler Nelke und der aus den Nordalpen eingewanderten Pracht-Nelke erfreuen vom Frühling bis in den Frühherbst hinein.

Auch die Alpen-Hagrose ist im Jura-Garten vertreten; doch ihr wird die « Show gestohlen » von der selteneren Bereiften Rose, die in mehreren Prachtsexemplaren anzutreffen ist. Die karminroten Blüten des bis zu 3 m hohen Strauches kontrastieren besonders hübsch zu den bläulich bereiften Blättern.

So bietet der Jura-Garten Weissenstein in einem gut zugänglichen und landschaftlich überaus reizvollen Gebiet eine sehr vielseitige und breite Palette interessanter Pflanzen.

William Lergier, Stechelberg ( BO ) Touristische Angaben Öffentliche Verkehrsmittel Mit der Solothurn-Münster-Bahn von Solothurn oder von Moutier aus nach Oberdorf ( SO ). Anschliessend mit der Sesselbahn in 16 Minuten von Oberdorf über Nesselboden auf den Weissenstein ( 1280 m ).

Privatauto Auf steiler, kurvenreicher Strasse, ebenfalls von Oberdorf aus, auf den Weissenstein. Parkplatz etwas unterhalb vom Kurhaus.

Informationen Talstation Bergbahn Weissenstein, Tel. 065/22 11 8O. Automatischer Wetterbericht und Betriebszeiten, Tel. 040/67 1995 Kontaktadresse für Vereinigung Pro Weissenstein: Verkehrsverein Solothurn, Tel.065/22 1924 Literatur Landolt, Elias: Unsere Alpenflora, Verlag Schweizer Alpen-Club, Bern 1984 Lauber, Konrad; Wagner, Gerhard: Flora des Kantons Bern. Verlag Paul Haupt, Bern und Stuttgart 1993 Broschüre Juragarten Weissenstein. Erhältlich an der Hotel-Rezep-tion

Upine Geschichte, Kultur, Erzählungen

Storia, cultura, letteratura alpina

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der bekannten Schweizer Fotografen dieses Jahrhunderts durchaus sehen lassen. Zudem wird uns hier eine einzigartige Bestandesaufnahme aus der Zeit vor dem grossen Aufschwung der sechziger und siebziger Jahre präsentiert. Reportageartig werden u.a. vorgestellt: Köhlerei im Entlebuch, Wässern in Ferden, Wildheuen im Bisistal, Dreschen in der Leventina, Back-tag in Vrin, Flachsverarbeitung in Sedrun, Metzgete in Trüb.

Brunners Blick auf die ländliche Welt Brunner gehörte zur Generation von Schweizer Fotografen, die stark von den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Spannungen der dreissiger und vierziger Jahre und dem damit verbundenen Rückzug aus Weltoffenheit und grossstädtischer Aufbruchstimmung geprägt war. Der Blick der Fotografen richtete sich immer mehr nach innen, auf heimatliche Traditionen und Eigenarten. Bäuerliche und alpine Kultur wurden nicht selten als Quelle und Hort schweizerischer Freiheit verklärt.

Über den politisch-ideologischen Bedarf der Stunde hinaus zeugen die Aufnahmen Brunners aber noch von einem tiefen volkskundlichen Forscherdrang. Wie sichern die Menschen ihre Existenz in einer kargen Landschaft? Wovon leben sie? Warum verrichten sie eine Arbeit so und nicht anders? Mit welchen Bräuchen geben sie ihrem Dasein einen tieferen Sinn?

Menschen an der Arbeit Ein Schwerpunkt von Brunners Schaffen lag bei der Dokumentation von Arbeitsabläufen. Hier konnte der Fotograf seine Bildsprache am besten entfalten. Er liess sich oft von einem filmisch-erzählerischen Konzept leiten und schuf zusammenhängende, in sich geschlossene Bildfolgen. Aus heutiger Sicht führen seine Bilder überdies eindringlich vor Augen, wie radikal sich das Gesicht der Schweiz im Laufe einer einzigen Generation verändert hat.

Gem. Mtlg. SAM

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