Wie gefährlich ist Bergsport?

«Die Anreise zum Berg ist das Gefährlichste an der Tour» – ist die häufig gehörte Aussage richtig oder nur Selbstschutz der Bergsteiger? In diesem Heft finden Sie auf Seite 50 die Bergnotfallstatistik für das Kalenderjahr 2013 – es handelt sich übrigens um die 30. Ausgabe mit vergleichbaren Daten, die die Bergrettungsorganisationen dem SAC zur Verfügung stellen. Sie zeigt die Entwicklung der Unfälle in den Bergen in den letzten 30 Jahren auf. Daraus eine Aussage bezüglich der Gefährlichkeit des Bergsports zu machen, ist jedoch schwierig, da nicht genau bekannt ist, wieviele Personen Bergsport betreiben.

Die Schwierigkeit ist, abzuschätzen, wie viele Personen sich in den Bergen bewegen. Bei mehr oder weniger gleichbleibenden Unfallzahlen, einer durch den Berg­sportboom jedoch massiv zunehmenden Zahl an Berg­steigern sinkt das individuelle statistische Risiko.

Ueli Mosimann, der Autor der Bergnotfallstatistik, hat sich im Artikel auf Seite 48, wenn auch nur als Schätzung, äusserst interessante Gedanken zu dieser Entwicklung gemacht.

Allen Statistiken zum Trotz darf jedoch nicht vergessen werden, dass das wirkliche individuelle Risiko sich nach wie vor aus den aktuellen Gefahren am Berg und dem individuellen Können des Bergsteigers zusammensetzt. Eine fundierte Ausbildung, wie sie der SAC anbietet, ist nach wie vor ein wichtiger Grundstein für ein sicheres Vorankommen am Berg. Denn niemand und nichts kann dem Bergsteiger mehr Sicherheit geben als er selbst.

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