Wolkenzug über den Bergen.

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Füllend fern des Waldes Schlüfte, Berge bauend in die Lüfte, Leise rings emporgebrüstet Wallt ihr, Wolken, glanzgerüstet, Euch im Himmel auszudehnen, Herzen gleich, die still sich sehnen. Eure Bahnen auszumessen, Kann ich selbst den Lenz vergessen.

Sehnsucht nach dem Gebirge.

Über finstre Tannensäume Steigt die Alpe mild empor, Schöpft noch Rosenblut und Träume An des Tags verschlossnem Tor.

Gäb'es Bahnen, dass ich zöge, Wo den Sprung die Quelle wagt, Schwingen, dass hinan ich flöge, Wo die Firne einsam ragt, Hier aus diesen Dunkelheiten, Aus der Sorge flöh ich weg, Selig dort zum Licht zu schreiten Auf dem Zackenfelsensteg.

Karl Rudolf Tanner.

Aarau, 1826.

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