Zimmerberg-Jugend baut Boulderwand

Von der Idee zur Realisierung Mit dem erfolgreichen Bau einer Boulderwand bewiesen die Jugendlichen des SAC Zimmerberg, dass junge Leute durchaus bereit sind, mit viel Engagement überdurchschnittliche Leistungen für ihr Hobby zu erbringen. Der in Zusammenhang mit der Überwinterung - und gleichzeitigen Aufstellung - der SAC-Kletterwand geweckte Wunsch nach einer eigenen Indoor-Klettergelegen-heit hat erstaunliche Energien freigesetzt: Innert kurzer Zeit wurde eine Boulderwand fertiggestellt.

Gesucht: Geeignete Klettertrainingsmöglichkeiten Wir waren schon lange davon überzeugt, dass es neben einem attraktiven Jahresprogramm auch unter der Woche eine Trainingsmöglichkeit für die Jugendlichen geben sollte. Diese Trainings sollten ausser der sportlichen Seite die Möglichkeit bieten, Freundschaften zu schliessen und zu pflegen. Wir überlegten lange, wie wir solche Trainings innerhalb unserer SAC-Jugend gestalten könnten. Seit über 15 Jahren gibt es in unserer Sektion ein Dienstag-Trai-ning, bestehend aus Gymnastik, Spiel oder einem Lauftraining. Um dieses Training verstärkt auf das Klettern auszurichten, fehlten uns jedoch die Möglichkeiten.

Erfolg mit der SAC-Kletterwand Ganz unerwartet ergab sich dann letzten Herbst die Möglichkeit, die « alte » Kletterwand des SAC zu überwintern. Mir war gleich klar, dass sich damit unser Klettertraining verwirklichen lassen könnte. Aber wo sollte die Wand aufgestellt werden? Handeln war angesagt - schlimmstenfalls hätte ich die Kletterwand in meiner eigenen Garage überwintert! Also sagten wir zu und begannen sogleich mit der Suche nach einem geeigneten Raum zur Überwinterung der Wand.

Mit viel Ausdauer und einem beträchtlichen Zeitaufwand wurden wir schliesslich in nächster Nähe fündig: Die MSA Immobilien AG ( Mechanische Spinnerei Adliswil ) stellte uns einen idealen Raum mit 300 m2 Grundfläche und 11 Meter Höhe gegen einen bescheidenen Unkostenbeitrag zur Verfügung! Das Interesse der Jugendlichen war riesig. Regelmässig besuchten 10 bis 20 Teilnehmer die zweimal wöchentlich durchgeführten Trainings. Zusätzlich wurde ein Kletterkurs für Jugendliche ausgeschrieben. Wir wurden buchstäblich überrannt: Der Kurs wurde nicht doppelt, sondern gleich dreifach geführt, und trotzdem mussten wir einigen Interessenten absagen.

Die Kletterwand wurde zum festen Bestandteil unseres Programms-doch ihr Abbautermin rückte ebenfalls immer näher. Sollten die tollen Klettertrainings schon bald der Vergangenheit angehören? Das durfte nicht sein! Fieberhaft suchten wir nach einer Lösung: Ideen waren bald viele vorhanden - doch ihre Verwirklichung scheiterte am mangelnden Geld.

Eine Boulderwand muss her!

Einzig der Vorschlag unseres Clubmitglieds Andrea Lerch erschien mir realisierbar: statt einer hohen Kletterwand eine kostengünstigere Boulderwand im Eigenbau zu erstellen. Eine Boulderwand ist in der Betreuung Kursnummer CC 97908 CC 97910 CC 97928 und Aufsicht unproblematisch und bietet dennoch vielfältige Trainingsmöglichkeiten. So entschlossen wir uns schliesslich, eine solche Anlage zu bauen.

Bau unter Zeitdruck Der Termin für den Tag der offenen Tür auf dem MSA-Gelände spornte uns an. Wir wollten im Jubiläumsjahr unserer Sektion ( 75 Jahre ) einen attraktiven Kletterraum und eine noch attraktivere SAC-Jugend vorstellen. Dank der Finanzierung von privater Seite konnte sofort mit dem Bau begonnen werden. Doch noch musste einiges ausgemessen, geplant, berechnet und bestellt werden. Die Zeit drängte: Wir hatten schliesslich knapp eine Woche Zeit, um aus dem riesigen Materialhaufen ( 240 m Balken, 120 m2 Bretter, Hunderte von Schrauben, Nägeln und Muttern und ca. 1000 Klettergriffe ) eine Boulderwand herzustellen. Das hört sich leicht an - aber in dieser Trainingswand stecken viele Schweisstropfen und viel handwerkliches Geschick der Jugendlichen. So mussten die langen Balken für das Gerüst richtig zugesägt und zusammengeschraubt und dann mit vereinten Kräften am richtigen Ort aufgestellt und befestigt werden. Über 5000 Löcher mussten präzis gebohrt und in diese ebenso viele Muttern geschlagen werden. Auch das Vermessen und Zuschneiden der grossen Holzplatten forderte das Vorstellungsvermögen. Und am Schluss konnten alle « ihre » Route einrichten. Es wurde studiert, probiert und diskutiert. Ich hätte mir vorher nie vorstellen können, wieviel Energie alle mitarbeitenden und mitdenkenden Jugendlichen freisetzen würden. Am Wochenende und bis spät in die Nacht hinein wurde jeweils gesägt, gebohrt, geschraubt und genagelt. Für mich als JO-Chef und Mitinitiant war es toll zu erleben, dass fast Unmögliches möglich wurde.

Der Aufwand hat sich gelohnt In nur gut einer Woche war die Wand kletterbereit, pünktlich auf den Tag der offenen Tür. Unser Ziel war erreicht, und der Aufwand lohnte sich: Gross und klein bekletterten die Wand, andere bestaunten sie aus sicherer Entfernung. Eine von Musik begleitete Diashow stellte unsere SAC-Jugend den vielen Besuchern vor.

Die Boulderwand ist fertig: Senkrechte und überhängende Passagen sowie eigentliche Dachrouten fordern zum Klettern auf.

Der Lohn für die Arbeit, die die Jugendlichen geleistet haben, ist eine attraktive, nahegelegene Trainingsanlage, die sie gegen einen bescheidenen Beitrag benützen können. Dass wir im nachhinein durch eine Stiftung für die Jugend der Stadt Adliswil unterstützt werden und den Raum gegen eine angemessene Miete weiterhin benutzen können, bestätigt mich in unserm Handeln. Der Bau der Boulderwand hat gezeigt, dass es für die Verwirklichung von Ideen Mut und Zuversicht braucht. Sicherlich werden die Jugendlichen im Fall einer weiteren Unterstützung finanzieller oder materieller Art mit viel Eigeninitiative und Phantasie den Raum in kurzer Zeit zu einem phantastischen Boulderkeller ausbauen - ein Einsatz, der weit über eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung hinausgeht.

Benützungsbedingungen Die Boulderwand ( Webereistr.8, 8134 Adliswil ) kann von jedermann gegen einen kleinen Unkostenbeitrag benüzt werden. Auskunft: Alfred Langenegger, Rütistr.26, 8134 Adliswil, Tel.01/710 19 44 Alfred Langenegger, Adliswil e a. < Jedermann kann sich den ihm zusagenden Schwierigkeiten zuwenden und sich daran versuchen.

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« Kampf im Gebirge » Weshalb ist das Gebirge heute noch von strategischer Bedeutung, obwohl sich die Bedrohungslage in Europa gewandelt hat? Heute steht der Schutz der Alpentransversalen und anderer Infrastrukturanlagen von landesweiter Bedeutung im Vordergrund. Die Ausstellung zeigt, mit welchem Vorgehen dieser Auftrag unter den speziellen topographischen und klimatischen Verhältnissen erfüllt werden kann.

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Versorgung Mit welchen Mitteln bewegt sich die Truppe im Gebirge, wie verpflegt sie sich, wie findet sie Unterkunft? Die Antworten auf solche Fragen sind besonders interessant, da das Überwinden von schwer zugänglichem Gelände eine grosse Herausforderung darstellt.

Abwechslungsreiche, interaktive Präsentation Wer sich selbst als Gebirgssoldat versuchen möchte, findet an verschiedenen Ausstellungs-Stationen praktische Übungen zu den Themen Routenplanung, Marschzeitberechnung, Knotenlehre oder Beurteilung der Lawinengefahr usw. Wer seine alpinistischen Kenntnisse und Fähigkeiten

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