Zmuttgrat-Biwak: Zustieg und Tourenmöglichkeiten

Bis vor etwa 30 Jahren wurde der Zmuttgrat oft von der Schönbielhütte aus angegangen. Manchmal biwakierte man auch an dem Platz, wo das Lonza-Biwak jetzt errichtet wurde. Später, als sich der Tief mattengletscher immer mehr zurückzog, kam man hauptsächlich von der Hörnlihütte. Bei dieser Route muss aber nach etwa einer Viertelstunde ein steiles Firn- und Eisfeld überwunden werden, das dem Steinschlag von der Normalroute ausgesetzt ist, was schon zu tödlichen Unfälle geführt hat. Dieses Eisfeld muss deshalb frühmorgens gequert werden; später ist seine Begehung lebensgefährlich. Diese Situation hat sich durch die Ausaperung in den letzten Jahren massiv verschlimmert.

Erhöhung der Sicherheit durch das Lonza-Biwak Als die Lonza - die 1997 ihr hundertjähriges Jubiläum feiern darf -den Wunsch der Bergführer und Alpinisten vernahm, entschloss sie sich zum Bau eines Notbiwaks. Und zwar an der Stelle am Zmuttgrat, an der früher die alten Bergführer biwakierten und von der aus die Erstbegeher ( A.. " " .F. Mummery, Alexander Burgener, Johann Petrus, Augustin Gentinetta am 3. September 1879 ) den Zmuttgrat erstmals durchstiegen. Diese Route ist zwar länger und etwas schwieriger, aber bedeutend sicherer als die aktuelle von der Hörnlihütte aus. Gleichzeitig ist hier ein Rückzug leichter möglich und im unteren Teil nicht so problematisch.

Weil damit das neue Biwak die Sicherheit bei der Besteigung des Matterhorns über den Zmuttgrat wesentlich erhöht - ohne den Run auf das Matterhorn zu vergrössern, da ja die Begehung des Zmuttgrats nicht leichter, sondern länger und eher anspruchsvoller wird -, hat die Lonza den Bau finanziert und als Jubiläumsgeschenk an die Region Oberwallis dem Bergführerverein Zermatt als Trägerschaft übergeben.

Gem. Mtlg.

Zmuttgrat-Biwak: Zustieg und Tourenmöglichkeiten

Allgemeine Angaben Das Biwak ist das ganze Jahr offen ( im Sommer bewartet ) und befindet sich auf 2975 m Höhe bei den Koordinaten 615.400/92.650 im Sattelti ( auf der neuen LK 1:25000 Blatt 137, Matterhorn, eingetragen ). 24 Schlaf- und Sitzplätze, Gas- und Holzofen vorhanden; Auskünfte beim Bergführerbüro Zermatt, Tel. 027/9662460.

Zugang im Sommer a ) Von Zermatt ( 1614 m ) gelangt man über Zum See ( 1766 m ), Stafel ( 2139 m ) und P.2183 zum Ausgleichs- becken der Grande Dixence. Man lässt es im N liegen und gelangt an den Südrand des Zmuttgletschers ( 3 Std. ).

b ) Nimmt man die Seilbahn nach Schwarzsee ( 2583 m ) steigt man über die Obere Stafelalp zu P.2183 und gelangt ebenfalls an den Beginn des Zmuttgletschers ( 1 Std. ). Am Fuss der rechten, südlichen Seitenmoräne des Zmuttgletschers folgt man den Wegspuren auf der Moräne ( Steinmänner ), bis man sich auf 2600 m unmittelbar unterhalb des grossen Kessels befindet, der sich im N des Sattelti gegen W hinunterzieht. Zuunterst befindet sich ein Schnee- oder Geröllcouloir ( 1 V2 Std. ). Man steigt über den Gletscher zum Geröllcouloir hoch und benützt dann die plattigen, aber leichten Felsen rechts davon ( rote Markierung, soll im Sommer 97 mit einem Kabel versehen werden ), um weiter oben auf etwa 2700 m ein grosses Geröllfeld zu erreichen. Man steigt über das Geröllfeld hoch. Weiter oben wendet man sich nach rechts und steigt über ein Schnee- und manchmal Eisfeld hoch, um genau im N des Sattelti den Punkt zu erreichen, wo das Sattelti den tiefsten Punkt und die Felsbarriere die schmälste Stelle aufweist. Über diese etwa 20 m hohe Felsbarriere führt zuerst eine Metalleiter und dann ein Kabel auf das Plateau des Sattelti. Das Biwak befindet sich etwas weiter im S ( VAStd ., von Schwarzsee total 4 Std., von Zermatt 6 Std. ).

entrale Kurse nd Tourenwochen

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Blick auf das Matterhorn: die Westwand mit eingezeichnetem Standort des neuen Lonza-Biwaks ( 2975 m )

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