Zur Konferenz der Sektionspräsidentinnen und -präsidenten

Der Eingang zum Haus des Sports, dem Sitz des Schweizerischen Olympischen Verbands ( SOV ), in dem die PK jeweils durchgeführt wird.

Editoriale

Editorial

Zur Konferenz der Sektionspräsidentinnen und -Präsidenten ( PK )

24. Oktober 1998 im Haus des Sports in Bern Zu den statutarischen Hauptaufgaben dieser jeweils im Herbst stattfindenden Konferenz gehören die Präsentation und Genehmigung sowohl der Planung für die im folgenden Jahr ( 1999 ) vorgesehenen Aktivitäten des Gesamtverbands als auch des Budgets. An der diesjährigen Konferenz gab es einen weiteren markanten Schwerpunkt: die Beratungen zum neuen Hüttenreglement.

Die PK im Überblick Seitens des Zentralvorstandes ( ZV, ehemals CC ) wurden die für 1999 vorgesehenen Zielsetzungen präsentiert, wobei vor allem das neue Ausbildungskonzept mit einem speziellen Ausbildungsbeauftragten im Mittelpunkt stand. Das umfassende Jahresprogramm 1999 sowie das sich auf die von der Abgeordnetenversammlung ( AV ) genehmigte Mehrjahres-Finanzplanung ( 1999-2001 ) abstützende Budget 99 waren unbestritten und wurden diskussionslos angenommen. Sehr viel Diskussionsstoff bot hingegen der Entwurf des neuen Hüttenreglements. Dies erstaunt nicht, da in diesem Bereich zahlreiche finanzielle, organisatorische und andere Fragen ( wie z.B. Aufteilung der Erträge, Subventionspraxis, Bauvor-schriften, Bewartungsrichtlinien ) anstehen, die das Verhältnis zwischen Zentralverband und hüttenbesitzenden Sektionen bestimmen.

Die SAC-Nationalmannschaft im Sportklettern konnte im vergangenen Jahr an den internationalen Wettkämpfen grosse Erfolge verzeichnen. Anlässlich der PK wurden die wichtigsten Leistungsträgerinnen und -träger unserer « Equipe Suisse » vorgestellt und gewürdigt. Im weiteren wurde über die SAC-Projekte für die Expo 2001, über neue Dienstleistungen für SAC-Mitglieder und über den auf Jahresende 1998 erfolgenden Wechsel des SAC-Geschäftsfüh-rers orientiert.

GPK-Bericht Die Geschäftsprüfungskommission hat schwerpunktmässig die Themen-und Sachgebiete Rettungswesen, Alpinismus, Leistungssport, Logistik, Budget 1999 und Mitgliederverwaltung überprüft. Generell äusserte sie sich sehr positiv zur geleisteten Arbeit. Sie unterstützt die bereits weit vorangetriebene Reorganisation im Bereich Alpinismus, wo mit der Teil-zeitanstellung eines Ausbildungsbeauftragten und der Einsetzung einer speziellen Ausbildungskommission neue Wege zu einer besseren Koordination des gesamten SAC-Ausbil-dungswesens beschritten werden. Sie setzt sich für eine weitere Professionalisierung des Jahresprogramms ein und erwartet, dass die Umsetzung des Sportkletterkonzepts zügig weitergeführt wird.

Die Geschäftsstelle hat einen sehr breiten Tätigkeitsbereich zu bewältigen und ist zahlreichen Einflüssen ausgesetzt. Es ist deshalb wichtig, dass sie gut organisiert ist, die interne Kommunikation spielt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert sind - was auch der Fall ist. Beim Budget 99 begrüsst die GPK die neue Darstellungsart und stellt fest, dass das Budget den Bedürfnissen entspricht.

Jahresprogramm 1999 Schwerpunkte Von den ZV-Ressortverantwortli-chen wurde für 1999 ein reichhaltiges Jahresprogramm mit den nachstehend aufgeführten Schwerpunkten präsentiert:

- Konsequente Umsetzung der Mitglieder-Werbekonzepte - Einführung und kontinuierliche Umsetzung des neuen Alpin-Ausbil-dungskonzepts1 -Angebot neuer Versicherungsleistungen für Mitglieder ( Sonderkonditionen für SAC-Mitglieder bei der Züritel-Versicherung2 ) -Weitere Förderung des Familienbergsteigens ( FaBe ) -Aufbau regionaler Leistungszen-tren im Wettkampfklettern -Stufenweise Einführung des Qualitätsmanagements in SAC-Hütten - Intensivierung der Werbung für SAC-Hütten - Umsetzung des Projekts « Modellregion Göschenen » - Ausstellung alpiner Kunst ( Glet-scherblick'99 Herausgabe neuer Alpin-Wan-derführer - Vorbereitung der Expo 2001 Hütten bau projekte Im Rahmen der Genehmigung der Jahresplanung wurden auch die Hüttenbauprojekte Bertol, Wildhorn, Etzli, Kesch und Violettes vorgestellt. Bei den ersten drei Vorhaben wurde die übliche 40%-Subvention durch den Zentralverband beantragt. Entsprechend wurden sie weitgehend diskussionslos angenommen. Sonderfälle bildeten die Hütten Kesch und Violettes.

Für die in der Vergangenheit mehrmals umgebaute Keschhütte hat sich als einzige zukunftsorientierte Variante ein Neubau etwa 30 m unterhalb des bisherigen Standorts angeboten. Die Kosten belaufen sich auf knapp 2,5 Mio. Franken. Durch eine Erbschaft werden davon 1,5 Mio. abgedeckt, Der Zentralverband leistet eine Subvention von pauschal Fr. 36000O.. Dem stimmte die PK zu.

Bei der Cabane des Violettes ging es um die nachträgliche SubventioAls neuer SAC-Ausbildungsverantwortlicher ist Emanuel Wassermann ( Bergführer ) gewählt worden. Er hat das neue Ausbildungskonzept erarbeitet.

2 Diese neue SAC-Dienstleistung im Versicherungsbereich wird in einem späteren Heft vorgestellt und erläutert werden.

Editorial nierung eines nicht vom Zentralver-„ band genehmigten Umbaus aus dem S Jahr 1994. Der Besitzersektion waren ^ jedoch seitens einer früheren Clublei-= tung gewisse Finanzierungszusagen 5 gemacht worden. Im Sinne eines Aus-„ nahmefalls, dem keinerlei präjudizie-ö rende Wirkung zukommt, wurde ei-^m ner nachträglichen Subvention von 18 Fr. 16000O.zugestimmt. Insgesamt ergab dies ein Subventionsvolumen von 1,381 Mio Fr., wovon aber nur ca. 60 % zu Lasten der Rechnung 1999 gehen ( Rest zu Lasten Hüttenfonds und Rechnung 2001 ).

Diskussion Hüttenreglement 2000 Vorgeschichte Nach der Annahme des Grundsatzpapiers zur SAC-Hüttenpolitik an der AV 1998 wurde-darauf basierend - ein erster Entwurf des neuen Hüttenreglements ( NHR ) verfasst, der in die Vernehmlassung geschickt wurde. Auf Grund der Diskussion und der Stellungnahmen der PK wird auf den Jahreswechsel 1998/99 das NHR überarbeitet und in die zweite Vernehmlassung geschickt. Dies mit dem Ziel, das NHR an der AV zur Genehmigung vorlegen zu können.

Zahlreiche Wünsche und Abänderungsanträge Die Vernehmlassung zum Hüttenreglement 2000 war z.Z. der PK noch nicht abgeschlossen. Jedoch waren bereits zahlreiche Anträge eingegangen, so dass eine ausgearbeitete Fassung vorlag, die dann auch Anlass sowohl zu ganz grundsätzlichen als auch zu mehr nur Teilbereiche betreffenden Vorstossen bot.

Insgesamt liess sich feststellen, dass die Anforderungen an das NHR sehr unterschiedlich und dementsprechend auch schwierig unter einen Hut zu bringen sind. Das ist an sich verständlich, da fast bei jeder SAC-Hütte andere Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind und die Besitzersektionen ihrerseits auf ihre besonderen Gegebenheiten Rücksicht nehmen müssen. Entsprechend kam immer wieder eine gewisse Skepsis gegenüber dem Regelungsbedürfnis und dem Finanzbedarf des Zentralverbands zum Ausdruck. Diese Optik liess dann allerdings den Umstand etwas vergessen, dass die Sektionen vom Zentralverband weiterhin eine Subventionierung ihrer Hüttenbauvorhaben erwarten. Ohne entsprechende finanzielle Abgaben an den Zentralverband lässt sich dies aber nicht erreichen.

Expo 2001 Hier soll der SAC mit zwei Projekten vertreten sein. Einerseits in Form von « Events » auf dem Ausstellungs-gelände selbst, wobei Kletterwettkämpfe und Animation im Mittelpunkt stehen. Anderseits ausserhalb des Expo-Geländes mit Hilfe von Veranstaltungen, die einen Einblick in die Region geben und hier eine kulturell verbindende Wirkung zeigen sollen.

Wechsel des Geschäftsführers Fredi von Gunten, seit sechs Jahren SAC-Geschäftsführer, hat viele Impulse in den SAC eingebracht und Simon Wandeler bedankt sich als Sprecher der Athleten herzlich für die Unterstützung und die damit der Jugend und dem Sport durch den SAC zukommende Förderung.

Die vom ZV-Mitglied Franz Stämpfli ( links ) anlässlich der PK 1998 geehrten erfolgreichen Mitglieder der SAC- ihn in seiner heutigen Form wesentlich mitgeprägt. Seine offizielle Verabschiedung wird am Zentralfest im Juni 1999 erfolgen. Ab 1. Januar 1999 wird sein bisheriger Stellvertreter, Peter Mäder, die Funktion des SAC-Geschäftsführers übernehmen.3 Ehrung der erfolgreichen Wettkämpferinnen und Wettkämpfer Die Mitglieder der SAC-National-mannschaft haben im laufenden Jahr hervorragende Leistungen gezeigt und damit auch ehrgeizige sportliche Ziele erreicht. Die PK 1998 bot einen würdigen Rahmen, um die erfolgreichen Kletterinnen und Kletterer für ihren Einsatz zu Gunsten des Sports und des SAC zu ehren. Dem Verantwortlichen des Ressorts Wettkampfklettern im ZV, Franz Stämpfli, bot sich damit die Gelegenheit, Iva Hartmann, Sektion Rätia, für ihre Bronzemedaille an der Jugend-und-Junio-ren- Weltmeisterschaft in Moskau 1998 ( Kategorie Jugend ), David Gisler, Sektion Randen, ebenfalls für seine Bronzemedaille ( Kategorie Junioren ) und Roman Felix, Sektion Hinterrhein, für seinen Jugendweltmeistertitel ( Kategorie Jugend B ) zu gratulieren. Weitere Gratulationen konnten entgegennehmen: Simon Wandeler, Sektion Pilatus, und Anna Tina Schultz, Sektion Bern, als Schweizermeister bzw.meisterin 1998 und beide in den « Top Ten » der Gesamt-Weltcup-Wertung 1998.

Als Athletensprecher bedankte sich Simon Wandeler herzlich für die Unterstützung und die damit der Jugend und dem Sport durch den SAC zukommende Förderung.

Nationalmannschaft ( von links ): Simon Wandeler ( Sekt. Pilatus ), Iva Hartmann ( Sekt. Rätia ), Anna Tina Schultz ( Sekt. Bern ), Roman Felix ( Sekt. Hinterrhein ), David Gisler ( Sekt. Randen )

Leserbriefe

posta dei lettori

nannten « Touristen », die auf einer Terrasse eines Bergrestaurants ihr Essen herunterschlingt mit der dazugehörigen Geräuschkulisse.

Macht euch keine Sorgen, ihr Hoteliers! Ich bin es ja nicht, der die Sitten ändert. Ihr könnt ja immer noch ein paar Gemsen und Murmeltiere ausstopfen lassen - solange es noch solche hat -, damit ihr sie in naher Zukunft euren Kunden zeigen könnt.

Gerald Widmer, Gryon VD ( ü )

lourrier des lecteurs

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