Haftungsausschluss

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Col des Améthystes 3563 m Routenarchiv

Der Amethyst

Der Amethyst ist ein meist violetter, zuweilen hellrosa bis purpurroter Quarz. Quarze sind eine Mineralfamilie mit der chemischen Zusam- mensetzung SiO2 (Siliciumdioxid). Die bekanntesten Varianten sind der farblose Bergkristall und der braune Rauchquarz - beide in Kristallklüften des Mont Blanc zu finden. Quarze sind nach den Feldspäten die am meisten verbreiteten gesteinsbildenden Mineralien in der Erdkruste. Die Quarze gehören zu den härteren Mineralien. Sie werden in der dafür massgebenden Mohs-Skala (1 bis 10) mit 7 bewertet (Diamant: 10). Verwendung findet Quarz in der Keramik-, Glas- und Zementindustrie und im Kunsthandwerk. Der Schwingquarz gibt uns allen den Takt an: in den heute überall gebräuchlichen Quarzuhren und auch in Computern. Dabei handelt es sich aber um synthetisch hergestellten Quarz.

Der Name Quarz stammt aus dem Latein: quarzum (Kies, Felsgestein), im Englischen und Französischen ist quartz gebräuchlich. Quarz ist in Graniten und Gneisen als ein Hauptbestandteil enthalten. Neben Bergkristall, Rauchquarz und Amethyst gibt es eine Vielzahl weiterer Quarzvarianten, etwa Rosaquarz, Citrin (gelb), Blauquarz, Chalcedon, Achat, Jaspis, Opal. Ametrin ist ein künstlich durch Erhitzung grün gefärbter Amethyst.

Der Amethyst verdankt seine violette Färbung dem Zusammenspiel von eingelagerten Eisenionen und deren Bestrahlung mit natürlichen Gammastrahlen. Der Amethyst bildet sich vor allem in hydrothermalen Adern und vulkanischen Gesteinen, aber auch in alpinen Zerrklüften. Amethyst findet man vor allem in Brasilien, Uruguay, Russland, Namibia, Madagaskar und Sri Lanka. Er bildet sehr oft sogenannte Drusen, bei denen das Mineral in Hohlräumen von Lavagesteinen kristallisiert. Die grössten Drusen - sie werden bis mannshoch - werden vor allem in Brasilien gefunden. Das bedeutendste Vorkommen von Amethysten in Europa liegt bei Maissau, etwa 60 Kilometer von Wien entfernt. In den Alpen wurden die schönsten Amethyste in Kristallklüften am Fieschergletscher und im Mont Blanc-Gebiet gefunden. Der Amethyst ist als Schmuckstein sehr beliebt, allerdings verliert er seine Einfärbung unter dem Einfluss von UV- Strahlen. Der Name stammt aus der griechischen Sprache: amethystos (dem Rausch entgegen wirkend). Man glaubte damals, dass der Träger eines Amethysten gegen die berauschende Wirkung des Weins geschützt sei, und dass Wein - sofern aus einem Becher aus Amethyst genossen - nicht betrunken mache. Nun, diese Annahme konnte bislang wissenschaftlich nicht erhärtet werden. Auch wird dem Amethysten apotropäische (Unheil - vor allem Diebstahl - abwendende) Wirkung zugeschrieben. (BRB/MEY)

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