Haftungsausschluss

Das Begehen von Routen in alpinem Gelände erfordert gute Kondition, seriöse Vorbereitung und technische Kenntnisse im Bergsport. Die Begehung der beschriebenen Routen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für sicheren Bergsport empfiehlt der SAC eine Ausbildung unter fachkundiger Leitung. Alle Inhalte im SAC-Tourenportal werden mit grösstmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Der Schweizer Alpen-Club SAC und die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche jegliche Art gegenüber dem SAC sowie gegenüber den Autoren sind ausgeschlossen.

  • Hochtouren

Aiguille d'Argentière 3898 m Hochtouren

Die Aiguille d'Argentière gehört zu den mächtigen Berggestalten dieser Region. Zusammen mit der Aiguille du Chardonnet bildet sie ein unverwechselbares Zweigestirn, das durch den tief eingeschnittenen Col du Chardonnet voneinander getrennt ist.

Die Aiguille d'Argentière ist ein überaus komplexer Berg. Nebst dem Hauptgipfel (3898 m) befinden sich auf dem von NNW nach SSE ausgerichteten, gewundenen Grenzkamm verschiedene andere kotierte Gipfel. Verschiedene Grate streben vom Hauptkamm weg und geben durch ihre teilweise imposanten Längen und Höhen dem Berg seine stattliche Grösse. Die Ausaperung der Flanken schreitet in einem bedenklichen Tempo voran. In der ENE-Flanke befindet sich ein auffälliges, sehr steiles Couloir, das Couloir Barbey genannt wird. Die S-Flanke ist mit der Ausnahme des charakteristischen Y-Couloirs felsig. Die Aiguille d'Argentière ist umringt von respektablen Gletschern, vor allem dem Glacier d'Argentière und seinen drei Zuflüssen (Chardonnet, Milieu, Améthystes) auf französischem Gebiet, und dem Glacier de Saleina auf der Schweizer Seite. Alle diese Grate, Flanken und Couloirs bieten dem Bergsteiger eine Fülle von abwechslungsreichen Besteigungen mit unterschiedlichen Schwierigkeiten. Es darf deshalb nicht erstaunen, dass sich die herausragenden Alpinisten ihrer Zeit mit diesem einmaligen Berg befasst haben.

Noch etwas: le nom! Der Name wird abgeleitet von indo-europäisch arg, lateinisch argenteus, gallisch arganto. Diese Ausdrücke bedeuten «silberfarbig, wie Silber blinkend» und nehmen Bezug auf die blank glänzenden Gletscherflanken des Bergs.

 

A. Adams Reilly, Edward Whymper mit Henry Charlet, Michel Croz und Michel Payot, 15. Juli 1864 (W-Flanke und NW-Grat).

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