Haftungsausschluss

Das Begehen von Routen in alpinem Gelände erfordert gute Kondition, seriöse Vorbereitung und technische Kenntnisse im Bergsport. Die Begehung der beschriebenen Routen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für sicheren Bergsport empfiehlt der SAC eine Ausbildung unter fachkundiger Leitung. Alle Inhalte im SAC-Tourenportal werden mit grösstmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Der Schweizer Alpen-Club SAC und die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche jegliche Art gegenüber dem SAC sowie gegenüber den Autoren sind ausgeschlossen.

  • Hochtouren

Aiguille d'Argentière 3901 m Hochtouren

Die Aiguille d'Argentière gehört zu den mächtigen Berggestalten dieser Region. Zusammen mit der Aiguille du Chardonnet bildet sie ein unverwechselbares Zweigestirn, das durch den tief eingeschnittenen Col du Chardonnet voneinander getrennt ist. Schade, dass beide keine Viertausender sind, aber alle Anstiegsrouten sind eines Viertausenders mehr als würdig.

Die Aiguille d'Argentière ist ein überaus komplexer Berg. Nebst dem Hauptgipfel (3901 m) befinden sich auf dem von NNW nach SSE ausgerichteten, gewundenen Grenzkamm ein W-Gipfel (3878 m), die Pointe Sud (3841 m) und die Flèche Rousse (3879 m). Zwischen dem Hauptgipfel und der Flèche Rousse befindet sich ein Firnsattel (ca. 3827 m), dem wir in einigen Beschreibungen wieder begegnen werden. Verschiedene Grate streben vom Hauptkamm weg und geben durch ihre teilweise imposanten Längen und Höhen dem Berg seine stattliche Grösse. Der ESE-Grat (Arête de Flèche Rousse) strebt dem Col du Tour Noir zu, er sendet zudem bei der Flèche Rousse (3879 m) einen Sekundärgrat (Arête des Flèches) nach S zum Glacier des Améthystes. Der SW-Grat (Arête du Jardin) führt zur Pointe Sud (3841 m), er ist zunächst mit Firn bedeckt, dann geht er in Fels über und weist zahlreiche sehr interessante Nebengipfel oder Gendarmen auf. Diese werden "Satellites d'Argentière" genannt. Ein zweiter SW-Grat (Arête Charlet-Straton), parallel zur Arête du Jardin, geht vom W-Gipfel (3878 m) aus. Dieser ist felsig und weist zahlreiche Gendarmen auf. Dieser SW-Grat gehört ebenfalls zu den "Satellites d'Argentière". Die beiden SW-Grate umschliessen den schmalen Glacier du Milieu, über den heute die Normalroute zum Gipfel führt. Der NW-Grat zweigt ebenfalls vom W-Gipfel ab und führt hinunter zum Col du Chardonnet. Von P. 3680 aus sendet er zudem einen etwas gebogenen WSW-Sporn aus, der den oberen Teil des Glacier du Chardonnet teilt. Schliesslich gilt es noch den massiven NE-Vorbau zu nennen, der sich etwas NW des Hauptgipfels absenkt und in den Glacier de Saleina eintaucht. Dieser Grat teilt die N- von der ENE-Flanke, die ehemals starke Vereisung aufwiesen und dem Berg unzweifelhaft eine kühle, arktische Note verliehen. Die Ausaperung dieser Flanken schreitet aber in einem bedenklichen Tempo voran. In der ENE-Flanke befindet sich ein auffälliges, sehr steiles Couloir, das Couloir Barbey genannt wird. Die S-Flanke ist mit der Ausnahme des charakteristischen Y-Couloirs felsig. Die Aiguille d'Argentière ist umringt von respektablen Gletschern, vor allem dem Glacier d'Argentière und seinen drei Zuflüssen (Chardonnet, Milieu, Améthystes) auf französischem Gebiet, und dem Glacier de Saleina auf der Schweizer Seite. Alle diese Grate, Flanken und Couloirs bieten dem Bergsteiger eine Fülle von abwechslungsreichen Besteigungen mit unterschiedlichen Schwierigkeiten. Es darf deshalb nicht erstaunen, dass sich die herausragenden Alpinisten ihrer Zeit mit diesem einmaligen Berg befasst haben.

Noch etwas: le nom! Der Name "Argentière" findet sich beim Dorf im Vallée de Chamonix, beim Gletscher, beim Refuge, beim Col und bei der Aiguille und einer Aiguillette. Er wird abgeleitet von indo-europäisch "arg", lateinisch "argenteus", gallisch "arganto". Diese Ausdrücke bedeuten "silberfarbig, wie Silber blinkend" und nehmen Bezug auf die blank glänzenden Gletscherflanken des Bergs. In Frankreich gibt es auch verschiedene identische Ortsbezeichnungen, die auf eine ehemalige Silbermine zurückzuführen sind. Dies ist in der Schweiz weniger der Fall, "parce que la Suisse est riche en mines pauvres"…

 

A. Adams Reilly, Edward Whymper mit Henry Charlet, Michel Croz und Michel Payot, 15. Juli 1864 (W-Flanke und NW-Grat).

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