Haftungsausschluss

Das Begehen von Routen in alpinem Gelände erfordert gute Kondition, seriöse Vorbereitung und technische Kenntnisse im Bergsport. Die Begehung der beschriebenen Routen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für sicheren Bergsport empfiehlt der SAC eine Ausbildung unter fachkundiger Leitung. Alle Inhalte im SAC-Tourenportal werden mit grösstmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Der Schweizer Alpen-Club SAC und die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche jegliche Art gegenüber dem SAC sowie gegenüber den Autoren sind ausgeschlossen.

  • Hochtouren

Aiguille Purtscheller 3474 m Hochtouren

Die Aiguille Purtscheller befindet sich südlich der Aiguilles du Tour. Sie präsentiert sich als freistehende Nadel mit zwei nahe beieinander stehenden Gipfeln. Die Pyramidenform lässt diese Spitze mächtiger erscheinen als sie ist, denn sie überragt das Plateau du Trient lediglich um ca. 70 m, den Glacier du Tour um etwa 180 m. Die Aiguille Purtscheller bietet einige Leckerbissen, Plaisirklettereien und Klassiker. In der West-Wand sind einige schwierige Führen bekannt, die dem Kletterführer vorbehalten sind. In dieser Wand haben sich auch einige grössere Felsabbrüche ereignet. Im Süden der Aiguille Purtscheller finden sich zwei Spitzen. Eine ist mit 3393 m kotiert, die andere (ca. 3332 m) befindet sich NNW des Col Supérieur du Tour. Diese besitzt einen West-Ausläufer. Es handelt sich um Sekundärziele, weshalb wir auf Beschreibungen verzichten.

 

Den heutigen Namen zu Ehren des berühmten Erstbesteigers trägt die Nadel seit 1912, davor sind keine Benennungen bekannt. Der österreichische Alpinist Ludwig Purtscheller (1849–1900) wurde in Innsbruck geboren. Als Tiroler und Sohn der Ostalpen bedeuteten ihm die Felsbastionen seiner Heimat sehr viel. Er verbrachte jede freie Minute in seinen Bergen und entwickelte dabei eine beeindruckende, revolutionäre, athletische Klettertechnik. Auf seinen Touren in den Westalpen entdeckte er auch sein Talent für den Firn und das Eis. Bald wagte er sich – immer ohne Bergführer und oft im Alleingang – an die schwierigsten Bergtouren im ganzen Alpenbogen. Er freundete sich mit den Gebrüdern Emil und Otto Zsigmondy an. Zusammen mit diesen zwei erstklassigen Alpinisten gelangen ihm ausserordentliche Besteigungen, so die Kleine Zinne, der Ortler, Monte-Rosa-Ostwand und Bietschhorn-Südwand und 1885 die erste Gesamtüberschreitung der Meije. Dabei wurde Ludwig Purtscheller zum Protagonisten des führerlosen Bergsteigens, einer Spielart des Alpinismus, die damals noch weitgehend verpönt war. Er war über alle Massen aktiv und galt bald als der beste Kenner der Alpen. Gegen 1700 Gipfel sind von Purtscheller in seinem eher kurzen Leben bestiegen worden.

Im Jahr 1889 wurde er vom deutschen Forscher und Lexikon-Verleger Hans Meyer als alpinistischer Experte und Begleiter nach Deutsch-Ostafrika (Tanganjika, heute Tansania) mitgenommen. Meyer erforschte die Gegend rund um den Kilimanjaro und war zuvor zwei Mal an diesem Vulkan wegen technischer und politischer Probleme gescheitert. Purtscheller, Meyer und ihr einheimische Begleiter Yohani Kinyala Lauwo gelang am 6. Oktober 1889 gemeinsam die Erstbesteigung des höchsten Bergs Afrikas, des Kilimanjaro (5895 m). Diese Besteigung auf der heute üblichen Marangu-Route gelang erst im zweiten Versuch, nachdem die Partie beim ersten Mal wegen einer Unpässlichkeit (vermutlich Höhenkrankheit) Meyers abgebrochen wurde. Meyer taufte den höchsten Punkt Afrikas damaligen Gepflogenheiten gemäss Kaiser Wilhelm-Spitze, heute ist er unter Geografen und Alpinisten eher als Uhuru-Peak bekannt. In diesem Zusammenhang erstaunt die Tatsache, dass Meyer und Purtscheller bei ihrer Expedition schon zu jener Zeit einen Schwund der Gletscherkalotte auf dem Gipfel dieses Vulkans feststellen konnten. Heute ist diese praktisch völlig geschmolzen und nur noch auf alten Fotos zu sehen.

Purtscheller war danach weiterhin in den Alpen rastlos unterwegs und eröffnete zahllose neue Führen. Im Jahr 1891 bestieg er zudem den Elbrus im Kaukasus. Er heiratete relativ spät (1895), seiner Ehe war leider kein langes Glück beschieden. Fünf Jahre danach stürzte Purtscheller an der Aiguille du Dru und verstarb in Bern an den Folgen dieses Unfalls. Er wurde in Salzburg begraben und hinterliess seine Frau, eine Tochter und einen Sohn.

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