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Auch in den Winter- und Schutzräumen der SAC-Hütten gilt für die Übernachtung eine vorgängige Reservationspflicht. Wie du deinen Schlafplatz reservieren kannst, erfährst du auf der Website der entsprechenden SAC-Hütte.

Gesteinszone 11b: Grundgebirge der Dent Blanche-Decke Geballte Ladung hoher Viertausender vom adriatischen Kontinentalrand

Der Arolla-Granitgneis ist ein vielfältiges Gestein und baut viele tolle hochalpine Klettergrate auf.

Die Dent Blanche-Decke ist ein ringsum durch Erosion isoliertes Relikt einer ehemals viel grösseren Gesteinsdecke, also eine tektonische Klippe. Diese bildet eine elliptische Fläche von 50 x 15 km (750 km2 zwischen Weisshorn und Aosta; gut die Hälfte davon liegt auf italienischem Boden. Wie das Grundgebirge der ostalpinen Decken (Gesteinszone 11a) gehört sie zum adriatischen Kontinentalrand, aber zu einer etwas weiter südwestlich gelegenen Zone, die neuerdings als «Salassikum» bezeichnet wird. Im schweizerischen Teil wird die Decke zum grössten Teil durch die so genannten Arollagneise aufgebaut. Diese entstanden durch die alpine Metamorphose aus einem riesigen Pluton der vorletzten (variszischen) Gebirgsbildung, ein riesiger Tiefengesteinskörper, der innerhalb der Erdkruste auskristallisiert ist. In weniger stark vergneisten Zonen, etwa an der Aiguille de la Tsa oder am Zinalrothorn, ist die Granitstruktur noch gut erhalten und die Bergsteigenden wähnen sich an einer Granitkletterei. Zwischen Mont Collon und Dents de Bertol und auf der Westseite des Matterhorns liegen grosse Gabbrokörper in den Gneisen.

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