COVID-19

Seit dem 11. Mai dürfen die SAC-Hütten ihre Türen wieder öffnen und Bergtouren sind ebenfalls wieder möglich – halte dich aber an die bestehenden Vorgaben des Bundesrates und unsere Verhaltensempfehlungen.

Haftungsausschluss

Das Begehen von Routen in alpinem Gelände erfordert gute Kondition, seriöse Vorbereitung und technische Kenntnisse im Bergsport. Die Begehung der beschriebenen Routen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für sicheren Bergsport empfiehlt der SAC eine Ausbildung unter fachkundiger Leitung. Alle Inhalte im SAC-Tourenportal werden mit grösstmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Der Schweizer Alpen-Club SAC und die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche jegliche Art gegenüber dem SAC sowie gegenüber den Autoren sind ausgeschlossen.

Südwestgrat (Normalroute) Rote Totz / Roter Totz 2847 m

  • Schwierigkeit
    T4+
  • Aufstieg
    4–4:30 h, 1250 Hm
  • Abstieg
    3–3:30 h, 1250 Hm

Steinernes Meer über dem Gemmipass

Der Rote Totz ist eine eindrückliche Felsbastion über dem Daubensee, die aber leicht zu besteigen ist. Die lange, abwechslungsreiche Wanderung führt von grünen Weiden hinauf in eine weite, karge Landschaft aus Kalkplatten, Geröll und Gletscherresten. Und während im Hochtal des Tälligletschers bis weit in den Sommer Schnee liegen kann, wird es in der von der Morgensonne beschienenen Roten Chumme schon im Frühling heiss.

Routenbeschreibung

Sunnbüel – Berghotel Schwarenbach

Von Sunnbüel auf dem breiten Wanderweg bis zum Berghotel Schwarenbach.

Berghotel Schwarenbach – Rote Chumme – Tälli

Nach der ersten Kurve westlich des Schwarenbachs biegt man auf den Bergwanderweg ab, der zur Roten Chumme führt. Durch diese geht es steil und auf kurzen Passagen etwas ausgesetzt hinauf. Vom Scheitelpunkt am einfachsten westlich ins Tälli absteigen.

Tälli – Rote-Totz-Lücke – Rote Totz retour

Im Tälli den markierten Weg verlassen und gegen Süden über Schuttfelder (Steinmännchen, Wegspuren) zu den Überresten des Tälligletschers ansteigen. Über den Gletscher steigt man zur Rote-Totz-Lücke auf. Der Gletscher weist kaum Spalten auf, dennoch ist etwas Vorsicht geboten. Auf dem Gletscher einzelne Markierungsstangen, im Firn in der Regel gespurt (Route zur Lämmerenhütte). Von der Rote-Totz-Lücke zu P. 2830 auf dem Südwestgrat des Roten Totz, dann über den Grat bis auf den Gipfel. Der Grat ist stellenweise etwas luftig, aber einfach zu begehen. Zum Schluss folgt eine Stufe, über die leicht hinaufgeklettert werden kann (kurz II). Man kann diese Stufe auch rechts (südlich) umgehen und den Gipfel durch Schutt und auf Wegspuren erreichen. Auf der gleichen Route zurück bis ins Tälli, wo man im Aufstieg den markierten Weg verlassen hat.

Tälli – Tälliseewli – Schwarzgrätli – Schwarenbach – Sunnbüel

Im Tälli weiterer Abstieg etwas rechts (östlich) der Bachläufe, zuerst weglos oder nur einzelne Spuren in Richtung Tälliseewli. Ab dort wieder markierter Bergwanderweg, östlich des Sees vorbei nach Waldiswang. Dann wandert man unter den Felsen des Schwarzgrätlis etwas ruppig und durch Blockfelder zu P. 2381. Von dort Abstieg zum Berghotel Schwarenbach und auf dem Wanderweg zurück zum Sunnbüel.

Direkte Aufstiegsvariante von der Roten Chumme zum Roten Totz

Vom Sattel oberhalb der Roten Chumme kann auch direkt südlich in Richtung Rote Totz aufgestiegen werden. Eine Route ist mit Steinmännchen markiert, welche aber erst nach der Schneeschmelze zu erkennen sind. Diese dauert unter Umständen bis in den Spätsommer. In diesem Fall kann man auch eine eigene Route durch Firn und über Felsplatten suchen und erreicht den Südwestgrat des Roten Totz kurz vor der Kletterstufe. Orientierung etwas schwieriger, ca. 20 Min. kürzer.

Zusatzinformationen

Ausgangs und Endpunkt

Sunnbüel, Bergstation (1934 m)

Bergstation der Luftseilbahn Eggeschwand – Sunnbüel: www.sunnbuel.ch

Ortsbus vom Bahnhof Kandersteg zur Talstation: www.kandersteg.ch/de/w/ortsbus-kandersteg

Zeit

Die Variante bringt gut zwanzig Minuten Zeitgewinn, ist aber je nach Verhältnissen nicht ganz einfach.

Schwierigkeit / Material

Der Südwestgrat des Roten Totz ist mässig ausgesetzt, verlangt aber gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Kletterstufe vor dem Gipfel (kurz II) kann auf der Südseite umgangen werden. Im Gebiet des Tälligletschers liegt je nach Wetterverlauf bis weit in den Sommer Schnee, sodass unter Umständen eigene Spurarbeit und Wegsuche erforderlich sind.

Wegpunkte

Berghotel Schwarenbach (2060 m)

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit im Auf- und Abstieg.

Rote Totz Lücke (2802 m)

Hier beginnen die Felspassagen zum Roten Totz.

Schwarzgrätli (2381 m)

Ab hier Abstieg zum Schwarenbach oder weiter zum Gällihore (Nachbargipfel).

Wyssi Flue (Üschenen) (2470 m)

Unscheinbarer Gipfel, der auf dem Weg zum Gällihore (Nachbargipfel) überschritten wird.

Üschenegrat (2387 m)

Entlang des Üschenegrats verläuft der Weg zum Gällihore (Nachbargipfel).

Nachbargipfel

Gällihore / Gällihorn (2282 m)

Kleiner, aber feiner Gipfel über dem Sunnbüel, sieht von Kandersteg gesehen sehr eindrücklich aus. Markierter Bergwanderweg ab Sunnbüel. T3. Ausdauernde Wanderer können auch nach dem Abstieg vom Roten Totz vom Schwärzgrätli (P. 2381) nordostwärts über den ganzen Üschenegrat bis zum Gällihore wandern.

Felshore / Felsenhorn (2784 m)

Vom Pass über der Roten Chumme weglos, aber mit Steinmännchen markiert, über Platten und Geröll zum Gipfel. T3.

Autoren

Sabine Joss

Sabine und Fredy Joss

Alpinwandern, Klettern und andere Bergsportdisziplinen sind die Leidenschaft von Sabine und Fredy Joss. Fredy schreibt und fotografiert seit vielen Jahren für den SAC-Verlag und die Clubzeitschrift Die Alpen. Sabine ist Biologin und Exkursionsleiterin.

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