Haftungsausschluss

Das Begehen von Routen in alpinem Gelände erfordert gute Kondition, seriöse Vorbereitung und technische Kenntnisse im Bergsport. Die Begehung der beschriebenen Routen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für sicheren Bergsport empfiehlt der SAC eine Ausbildung unter fachkundiger Leitung. Alle Inhalte im SAC-Tourenportal werden mit grösstmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Der Schweizer Alpen-Club SAC und die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche jegliche Art gegenüber dem SAC sowie gegenüber den Autoren sind ausgeschlossen.

Vom Aarbiwak SAC (Normalroute) Strahleggpass 3332 m

  • Schwierigkeit
    ZS-, 3c
  • Aufstieg
    3–4 h, 650 Hm

Wichtiger Übergang von Grindelwald zur Grimsel und umgekehrt. Landschaftlich grossartige Passroute, recht häufig begangen. Kürzeste Verbindung von der Schreckhornhütte zum Aarbiwak und zur Lauteraarhütte. Während der Aufstieg von der Schreckhornhütte auf den Strahleggpass leicht ist und auch noch mit einem Abstecher auf das Strahlegghorn, 3461.2 m, (über den Nordgrat; wenig schwierig) verbunden werden kann, ist der Abstieg auf den Strahleggfirn durch das sogenannte Strahleggwändli ziemlich schwierig. Zahlreiche Stangen erleichtern die Orientierung und können zum Abseilen und Sichern gebraucht werden. Achtung: Der Abstieg beginnt nicht im tiefsten Punkt des Strahleggpasses, sondern nördlich davon.

Routenbeschreibung

Vom Aarbiwak an den Fuss der Strahlegg-Felswand

Vom Aarbiwak (2733 m) in nordwestlicher Richung über den Strahlegggletscher talein bis an den Fuss der Felswand vor dem Strahleggpass. Der Einstieg befindet sich ca. in der Mitte zwischen dem Hauptcouloir und einem breiten Riss, der nordöstlich des Passes fast die ganze Flanke durchfurcht, bei einer aus bräunlichen Felsen bestehenden, wenig ausgeprägten Rippe. Der Weg durch die Felswand ist durch die im Abstand von ca. 20 m vorhandenen Sicherungsstangen gegeben.

Durch die Strahlegg-Felswand zum Strahleggpass

Zuerst ca. 1 bis 2 Seillängen über stellenweise kompakten Fels dieser Rippe hinauf (Stellen III, im Abstieg evtl. abseilen) und weiter in leichterem, aber brüchigem Gelände, hinauf. Nach ca. einem Drittel der Wandhöhe quert man nach links (westlich) und steigt dann wieder mehr oder weniger gerade hinauf. Wenig unterhalb des Kamms wieder nach links auf den Grat, den man ca. 100 m nordöstlich des Strahleggpasses erreicht (Steinmann); ca. 45 Min. bis 1 Std. vom Einstieg.

Übergang vom Aarbiwak zur Schreckhornhütte

Vom Aarbiwak zur Schreckhornhütte: Abstieg auf dieser Route im umgekehrten Sinn. Total 4–6 Std.

Zusatzinformationen

Ausgangspunkt
Endpunkt
Schwierigkeit

Durch den Gletscherrückgang ist das Erreichen der ersten Stange schwieriger geworden und verlangt je nach Verhältnissen Kletterfähigkeiten bis 3c (4-); Stand 2020.

Historisches

Schon 1748 soll ein Schafhirte den Strahleggpass (3332 m) begangen haben. Der erste beglaubigte Strahleggpassbenützer war im Jahre 1812 Dr. Rudolf Meyer aus Aarau, der am selben Tag, an dem sein Bruder Gottlieb als zweiter die Jungfrau bestieg, mit zwei Führern von der Grimsel nach Grindelwald reiste.

Die Strahleggtour wurde später zu einer eigentlichen Modetour für Leute, denen eine Gletscherwanderung durch eine ursprüngliche Hochgebirgswelt mehr bedeutete als das Besteigen eines Gipfels. Die Tour hat in dieser Beziehung bis heute nichts von ihrem Reiz eingebüsst.

Autor / Autorin

Marco Bomio

Marco Bomio arbeitete über 30 Jahre als Lehrer in Grindelwald, bevor er seine Nebenbeschäftigung als Bergführer zum Hauptberuf machte. In der Sektion Grindelwald war er zuerst JO-Chef und später Präsident. Seit 10 Jahren leitet er das Grindelwald Museum.

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