3 Rücktritte im SAC Swiss Team Swiss Ski Mountaineering

Mit Jennifer Fiechter, Yannick Ecoeur und Andreas Steindl verabschieden sich gleich drei erfahrene Athletinnen und Athleten des SAC Swiss Team vom internationalen Wettkampfsport. Die Beweggründe sind unterschiedlich.

2010 feierte Yannick Ecoeur an der Patrouille des Glaciers zusammen mit seinen Teamkollegen Florent Troillet und Martin Anthamatten den grössten Erfolg in seiner Sportlerkarriere. Mit einer Gesamtrennzeit von 5 Stunden und 52 Minuten absolvierten sie damals die Rennstrecke von Zermatt nach Verbier zum ersten Mal in der Geschichte in weniger als sechs Stunden. Zwar wurde der damalige Rekord vergangenes Jahr von der Patrouille um die drei Italiener Robert Antonioli, Michele Boscacci und Matteo Eydallin gebrochen (05:35:27), doch die Erinnerungen an das Jahr 2010 sind immer noch präsent.

Nach 15 Jahren zog Yannick Ecoeur diese Saison nun zum letzten Mal das Renndress des SAC Swiss Team an. Wie er selber sagt, hätte er die PDG 2020 gerne nochmals als Athlet der Schweizer Nationalmannschaft und des Grenzwachtkorps absolviert und erst dann seine Profikarriere beendet. Doch der GWK-Entscheid vergangenes Jahr, wonach Skialpinismus ab der Saison 2019/20 nicht mehr zu jenen Sportarten zählt, die vom Grenzwachtkorps unterstützt werden, bewegte den 37-jährigen Familienvater dazu, seinen Schlussstrich vorzuziehen. Ganz wird Yannick Ecoeur dem Skitourenrennsport den Rücken nicht kehren. Künftig wird er an regionalen Wettkämpfen im Einsatz stehen und sein Wissen als Trainer im Regionalzentrum weitergeben.

Auch Andreas Steindl zieht sich aus der Nationalmannschaft zurück. Wie Yannick Ecoeur war der Zermatter ebenfalls als Grenzwächter angestellt. Künftig möchte sich Andreas Steindl auf seine alpinistischen Projekte konzentrieren. 2019 lief der 30-Jährige im Sprint-Weltcup zweimal in die Top 10. Vor zwei Jahren feierte Steindl zusammen mit seinen Teamkollegen den Weltmeistertitel in der Staffel.

Aus gesundheitlichen Gründen verkündet auch Jennifer Fiechter ihren Rücktritt aus dem Schweizer Kader. In der Saison 2008/09 nahm sie als Athletin der Nationalmannschaft erstmals an Weltmeisterschaften im Skigebiet Portes du Soleil teil. An der diesjährigen Heim-WM in Villars feierte die Waadtländerin zum Abschluss Bronze im Teamrennen. Zu ihren grössten Erfolgen zählt zudem der Streckenrekord (07:15:35) an der PDG 2018, den sie zusammen mit den beiden Französinnen Laetitia Roux und Axelle Mollaret-Gachet aufstellte.

Vielen Dank Jenny, Yannick und Andy für euren sportlichen sowie persönlichen Einsatz und alles Gute für eure künftigen Projekte!

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