Zum Abschluss Gold und Bronze in der Staffel Die Schweiz gewinnt mit 27 Medaillen das WM-Nationenklassement

Traumhaftes Wetter erwartete die Athletinnen und Athleten zum letzten Wettkampftag an der Skitourenrenn-WM in Villars-sur-Ollon. Zum Abschluss stand das Staffelrennen, bei dem pro Nation je ein Damen-, Herren- und Nachwuchsteam an den Start gehen, auf dem Programm. Caroline Ulrich, Robin Bussard und Patrick Perreten liefen dank sensationellem Teameffort zu WM-Gold beim Nachwuchs. Das Damen-Trio mit Marianne Fatton, Déborah Chiarello und Jennifer Fiechter sorgte mit der Bronzemedaille für die 27. WM-Medaille für das SAC Swiss Team.

Es war das grosse Finale dieser Heim-WM in Villars-sur-Ollon: Das Staffelrennen, bei dem das Schweizer Nachwuchs- und Herren-Team zur Titelverteidigung antraten. Am Streckenrand platzierten sich Freunde, Familie sowie Teamkolleginnen und -kollegen, um die Athletinnen und Athleten lautstark anzufeuern. Mit im Gepäck zahlreiche Kuhglocken und Schweizer Fahnen.

Junioren-Team wächst über sich hinaus

Die beiden Kadetten-Athleten Caroline Ulrich (La Tour-de-Peilz VD) und Robin Bussard (Albeuve FR) sowie der Junior Patrick Perreten (Küblis GR) bildeten das Schweizer Nachwuchs-Team. Zusammen zeigten sie ein starkes Rennen, das von viel Teamspirit geprägt war. Nur dank des unglaublichen Efforts aller drei Athleten gelang es ihnen, die Goldmedaille für die Schweiz zu sichern.

Caroline Ulrich
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Nachdem ich unmittelbar nach dem Start einen meiner Skis verloren hatte, dachte ich, dass wir niemals wieder zurückkommen können. Doch dank Robin und Patrick haben wir es dennoch geschafft. Es ist einfach sensationell.
Caroline Ulrich
4-fache Weltmeisterin 2019

Besonders stolz auf seine Athleten war auch Nachwuchstrainer Malik Fatnassi: «Sie haben sich sensationell geschlagen. Caroline, die zu Beginn ihren Ski verliert, dann aber einen super starken Aufstieg zeigt und viel Zeit gut macht. Robin, der es in seiner Runde mit einem Junioren aufnimmt und nur wenig Zeit verliert. Und zum Schluss Patrick, der mit einem Rückstand von 40 Sekunden die letzte Runde in Angriff nimmt und dank unglaublich schneller Wechsel sowie eines beeindruckenden Endspurts die Goldmedaille sichert.»
Auf Platz 2 lief das Team Italien, Platz 3 ging an Frankreich.

Bronze für die Schweizer Damen

Auch beim Wettkampf der Damen gab es ein enges Rennen um die Podestplätze. Bei der Übergabe von Jennifer Fiechter (Leysin VD) an Marianne Fatton (Dombresson NE), die dritte und letzte Athletin des Schweizer Trios, belegten sie den 4. Zwischenrang.

Marianne Fatton
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Ich wollte nicht zu viel nachdenken. Also habe ich versucht, meinen Kopf auszuschalten.
Marianne Fatton
Platz 3 WM-Staffel Damen

Die Neuenburgerin aktivierte für diesen allerletzten Wettkampf nochmals alle Energiereserven und sorgte 7m vor der Ziellinie für einen beeindruckenden Schlussspurt, in dem es gar um die Plätze 2 und 3 ging. Am Schluss war es der äusserst starke 3. Platz und damit die Bronzemedaille für Marianne Fatton, Jennifer Fiechter und Déborah Chiarello (Guttet-Feschel VS).
Der WM-Titel ging an das favorisierte Team Frankreich. Silber gewann Spanien.

Schweizer Herren-Staffel mit viel Pech

Auch das Schweizer Herren Team mit Iwan Arnold (Simplon Dorf VS), Werner Marti (Grindelwald BE), Arno Lietha (Fideris GR) und Andreas Steindl (Zermatt VS) zeigte ein sehr starkes Rennen. Iwan Arnold (Simplin Dorf VS) demonstrierte als erster Läufer seine Sprintqualitäten und sein Können in den Wechseln. Werner Marti (Grindelwald BE), der als Zweiter die Rennstrecke absolvierte, baute den Vorsprung weiter aus. Arno Lietha (Fideris GR), der dritte Läufer, konnte den Vorsprung halten und übergab an Andreas Steindl (Zermatt VS), auf den am Schluss ein enges Rennen mit dem Verfolger Roberto Antonioli (ITA) wartete. Die letzte Abfahrt nahm der Schweizer als Zweiter in Angriff. Doch dann verlor Steindl unerwartet einen Ski und musste diesen erst wieder montieren. Dennoch erreichte er als Zweiter das Ziel. Aber die Freude über WM-Silber hielt leider nicht lange. Bei der Abfahrt verpasste Steindl ein Tor und kassierte deshalb eine Zeitstrafe von einer Minute. Mit viel Pech wurde das Schweizer Team auf den 4. Schlussrang versetzt. 

27 Medaillen – Platz 1 im Nationenklassement

Nach 5 Wettkampftagen und 12 Gold-, 9 Silber- und 6 Bronze-Medaillen (2145 Punkte) zieht Bernhard Hug, Chef Leistungssport Swiss Ski Mountaineering, ein sehr positives Fazit.

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Uns ist mit dem Sprint ein sehr guter Start gelungen. Entsprechend hoch waren anschliessend die Erwartungen und auch der Druck. Die Mannschaft zeichnete sich diese Woche mit einem tollen Teamgeist aus. Wir liessen uns von den Wetterkapriolen nicht beirren, blieben konzentriert. Auch die gegenseitige Unterstützung innerhalb der Mannschaft funktionierte sehr gut. An den vergangenen Europa- und Weltmeisterschaften konnten wir immer wieder Medaillen feiern, doch die goldenen blieben etwas aus. Mit insgesamt 12 WM-Goldmedaillen haben wir nun mit Abstand am meisten und schlussendlich sind diese einfach am schönsten.
Bernhard Hug
Chef Leistungssport Swiss Ski Mountaineering

Im Nationenklassement belegt die Schweiz mit 2145 Punkten Platz 1. Italien (2038 Punkte) und Frankreich (1698 Punkte) belegen die Plätze 2 und 3.

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