SAC-Hütten 2016

Klimaschutz Was wir bereits tun. Was wir noch anpacken.

Die Bergwelt verändert sich rasant. Wir als Bergsportlerinnen und Bergsportler sind davon stark betroffen – tragen aber auch zum Klimawandel bei. Der SAC stellt sich seiner Mitverantwortung und engagiert sich auf vielen Ebenen für eine möglichst klimafreundliche Ausrichtung seiner Aktivitäten. Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, braucht es aber weitergehende Massnahmen.

Die Alpen reagieren besonders sensibel auf Klimaschwankungen und das Landschaftsbild der Schweiz verändert sich stark. In den Bergen sind der Gletscherschwund, eine verkürzte Schneesaison, auftauender Permafrost und daraus folgende Instabilitäten offensichtlich. Dieser Wandel hat weitreichende Auswirkungen auf viele Bereiche wie Tourismus, Energieproduktion, Wasserversorgung, Naturgefahren, Landschaftsbild und Biodiversität. 

Die internationale Gemeinschaft hat 2015 in Paris das Ziel definiert, die weltweite Erwärmung auf deutlich unter 2°C zu begrenzen. Das Parlament hat der Ratifikation im Juni 2017 zugestimmt. Für die Umsetzung braucht es nun neben dem politischen Willen auch konkrete Massnahmen. Der SAC engagiert sich bereits auf verschiedene Arten und wird sein Engagement in Zukunft noch verstärken. 

Gletscher-Initiative

Der SAC unterstützt die Gletscher-Initiative. Dies hat die Abgeordnetenversammlung des SAC im Juni 2019 entschieden. 

Die Initiative möchte eine wirkungsvolle Umsetzung des Pariser Abkommens sicherstellen und fordert:

  • Die Treibhausgas Emissionen der Schweiz müssen bis spätestens 2050 auf netto null sinken. Auf die Nutzung fossiler Brenn- und Treibstoffe muss bis dahin verzichtet werden. Ausnahmen sind möglich, es braucht aber sichere CO2-Senken.
  • Die Klimapolitik soll sozialverträglich sein sowie die Innovation und Technologie fördern.
  • Der Absenkpfad für die Treibhausgas Emissionen muss mindestens linear sein.

Bereits heute aktiv – künftig noch mehr

Der SAC ist bereits heute in verschiedenen Projekten zur klimafreundlicheren Ausrichtung seiner Aktivitäten involviert. Diese steht entweder bei der Reduktion/Kompensation von Treibhausgasen (z.B. Schneetourenbus, Bus alpin, Nutzung erneuerbare Energien nach Hüttenumbauten) oder bei der Anpassung (z.B. Verlegung von Hüttenwegen, Wasserversorgung) an. Die Sensibilisierung der Bergsporttreibenden ist die dritte Säule der SAC-Aktivitäten (z.B. Workshop mit Sektionsvertretern und –vertreterinnen, Vergleich CO2-Emissionen in Die Alpen). In der nächsten Zeit wird sich der SAC in einer langfristigen Klimastrategie und neuen konkreten Projekten vertieft dem Thema annehmen.

Sektionen lancieren Projekte

Ein Grossteil der Aktivitäten des SAC findet in den Sektionen statt. Diese sind sich der Klimaproblematik sehr bewusst. Viele Sektionen haben deshalb bereits Massnahmen getroffen und Projekte umgesetzt – mit einem starken Fokus auf der Mobilität und den Hütten. So werden z.B. in einigen Sektionen die Touren konsequent ohne Flugzeug und in vielen Sektionen wenn immer möglich mit dem ÖV durchgeführt.

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