SAC erhebt Einsprache gegen Schutzbeschluss im Kiental Bekanntes Eisklettergebiet soll erhalten bleiben

Der Kanton Bern will das bestehende Schutzgebiet mit Betretungsverbot im hintersten Kiental vergrössern. Eisklettern wäre damit nicht mehr möglich. Der SAC hat Einsprache gegen den neuen Schutzbeschluss erhoben. Die Signale des Kantons stimmen zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird.

Im hintersten Teil des Kientals, im Tschingel, liegt ein Auengebiet von nationaler Bedeutung. Seine Schönheit ist bekannt und bei Natursuchenden und Bergsporttreibenden beliebt. Nun will der Kanton Bern die geltenden Schutzbestimmungen von 1987 überarbeiten. Unter anderem ist vorgesehen, dass die Kernzone mit Betretungsverbot auf den gesamten Perimeter erweitert wird. Dies hätte insbesondere zur Folge, dass die Eiskletterrouten und deren Zustiege nicht mehr genutzt werden könnten. Im Rahmen der öffentlichen Auflage hat der SAC dagegen Einsprache erhoben. Er schlägt vor, dass die Kernzone so verkleinert wird, dass das Eisklettern und auch das Canyoning von den neuen Schutzbestimmungen nicht betroffen sind. 

SAC zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird

In Auengebieten von nationaler Bedeutung müssen nicht zwingend Betretungsverbote oder Wegegebot erlassen werden. Damit das wichtige Gebiet geschützt werden kann, liegt das Augenmerk gemäss Augenverordnung auf Bauten und Anlagen sowie dem Erhalt und der Förderung einer nachhaltigen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung. Eisklettern gefährdet die formulierten Schutzziele des Naturschutzgebietes in keiner Art und Weise. 

Das Eisklettergebiet im Kiental ist ein ideales, ungefährliches Trainingsgelände und wird von SAC-Sektionen, dem SAC-Zentralverband, dem SAC-Expeditionsteam und von vielen Mitgliedern regelmässig genutzt. Gemäss Aussagen der Abteilung Naturförderung des Kantons Bern war es auch nicht das Ziel, Eisklettern zu verbieten. Aus diesem Grund ist der SAC zuversichtlich, dass für das Eisklettern noch eine Lösung gefunden wird. 

SAC fordert, künftig von Behörden frühzeitig einbezogen zu werden

Damit naturnahe bergsportliche Nutzungen bei ähnlichen Geschäften nicht wieder vergessen gehen, fordert der SAC, dass er und Bergführer vonseiten der Behörden künftig bereits im Rahmen der Mitwirkung aktiv einbezogen werden. 

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