Drusenfluh | Swiss Alpine Club SAC

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Drusenfluh 2827 m Route archive

Von der Schweizer Seite erscheint der ganze Gebirgsstock zwischen Schweizertor und Drusator als geschlossene, fast 4 km lange und bis zu 600 m hohe, bleiche Felsmauer. Ganz anders präsentiert sich der Berg von der österreichischen Seite. Das Eistobel spaltet das Massiv deutlich in zwei Teile. Drusenfluh wird hier nur der westliche Teil genannt, der östliche Teil sind die Drei Türme («Dri Türm» auf der LK).

Der Hauptkamm der Drusenfluh erstreckt sich in West-Ost-Richtung vom Schweizertor zum Eisjöchl. Im Westen, unmittelbar über dem Schweizertor, erhebt sich die imposante Wand des Schweizerecks. Als «Westgipfel» wird P. 2726 bezeichnet, der Hauptgipfel mit seiner markanten Gipfelkrone erreicht 2827 m, 3 m weniger als der Grosse Drusenturm. Der «Ostgipfel » bricht mit steiler Kante ins Eisjöchl ab. Die Nordseite ist im Wesentlichen durch zwei Kare und eine Schlucht gegliedert, die durch drei Kämme - «Öfaeck», Rotes Eck und Gelbes Eck getrennt werden. Das westliche Kar ist bekannt als die «Schweizermulde», das östliche als die «Imhofmulde» und die Schlucht als «Blodigrinne». Die beiden durch das «Öfaeck» getrennten Kare enden oben im Imhofsattel (ca. 2560 m), nördlich unterhalb des «Westgipfels». Die «Blodigrinne», welche Rotes und Gelbes Eck trennt, endet im «Blodigsattel», nordöstlich unter dem Hauptgipfel. Jenseits unterhalb des «Blodigsattels» liegt das «Verborgene Kar», eine von nirgends einsehbare Mulde, die ins Eistobel mündet.

Auf die Drusenfluh wurden zahlreiche Routen gesucht und gefunden; genaueres insbesondere zur Nordseite findet sich in der 1. Auflage des SAC-Führers (1936), genaueres zu den Kletterrouten in den verschiedenen Kletterführern. Im Routenarchiv sind nur die beiden unter Berggängern gebräuchlichsten Routen mit Varianten dargestellt.

Der Name wird auf das spätgallische drusso, Alpenerle, zurückgeführt.

Christian Zudrell, 4. August 1870.

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