Annuaire du Club Alpin Français 1886

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Annuaire du Club Alpin Français 1886 ( Paris 1887. ) Der 13. Band des Jahrbuches des C.A.F. enthält fünf größere Berichte über Bergfahrten in den WW3 Alpen: Mr. Paul Guillemin knüpft an eine interessante kleine Abhandlung über die alten Bahnen der Pelvoux-Gletscher ( Dauphiné ) die Schilderung der Uebergänge über die Cols de Côte-Rouge und des Cavales, sowie der Besteigung der Barre des Ecrins über den Westgrat. Unter dem Titel: „ Ascensions par train d' express " beschreibt Mr. Pierre Puiseux die Besteigungen der Pointe d' Orny und der Aiguille du Tour ( Montblancgruppe ) und der Dent Parrachée ( Grajische Alpen ). Mr. J. Vallöt bespricht seine botanischen Excursionen im Montblancgebiet: Jardin, Aiguille du Midi, Mont Blanc, Aiguille du Goûter, Belvédère in der Kette der Aiguilles Rouges, Rocher de Pitschner, Aiguille du Dru und Buet; er untersucht dabei die Frage, woher es komme, daß Chamonix von Jahr zu Jahr weniger von Bergsteigern besucht wird, und gelangt zu dem wohlmotivirten Schlüsse, die Ursache dieser Vernachlässigung seien das berüchtigte Führerreglement von Chamonix mit seinem lächerlichen Turnuszwang und noch mehr die launenhafte Art und Weise, wie dieses Reglement ge-h.indhabt werde. Hr. Abbé P. Bauron schildert seinen Weg von Haute-Luce ( bei Beaufort, Haute-Savoie ) nach Zermatt über den Col Joly, den Col de Voza, den Col de Balme und den Col d' Hérens, und die HH. A. Lemercier und Ch. Durier endlich schließen an den Bericht über den Kongreß des C.A.F. in Briançon ( 12.15. Aug. 1886 ) einige Mittheilungen über die bei dieser Gelegenheit ausgeführten Ausflüge und den Landschaftscharakter der Alpen des Briançonnais. Drei Berichte, von den Grafen Henry Russell, R. de Bouille und de Saint Sand, sind den Pyrenäen und ihren Vorländern gewidmet. Die Vogesen sind durch Mr. G. de Golbéry's Besprechung des Col de Saales ( von Saint Die in das Breuschthal ) vertreten. In den Süden, nach Korsika führt uns Mr. R. Gautier, in den hohen Norden, auf die Oxtinder im nördlichen Norwegen und zu den Geysern Islands, die HH. Charles Rabot und Dr. Labonne. Der Rest der Bergfahrten ist außereuropäisch. Der bekannte Geologe Charles Grad schildert seine Besteigungen des Serbai, des Djebel Musa und des Râz Safsafeh im Sinaimassiv und erklärt den letzteren für den Berg der Gesetzgebung, den Horeb des 2. Buches Mosis. Mr. A. Salles führt uns in das Vulcangebiet der Insel Réunion und vier Berichte von den HH. A. Lemercier, Dr. Rapin, R. Charton und F. Nötinger beschäftigen sich mit dem Congreß des C.A.F. in Algerien — April und Mai 1886 — und den mit demselben verbundenen Ausflügen und Reisen. Von den 9 Arbeiten der Rubrik Sciences et Arts sind hervorzuheben die geologischen Abhandlungen über die Pyrenäen von MM. F. Schrader und E. de Margerie, die Gletscherstudien Charles Durier's und unseres Clubgenossen Prof. Dr. Forel, die Arbeit über die vulcanischen Breccien und die Moränen Mittelfrankreichs von Prof. T. A.J.ullien, der Schluß der Alpenorographie Mr. C. Levasseur's und die recht interessanten Bemerkungen des Marquis de Turenne über den Gebrauch des Seiles, auf welche wir nur kurz hinweisen, da ein Eintreten auf dieselben ohne erläuternde Abbildungen wenig nützen würde. Unter den kleineren Mittheilungen heben wir hervor die Notizen über die ersten Besteigungen der Aiguille du Fruit ( Tarentaise ) von den HH. Maurice Garçon und Greyfié de Bellecombe und des Pic du Glacier blanc ( Pelvouxmassiv ) von J. Maître. Der Chronik entnehmen wir, daß der C.A.F. auf 15. Juni 1887 in 39 Sectionen ( mit 5 Untersectionen ) 5575 Mitglieder zählt. Von diesen Sectionen sind während des Berichtsjahres gegründet worden die Üntersection Beifort der Section Hautes-Vosges und die Sectionen Pyrénées occidentales, Rouergue und Maures et Esterei, letztere mit drei Untersectionen. Die Ausstattung des Buches ist wie gewohnt eine sehr reiche und umfaßt außer einem Panorama von der Barre des Ecrins und einigen Text- illustrationen ca. 50 Holzschnitte, Phototypien und Zinkographien, unter denen sich besonders die Zeichnungen F. Schrader's durch charakteristische Wiedergabe der Berg- und Gesteinsformen auszeichnen. Red.

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