Commission internationale des glaciers : Les variations périodiques des glaciers

Remarque : Cet article est disponible dans une langue uniquement. Auparavant, les bulletins annuels n'étaient pas traduits.

Auch der XIII. Rapport der internationalen Gletscherkommission, welcher die Gletscherbeobachtungen von 1907 resümiert, ist mir letztes Jahr so spät zugegangen, daß ich ihn in Band XLIV nicht mehr besprechen konnte, und es hat eigentlich im Jahre 1910 keinen rechten Sinn mehr, die Statistik von vor drei Jahren aufzuwärmen. So ist z.B. der Rapport über die Schweizeralpen 1907, abgelegt von MM. F.A. Forel und E. Muret, durch die Artikel dieser nämlichen Forscher in den Bänden XLIII und XLIV längst überholt. Immerhin will ich, um keine Lücken in dem internationalen Bericht über Gletscherschwankungen aufkommen zu lassen, einige Auszüge über besonders interessante Fälle von 1907 geben. Über die Ostalpen berichtet E. Brückner in Wien. Er konstatiert, daß der 1905 bei einigen Gletschern aufgetretene Vorstoß wieder einem ganz allgemeinen Rückgang Platz gemacht habe, und verdankt die werktätige Unterstützung, welche die Zentralleitung, manche Sektionen und einzelne Mitglieder des D. & Ö.A.V. den Gletschermessungen und -beobachtungen in den Ostalpen widmen. Umgekehrt wird bei den italienischen Alpen ( Berichterstatter: Olinto Mannelli in Florenz ) geklagt, daß sich der C.A.I. nach einem kurzen Anlauf im Jahre 1904/1905 dieser Aufgabe gänzlich entschlagen habe und daß die Beobachtungen und Messungen ganz der freiwilligen Tätigkeit von Privaten anheimgegeben seien, was einen bedauerlichen Mangel an System und Konsequenz zur Folge habe. Auch hier scheint der Rückgang der Gletscher allgemein. In den französischen Alpen und den Pyrenäen ( Berichterstatter: M. Charles Rabot in Paris ) stehen die bezüglichen Studien unter der Leitung der Direction de l' hydraulique et des améliorations agricoles du Ministère de l' Agriculture, und die Resultate werden sorgfältig gesammelt und gesichtet von M. Dabat, dem Chef dieser Abteilung. Infolge der abundanten Niederschläge des Winters 1906/1907 und des nassen Sommers 1907 hat die Firnbedeckung ( enneigement ) zugenommen, dennoch ist mit Ausnahme einiger kleinerer Gletscher der Pyrenäen, die stationär geblieben sind, überall Rückgang zu konstatieren. In Schweden ( Berichterstatter: Fredr. Svenonius ) haben 1907 keine Beobachtungen stattgefunden, dagegen sind auf Veranlassung einiger gelehrter Gesellschaften 1908 an zahlreichen Gletschern Markierungen und Vermessungen vorgenommen worden, deren Resultate aber noch nicht vorliegen. In Norwegen ( Berichterstatter: P. A. ( yen in Christiania ) ergibt sich ein deutlicher Umschwung ( im Sinne des Vorrückens ) in der Bewegung der Gletscher des Jötunheim. Im Bereich des Jostedal und des Folgefon, wo das Vorrücken schon früher begonnen, hält dasselbe an. In Rußland ( Berichterstatter: J. de Schokalsky in St. Petersburg ) konstatieren die Beobachter A. de Meck, N. de Poggenpohl, A. Endrzeewski und N. Busch bei mehreren Gletschern im Kaukasus und Pamir eine leichte Neigung zum Vorrücken, neben andern Phänomenen, die auf Rückgang deuten. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika ( Berichterstatter: Harry Fielding Reid in Baltimore ) sind die Erscheinungen in den Rocky Mountains, in Alaska und anderswo sehr kompliziert, so daß ich darauf verzichte, sie hier zusammenzufassen, und in British Columbia und Alberta ( Berichterstatter: George jun. und William S. Vaux in Philadelphia ) wird konstatiert, daß die Gletscher trotz des großen Schneereichtums von 1906/1907 zusammenschrumpfen. Über die Himalayagletscher berichtet Douglas W. Freshfield in London mit sichtlicher Genugtuung-, daß als Nachwirkung des Druckes, welchen Lord Curzon während seines Vizekönigtums auf die betreffenden Departemente ausübte, die Beobachtung in Britisch-Indien in gute Wege geleitet ist, indem der Chef der topographischen Vermessung, Col. Burrard, die Ingenieure der geologischen Aufnahme zu regelmäßigen Beobachtungen und Messungen angewiesen hat.Redaktion.

Feedback