Dr. R. Schäfer: Hochtouren in den Alpen, Spanien, Nordafrika, Kalifornien und Mexiko | Club Alpin Suisse CAS
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Dr. R. Schäfer: Hochtouren in den Alpen, Spanien, Nordafrika, Kalifornien und Mexiko

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J. Norman Collie: Climbing an the Himalaya and other Mountain Ranges. Edinburg 1902.

Ein Teil der Beschreibungen Dr. Schäfers, welche den stattlichen und hübsch ausgestatteten Band ausmachen, ist unsern Lesern bekannt, weil er in diesen Jahrbüchern XXXIV und XXXVI erschienen ist. Die Fahrten in Amerika waren mir als Beilage zu Jahrbuch XXXVIII angeboten; ich mußte sie aber ablehnen, weil Dr. Stebler ein älteres Anrecht auf Publikation geltend machte und Dr. Schäfer mit der seinigen nicht bis 1904 warten wollte, was auch nicht ratsam gewesen wäre. Denn frische Eier, gute Eier. Die unsern Lesern neuen Aufsätze sind: In der Berg- und Gletscherwelt der Berner Hochalpen ( Wetterhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Finsteraarhorn, Schreckhorn ), Lauterbrunnen und das Tschingelhorn, Auf dem Monte Rosa bei Neuschnee, Eine Mondscheinpartie auf den Glärnisch, Mit Leitern auf das Gabelhorn, Quer durch Kanada, San Franzisko und der Mount Diablo, Betrachtungen über Mexiko, Tepoztlan und seine Tempelpyramide, Eine Besteigung des Popocatepetl, Besteigung des Pico de Orizaba, Eine Ersteigung des Ixtaccihuatl, Von Mexiko nach Colorado, Über die Geologie Mexikos, Petrographische Beschreibung der Gesteine des Popocatepetl, des Ixtaccihuatl und des Pico de Orizaba. Wie man sieht, eine ganz interessante Musterkarte und neben den einheimischen und exotischen Gipfelbesteigungen Reisebeschreibungen eines Globetrotters, Nachrichten über prähistorische Bauten der Azteken wie über moderne Städtebilder dieser Gegenden, endlich Beiträge zur Geologie der mexikanischen Vulkangipfel. Dies alles ist lebendig und munter geschildert, ohne literarische Prätensionen; der Ton ist gelegentlich etwas burschikos, was die Kritik nicht ermangelt hat zu rügen. Anderseits glaube ich nicht, daß bei den Vulkanbesteigungen die alpinistische Seite der Darstellung im Ernst zu kurz gekommen sei. Diese Fahrten sind technisch eben leicht und etwas monoton, warum denn darüber viele Worte machen? Dagegen will ich nicht verhehlen, daß Dr. Schäfers Einleitung über die Entwicklung des Alpinismus und des Naturempfindens auch mich nicht befriedigt hat; sie ist doch zu flüchtig skizziert. Die Ausstattung mit 59 phototypischen Abbildungen und 7 Farbendrucken nach Originalaquarellen ist gelungen und macht dem bekannten Verlag Ehre.

Ein um mehrere Nummern feineres Garn als Dr. Schäfer spinnt Prof. Norman Collie. Ich habe das schöne Buch als Geschenk von meinem Freund Coolidge erhalten und bin zum Rezensieren nicht verpflichtet. Wenn ich es dennoch tue, so geschieht es in der Absicht, möglichst viele Leute auf den Genuß aufmerksam zu machen, den diese Lektüre bereitet. Nicht nur ist der Stoff höchst mannigfaltig und seltsam ( Himalaya, Canadian Rocky Mountains, Alpen, Lofoten, die Berge von Ireland und von Skye ) und sehr interessant ( u.a. Reise mit Mummery Redaktion.

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