Sonderheft: Entwicklung des Bergsteigens in den letzten 25 Jahren

Remarque : Cet article est disponible dans une langue uniquement. Auparavant, les bulletins annuels n'étaient pas traduits.

Entwicklung des Bergsteigens in den letzten 25 Jahren

Etienne Gross, Bern

Vorwort Das vorliegende Heft entstand aus dem Gedanken, nebst dem grossen ALPEN-Quartals-heft vom September 1988, das einem histo-risch-glaziologischen Thema gewidmet sein wird, zum 125. Jubiläumsjahr des SAC ein zweites Sonderheft erscheinen zu lassen, das primär die aktuelleren Gesichtspunkte des Bergsteigens berücksichtigt. Damit wurde angestrebt, einen Einblick in die verschiedenen bergsteigerischen Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte zu geben und so auch die jüngeren Generationen im SAC vermehrt anzusprechen. Aus dieser Sicht haben sich nun die einzelnen Autoren - denen hier vor allem zu danken istmit den ihnen besonders nahestehenden Bereichen oder des Bergsportes befasst. Daraus ist schliesslich ein buntes und bewusst persönlich gehaltenes Kaleidoskop des Bergsteigens geworden, weshalb das vorliegende Sonderheft auch nicht als ( offizielle SAC-Stellungnahme> zu den diversen Fragenkreisen verstanden werden kann. Und wenn die eine oder andere Aussage Widersprüche wecken oder vielleicht sogar Protest hervorrufen sollte, so hat dieses Sonderheft damit einen weiteren wichtigen Zweck erfüllt: durch die Beschäftigung mit den moderneren Formen des Bergsteigens zur Diskussion anzuregen. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass die jüngsten und bei uns umstrittensten ( Kinden des Bergsteigens hier noch kaum Berücksichtigung gefunden haben; so z.B. das wettkampfmässig betriebene Klettern, Solobegehungen, Ge-schwindigkeitsalpinismus als Aneinanderreihung grosser alpiner Routen im {Marathon-stil ), Steilwandabfahrten, Gleitschirmfliegen u.a. m.

Natürlich finden sich trotzdem stets wieder Stimmen, denen selbst die relativ wenigen ALPEN-Beiträge und Berichte, die sich mit den neuesten Formen des Bergsteigens befassen, zu modern, zu und zu umfangreich sind. Anderseits wird von Bergsteigern der jüngeren Generationen ( aber nicht nur von ihnen !) oft bedauert, dass die heutigen Spielarten des Bergsteigens in den ALPEN generell zu kurz kommen.

Es bleibt deshalb eine vordringliche Aufgabe, neben der Berücksichtigung des traditionellen Alpinismus und des von ihm geprägten Gedankengutes, vermehrt auf die immer wichtiger werdenden neuen Entwicklungen mit ihren zunehmend breitensportlichen Aspekten aufmerksam zu machen.

Feedback