The Alpine Journal

Remarque : Cet article est disponible dans une langue uniquement. Auparavant, les bulletins annuels n'étaient pas traduits.

Das Organ des Englischen Alpenclubs, der 1907 sein öOjähriges Bestehen feiern wird, setzt seinen „ record of mountain adventure and scientific observation " unentwegt und in allen fünf Erdteilen fort. Gelegentlich werden sogar beide Kategorien in einem und demselben Artikel verbunden, indem an die Ersteigungsberichte wissenschaftliche Kontroversen, namentlich über Höhenbestimmungen oder die Erreichung höchster Höhen angeschlossen werden. So hat der Artikel von William Hunter Workman: Altitude measurements by mountaineers; practical experiences with the Watkin aneroid in der Februarnummer eine Frage wieder in Fluß gebracht, welche im A.J. schon früher von William Mathews und Edward Whymper behandelt worden war und auch die Diskussion über des nämlichen Mitglieds Brief in der Februarnummer über „ the highest climbs on record " wird in verschiedenen späteren Korrespondenzen und Artikeln in der August- und Novembernummer fortgesetzt. Die Frage dreht sich unter anderem darum, bis zu welcher Höhe über Meer Mr. Graham und Emil Boß am Kabru in den Himalayas vorgedrungen sind. Ich bin geneigt, die Argumente von D. W. Freshfield und T. G-. Longstaff für stringenter zu halten als die ihres Gegners, Dr. Workman, dessen Kompetenz, über diese Fragen mitzureden, nicht bestritten werden soll. Der Artikel von T. G. Longstaff, um den es sich hier handelt, ist betitelt: Six months wandering in the Himalaya ( 3 Illustrationen und 2 Karten ). Den Himalaya betreffen noch andere Artikel, so die Nummern VII und VIII im Februarheft: Himalayan exploration und The disaster on Kangchenjunga ( man vergleiche Jahrbuch S.A.C. XLI, pag. 202-205 ) und Notes from Sikhim im Novemberheft. Vom Ruwenzori gibt D. W. Freshfield ausführlichen Bericht in drei Artikeln ( 11 Illustrationen ). Leider war es weder ihm, noch seinen Begleitern und andern englischen, schweizerischen und deutschen Bergsteigern, die gleichzeitig in der Gegend waren, vergönnt, den höchsten Gipfel vor dem Herzog der Abruzzen zu erreichen, aber die Berichte selbst sind höchst lesenswert. Nach Australien kommen wir mit dem Artikel von Malcolm Ross: The first crossing of Mount Cook ( 2 Illustrationennach Ostasien mit Walter Weston: Mountaineering in the Southern Alps of Japan and Japanese Mountain Clubs ( mit 6 Illustrationen und 1 Karte; auch diese Blüte westlicher Kultur ist in Japan in voller Entwicklung begriffen und erfreut sich reger Sympathien bei diesem energischen Volke, den Engländern des Ostensnach Südamerika kommen wir mit Henry Hoek: The Cordillera de Potosi ( 2 Illustrationen und 1 Kartenach Nordamerika mit O. J. Baiubridge: Six weeks in the Lillouetdistrict ( Cascade Range, British Columbia, 3 Illustrationen ). Neben diesen exotischen Erfolgen kommen aber Europa und die Alpen, speziell die Zentralalpen, durchaus nicht zu kurz, wie die folgende Aufzählung von Artikeln beweisen mag: Expeditions from the Gauliglacier and the Bächlithal, by Frederick Gardiner; The Beichgrat, by the editor ( 3 IllustrationenThe Dent Blanche from the West and the Breithornjoch, by O. K. Williamson ( 3 IllustrationenThe Aiguille Blanche de Péteret, by E. T. Compton ( 2 IllustrationenTwo notes on the Weisshorn, by G. Winthrop Young ( 2 IllustrationenAn adventure on the Eigerjoch, by Walter Weston ( 2 IllustrationenThe Finsteraarhorn, by the S. E. Arête, by W. C. Compton ( 3 Illustrationen ). Diese Artikel sind alle ausgezeichnet geschrieben, durchwegs in gutem Stil. ( Ich möchte überhaupt alle diejenigen, die sich um die Zukunft des alpinen Stils im deutschen Schrifttum Sorge und bittere Feindschaft machen, mahnen, sich im A.J. und in Privatpublikationen englischer Stilisten, wie z.B. Whymper, Conway und Freshfield sind, nach Mustern umzuschauen. Vielleicht kommt uns dann das Heil, wie zu Lessings Zeiten, noch einmal von England. ) Wie wenig Details wir eigentlich bisher über die touristische Erschließung einiger unserer jetzt weltbekannten Alpentäler besaßen, oder sagen wir besser wußten, geht aus der Tatsache hervor, daß es Mr. Coolidge gelungen ist, aus alten botanischen und Keiseschriften ( Murith, Matthisson, Haller u.a. ) eine Anzahl „ früher Besuche in Zermatt und Saas " nachzuweisen ( siehe A.J., Nrn. 174 und 175 ), von denen selbst er, Coolidge, und ich, die uns doch einbilden, etwas von der Sache zu verstehen, keine Ahnung gehabt haben. Aber eben yr^gdoxw S' osi noXXà êiSaaxôfJuroç. Das Alpine Journal hat auch in der Illustration in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, und der Alpine Club geht seinem zweiten halben Jahrhundert als eine noch sehr lebenskräftige Korporation entgegen, obschon er, wie naturgemäß, im Jahr 1906 wieder einige seiner ältesten Mitglieder verloren hat.Redaktion.

Feedback