Vorrede

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Da die ungünstigen Verhältnisse ( Papiernot und enorm gesteigerte Preise für Druck, Papier, Klischees und Buchbinder ) seit letztem Jahre eher noch sich verschlimmert haben, so mußte wiederum, auf Anordnung des Zentralkomitees, der Umfang des 52. Bandes des Jahrbuches S.A.C. erheblich verringert werden. Mit Einschluß der 3'/4 Bogen umfassenden Beilage steht er indessen hinter dem Band 51 kaum zurück, so daß der Lesei.1 für sein Geld ungefähr gleich viel bedruckte Seiten und einige Illustrationen, namentlich ganzseitige und Doppelblätter, mehr als letztes Jahr in die Hand bekommt. Die 18 Incavogravüren sind wiederum gute Schaustücke, und die Stoffe der durch sie illustrierten Artikel erlaubten es, neben hochalpinen auch andere landschaftliche und botanische Sujets heranzuziehen, wodurch eine sich auch in der Tönung der Bilder aussprechende Abwechslung erzielt wurde. Daneben treten die farbigen und schwarzen Autotypien im Bande stark zurück. Die Hauptrolle spielt, neben der Lithographie, diese Technik in der beigelegten Monographie: Alpine Dämmerungserscheinungen. Über diese einige Worte als Einleitung. In der Jahrbuchrechnung pro 1916 wird eine „ Subvention für Studium der Dämmerungserscheinungen "'im Betrag von Fr. 500 angeführt. Die Summe wurde auf Antrag des Unterzeichneten und der Sektion Bern, die ihrerseits Fr. 250 beisteuerte, den beiden Mitarbeitern von Prof. P. Grüner in Bern ausgerichtet, welche im Sommer 1916 eine Beobachtungskampagne, der eine auf dem Piz Languard, der andere auf dem Faulhorn, durchführten. Die beiden genannten Subvenienten knüpften daran die Bedingung, daß der für ein größeres Publikum dienliche Teil dieser Beobachtungen in lesbarer Form und gut illustriert dem Jahrbuch S.A.C. zur Verfügung gestellt werde. Dieser Weisung wurde von den Herren Prof. Grüner, H. Meyer und F. Moser nachgekommen durch Einsendung eines umfangreichen Manuskriptes mit Beilagen. Auf meinen Antrag und gestützt auf das sehr günstige Ergebnis der Jahrbuchrechnung pro 1917 entschloß sich dann in verdankenswerter Weise das Zentralkomitee, diese Monographie dem Jahrbuch 52 beizulegen, obschon vorauszusehen war, daß damit ein Defizit in der Jahrbuchrechnung pro 1918 herbeigeführt werden würde. Ich denke, daß keinen Alpenklubisten, der Sinn für unsere wissenschaftlichen Aufgaben hat, das hierfür aufgewendete Geld oder das damit bezeugte Interesse reuen wird.

VIII Ebenso habe ich es aufs lebhafteste begrüßt, daß mir durch direkte Ein-. Wirkung des Zentralkomitees auf die Autoren die höchst wertvollen Artikel der Professoren Schröter und Chaix über den Schweizerischen Nationalpark im Unterengadin für die Abhandlungen zugestellt wurden. Allerdings haben gerade diese Artikel neben dem über die Dämmerungserscheinungen mit ihren vielen Illustrationen die Herstellung von Band 52 etwas verzögert und wohl auch verteuert. Dagegen wollen wir dankend anerkennen, daß an die Kosten der beiden Artikel über den Nationalpark neben den Autoren, die für einen Teil der Klischierungskosten aufkommen, auch das botanische Museum der Eidgenössischen technischen Hochschule in Zürich und der Schweizerische Bund für Naturschutz in Basel erklecklich beigetragen haben. Die photographischen Aufnahmen von Prof. Chaix aus dem Nationalpark werden hier mit Erlaubnis des Territorialkommandos und des Armeestabs reproduziert.

Zu den übrigen Artikeln und Illustrationen möchte ich nichts weiter hinzufügen als den Dank an meine Mitarbeiter für ihre .tätige und uneigennützige Unterstützung. Ich schmeichle mir, daß auch meine Leser sich diesem Danke und in erster Linie für den Beitrag unseres Veteranen Dr. Coaz anschließen werden.

Was meine Buchbesprechungen anbetrifft, so verweise ich auf das pag. 266 Gesagte.

Der in meiner letzten Vorrede als „ wahrscheinlich " bezeichnete Fall, daß die „ Jahresberichte der Sektionen pro 1917 im Jahrbuch 52 wieder abgedruckt würden*, ist nun doch nicht eingetreten. Die ganze Chronik des S.A.C., die rechtzeitig und in leidlicher Vollständigkeit mir vom Zentralkomitee vorgelegt wurde, mußte aus Platzmangel vom Druck ausgeschlossen werden und steht, soweit sie nicht in der „ Alpina " schon figuriert hat, zur Verfügung der Sektionsleitungen.

Durch diese vom Zentralkomitee gebilligte Einschränkung ist die künftige Gestaltung des Jahrbuchs^ welche von dem Entscheid der nächsten Abgeordnetenversammlung, November 1918, abhängt, schon präjudiziert, und ich enthalte mich deshalb weiterer Mutmaßungen und Winke für Termine etc. Dies um so mehr, weil mein Vertrag, der nach Übereinkommen um ein Jahr verlängert wurde, mit dem Erscheinen von Band. 52 definitiv erledigt ist und ich über dessen künftige örundla ;en nichts weiß. Für alle Fälle bestätige ich den Interessenten, daß ich wie letztes Jahr für Freie Fahrten und Abhandlungen wie für Kleinere Mitteilungen eine beschränkte Anzahl von Artikeln schon vorgemerkt oder in Händen habe.

Bern, ßabbentalstr. 49, den 24. Juni 1918.

Dr. Heinrich Dübi.

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Freie Fahrten.

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