Vorwort

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Das XVII. Jahrbuch des S.A.C. enthält, wie das XVI., leider nur wenige Artikel aus dem Clubgebiet. Die letztes Jahr in Aussicht gestellten Arbeiten sind « ben nicht alle eingegangen. Die Schuld daran wird diesmal wohl kaum dem Wetter beigemessen werden können, eher vielleicht dem Umstände, daß unser letztes Olubgebiét zu sehr bekannt und in seinen Hauptpunkten zu oft beschrieben worden ist, als daß noch viel Neues hätte beigebracht werden können. Das nächste Clubgebiet führt uns nun wieder in höhere und weniger bekannte Regionen; da wird wohl die Ausbeute für das Jahrbuch auch wieder reicher werden.

Unter den Freien Fahrten, deren Gebiets ich dieses Jahr vom Pelvoux bis zum Ortler erstreckt, finden sich sechs Berichte über Besteigungen auf neuem Wege.Von den Abhandlungen sind je eine der alpinen Topographie und dem Clubhüttenwesen gewidmet, zwei der Geschichte der Alpenkunde und des Bergsteigens VUVonvort.

und zwei der Gletscherkunde. Hoffentlich fallt die Anregung zu Gletscherbeobachtungen, welche diese beiden Studien bieten, nicht auf steinigen Boden. Es ließe sich da ohne viel Mühe und Apparat Werthvolles leisten und bei dem sattsam bewiesenen Interesse des S.A.C. für Gletscherbeobachtungen ist es geradezu auffallend, wie wenig Material aus den Schweizeralpen, mit einziger Ausnahme der Tödigruppe, Hrn. Prof. Forel für seine Arbeit zugekommen ist. Namentlich unseren Gebirgssectionen und unter diesen wieder den Gebirgspfarrern, die bei ihrem längeren Aufenthalte in den Alpen am ersten in den Fall kommen^ Beobachtungen über Schwinden, Stillstand und Stoßen der Gletscher anzustellen, sei diese Anregung bestens zur Berücksichtigung empfohlen. Flora und Fauna der Alpen, die dieses Jahr leer ausgegangen sind, werden hoffentlich nächstes Jahr wieder zu ihrem Rechte gelangen. Ueberhaupt ist zu wünschen, daß die wissenschaftliche Seite des Jahrbuches in Zukunft mehr in deh Vordergrund trete. Es hat zwar bisher noch nie an interessanten Berichten über Bergfahrten gefehlt, aber es wird von Jahr zu Jahr schwieriger werden, hier noch etwas Neues zu bringen.

An die Kleineren Mittheilungen reiht sich dieses Jahr zum ersten Male eine Uebersicht der alpinen Literatur von 1881 an, welche Herr Buchhändler A. Francke auf das Ansuchen der Redaction mit ver- Vorwort.IX dankenswertester Bereitwilligkeit zusammengestellt hat. Bei dem mächtigen Anwachsen dieses Literatur-zweiges wird es je länger je weniger möglich, die neuen Publicationen im Jahrbuche zu besprechen, und schon seit längerer Zeit sieht sich die Eedaction gezwungen, neben demjenigen, was specifisch schweizerisches Interesse bietet, fast nur die officiellen Organe der wichtigsten ausländischen Alpenvereine und auch diese nur kurz zu besprechen. Da ist denn eine summarische Uebersicht der alpinen Literatur nachgerade unentbehrlich geworden.

Unter den artistischen Beilagen ist die Gesammtkarte der Schweiz 1:500,000. von unserem bewährten K. Leuzinger in Curven und Tönen ausgeführt, " ein wohl nicht unwillkommener Ersatz der dieses Jahr nach dem für die Clubgebiete aufgestellten Programm ausfallenden Excursionskarte. Es handelte sich bei der Erstellung dieser Karte darum, dem 8. A. C. ein schönes, plastisches Gesammtbild der Schweizeralpen und zugleich eine übersichtliche Touristenkarte zu bieten. In wie weit dieser Doppelzweck erreicht wurde, darüber steht dem S.A.C. das Urtheil zu, aber wir glauben, sowohl der Autor wie der Drucker der Karte dürfen dieses Urtheil getrost erwarten. Dass, um das physikalische Bild nicht zu stören, mit den Namen etwas sparsam umgegangen werden mußte, versteht sich wohl von selbst. Das Kärtchen der XVorwort.

Diablerets zu pag. 32 ist der Excursionskarte entnommen und nur zur Erläuterung der von Herrn Beranek vorgeschlagenen Vermehrung der Nomenclatur beigegeben worden. Von den beiden Panoramen ist dasjenige des Hohen Faulen eine vielversprechende Erstlingsarbeit der jungen Section 8t. Gotthard und wird hoffentlich- nicht der einzige Beitrag bleiben, der dem Jahrbuche von dorther zukommt; dasjenige der Dent-des-Morcles dagegen ist ein Werk unseres Altmeisters Gr. Studer, welchem mit den Herren R. Ritz und G. Beraneck das Jahrbuch die ganze artistische Ausstattung der Rubrik Clubgebiet zu verdanken hat. Ihnen und allen Anderen, die mit Feder oder Stift an dies'em Jahrbuche mitgewirkt haben, namentlich auch dem bisherigen Central-Comité, welches der Redaction während seiner ganzen Amtsdauer immer das freundlichste Entgegenkommen bewiesen hat, sei hiemit ihr werkthätiger Eifer für die Sache des Jahrbuches wärmstens verdankt!

Zum Schlüsse benutzt die Redaction die Gelegenheit, dem S.A.C. einige Wünsche auszusprechen, deren Erfüllung ebenso sehr im Interesse des Clubs, wie der Redaction und der Setzer liegt:

Erstens bittet die Red. um leserliches, nicht zu eng geschriebenes Manuscript mit breitem Rande.

Zweitens um.rechtzeitige Einsendung der Beiträge. Die Termine hiefür sind: 1. Januar für Alles, was Vorwort.XI das Clubgebiet und die artistische Ausstattung betrifft; 1. Februar für Freie Fahrten und Abhandlungen; 1. März für Kleinere Mittheilungen.

Drittens um Einsendung von Clubhüttenansichten, soweit solche im Jahrbuch noch nicht erschienen sind; damit nach und nach alle Clubhütten des S.A.C. ihre Stelle im Jahrbuche finden können.

Viertens um Einsendung von Führerverzeichnissen zur Fortsetzung der in den Jahrbüchern I und II begonnenen Liste der Grletschef führer und ihres Repertoirs.

Fünftens um directe Zusendung der Sectionsberichte an das Central - Comite, denn dieses, nicht die Redaction, besorgt die Chronik des S.A.C.

Und damit übergibt die Redaction dem S.A.C. den XVII. Band seines Jahrbuches und empfiehlt ihm dasselbe auch für die Zukunft zur kräftigen Unterstützung und Mitarbeit. Das Gelingen oder Mißlingen des Buches liegt nicht in der Hand des Redactors, sondern in derjenigen des Gesammtvereins. Vivat, floreat, crescat 8. A. C.!

Bern, im Mai 1882.

A. Wäber.

I

Clubgebiet.

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