Vorwort

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Wenn das Jahrbuch des S.A.C. auch dieses Mal wieder ungefähr zur riehtigen Zeit erscheinen kann, so ist das gewiß nicht das Verdienst einer Reihe von Sektionen, welche ihre Berichte erst zu einer Zeit einschickten, in welcher der Herr Centralsekretär wie der Unterzeichnete das Recht gehabt haben würden, ihre Annahme, resp. ihren Abdruck zu verweigern. Wenn auch in Zukunft diese Berichte dem Jahrbuch einverleibt werden sollen, und nicht etwa den „ Mitteilungen ", so werden Verlag und Redaktion des erstem sich dazu entschließen müssen, das Innehalten der Fristen für die Eingabe der Manuskripte kategorisch zu verlangen, um nicht die gewissenhaften Mitarbeiter um der nachlässigen willen warten lassen zu müssen. Auch so sehen wir uns genötigt, das Jahrbuch ohne die Exkursionskarte zu verschicken, deren Erscheinen vor dem Jahrbuch und zugleich mit dem Itinerar ein Abgeordneter in Olten unter Zustimmung des Centralkomitees gewünscht hatte. Die Bestellung, die Sache des Centralkomitees ist, erfolgte bei dem topographischen Bureau etwas spät, und zudem erklärte dieses, daß es darauf bestehen müsse, diese Reliefkarte technisch mindestens auf die Höhe der letztjährigen „ Evolena- Zermatt -Monte Rosa ", zu bringen. Die Clubgenossen, denen die Karte Ende Juli nachgeliefert werden wird, werden sich, so hoffen wir zuversichtlich, beim Anblick der neuen Leistung des topographischen Bureaus und der Gebrüder Kümmerly für ihr Warten mit dem Spruche trösten, daß gut Ding eben Weile haben will. Ich benutze die Gelegenheit, um Herrn Oberst Lochmann und seinen Ingenieuren und Beamten den Dank auszudrücken für den Eifer? mit welchem sie jeweilen bemüht sind, den alten Ruhm des S.A.C., daß er die besten Clubkarten veröffentliche, zu erhalten.

Was nun den Inhalt vom Jahrbuch XXIX betrifft, so geht damit das Clnbgebiet Rhätikon zu Ende, touristisch dürfte darin so ziemlich Vili alles erschöpft sein, was für uns Beachtung verdient. Wissenschaftlich wäre noch manches darzustellen, kann aber vielleicht mit dem angrenzenden neuen Gebiet zusammen behandelt werden.

In den „ Freien Fahrten " war die Redaktion so frei, ein freundliches Anerbieten von auswärts zu benutzen, um ein von unsern Clubgenossen vernachlässigtes, sehr dankbares Gebiet eingehend behandelt zu sehen. Die übrigen Arbeiten dieser Abteilung sind zum Teil Fortsetzungen der im Jahrbuch XXVIII begonnenen Monographien.

In den „ Abhandlungen " sind historische und naturwissenschaftliche Themata vertreten, so daß zu hoffen ist, es werden alle Leser, welche diese Abteilung nicht grundsätzlich überschlagen, etwas für sie Interessantes finden.

Für die „ Kleineren Mitteilungen " habe ich wiederum starke Anleihen bei fremden Zeitschriften machen müssen, statt daß ich mit heimischen Beiträgen hätte wirtschaften können. Und doch wäre gerade hier Gelegenheit für angehende alpine Schriftsteller, ihre Kräfte zu versuchen und zu üben.

Die „ Chronik " giebt mir keinen Anlaß zu Bemerkungen.

Was die Illustrationen betrifft, so haben wir den Versuch gemacht, farbige Darstellungen zu bringen, welche der modernen Technik weniger Schwierigkeiten bereiten als früher. Immerhin will es immer noch nicht gelingen, den zarten Reiz eines Aquarells, das über hundert Jahre alt ist, aber im Original noch sehr frisch aussieht, herauszubringen, und die Reproduktion scheint bei einer modernen Vorlage leichter zu sein.

Auch dieses Mal sind es vorzugsweise alte Getreue, denen der Redaktor des Jahrbuches es zu verdanken hat, wenn er in leidlicher Weise mit diesem zweiten Bande seine Probezeit hat zu Ende führen können. Die Zukunft wird zeigen, ob er ferner dazu berufen ist, hier mitzuwirken, aber das erlaubt die Erfahrung ihm wohl schon jetzt zu sagen, daß die schöne Aufgabe, das Jahrbuch des S.A.C. zu redigieren, keine leichte ist und ohne energische Sympathien von Seiten des gesamten Clubs sofort eine unmögliche werden würde.

Bern, im Juni 1893.

Dr. H. X>übi.

I.

Ciubgebiet.

Jahrbuch dea Schweizer Alpenclub. 28. Jahrg.

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