Wunderliche Wortwesen in Gebirgsmundarten

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( I- Teil

vVon Manfred Szadrowsky

( Churj. Einleitung.

Zur notwendigen Ausrüstung des Bergsteigers gehört Sprachwissenschaft nicht. Sind Gemsen, Munggen, Falter seine Freude, warum nicht auch lebendige Wortwesen? Er hört Steine rumpeln, Winde sausen, Bäche rauschen, Bergler reden. Helfen kann ihm Sprachkunde dann und wann, freilich viel seltener als etwa Wetter-, Gesteins-, Pflanzenkunde.Vertraut-heit mit der Redeweise des Gebirglers bewahrt den Bergwanderer vor Missverständnissen. Er erkundigt sich in einem Walliser Dorf über einen Bergführer. Dar isch besehe ( r ) fir über d'Bärg z'gan, lautet der Bescheid. Böse ist er — den nimmt er nicht als Führer mit. Ein Lob hat er als Tadel, eine Empfehlung als Warnung missverstanden. Gemeint war: « Der ist tüchtig als Bergführer », keineswegs « böse, schlecht ». Sogar einem schlimmen Tïfel darf man sich im Wallis getrost anvertrauen: « ein gescheiter Mann » ist er, nichts Schlimmes. Er sei schon bös gegangen, sagte auch im Berner Oberland ein junger Bergler zu E. v. Fellenberg, um sich für eine Bergfahrt zu empfehlen. Zwei Stunden taleinwärts kann man noch rite, vernimmt ebenda ein Reitlustiger. Jawohl, das will er! Ein Reitgaul, ein Maulesel steht dann aber nicht vor- dem Gasthaus bereit, sondern im bespannten Wägelein darf oder muss er fahren: das ist mit riten gemeint.

Was lernt man doch Merkwürdiges über Wörter und Wortsinn, wenn man jeden Sommer ein paar Wochen oder Monate mit Berglern zusammen lebtl Aber merken wollen muss man, auch beim Lesen mundartlicher Erzählungen. Am meisten über alle Mundarten zugleich erführe man, wenn man die Bände des Schweizerischen Idiotikons, unseres schweizerdeutschen Wörterbuches, zur Hand nähme. Ich rupfe eine Handvoll aus dem köstlichen Bergheustock und halte sie den Alpenklüblern unter die Nase. Nein, ein geordneter Strauss aus Bergblumen soll es sein. Ohne Bild gesprochen: eine Reihe Wortanwendungen, die uns seltsam anmuten. Das Gemeinsame ist: sonderbar, sogar sinnwidrig dünken sie uns, wenn wir von der neuhochdeutschen Schriftsprache herkommen; ihr altes, gutes Recht wird kund, wenn wir im Altdeutschen Rat suchen, in die Lebensgeschichte der Wörter hineinschauen. Immer wieder zeigt sich: Wörter, die jetzt in der Schriftsprache für Seelisches vorbehalten sind, haben einen sinnlichen Ursprung, gelten darum in Mundarten noch heute über den menschlichen Bereich hinaus für Tiere, Pflanzen, Sachen.

Gerechte Kühe, gerechte Milch, ungerechtes Euter.

Gerechtes Vieh wächst und wandelt besonders im Wallis, im Berner Oberland, in der Innerschweiz. Es g'rächts Tierli ist ein gesundes Tier, en g'rächti Chua eine fehlerfreie, gesunde, besonders am Euter. En ung'rächti Chua ist krank, mit einem Gebrechen behaftet, gedeiht nicht recht. Bei Gott- WUNDERLICHE WORTWESEN IN GEBIRGSMUNDARTEN.

helf kann man lesen: ,Die Kuh war mager, strub anzusehen, hatte noch lange nicht ausgetragen; aber an der sei etwas zu machen, dachte er, wenn sie nicht ungerecht sei. ' Als Währschaftsmängel des Viehs werden 1654 in Graubünden aufgezählt: ,zaunbrechend, leibzeigend, ohngerecht am Flamen, zungensaugend'. Ein ,ungerechtes Euter'ist noch heutzutage ein Haupt-mangel, aber auch die stilli Volli, schlächts Bluet und süsch allerhand Ung'rächts. Es gibt auch g'rächti Milch, gesunde Milch, ung'rächti Milch, kranke, nicht reine. ,Die Milch ist gerecht, die am Nagel klebt und nit fleusst ', liest man im 16. Jahrhundert; im 17. Jahrhundert wurde auch untersucht, ,ob der Gebranntwein gerecht oder gefelscht sei ', der Wein ,gerecht und guot '. Eben diese Wendung betrifft im 16. Jahrhundert einen Amboss, ,grecht und gwär'einen Kochherd. An einer Brücke in Beatenberg ist kein g'rächte Bitz me. Einer Walliser Frau dürfte man nicht vorwerfen, sie könne nit eppes G'rächtsch mache, zum Beispiel kochen. Aus Gotthelf wäre zu lernen:, Es King ( Kind ), we 's öppis G'rechts werde well, sott emel geng zweu Jar saugen. ' Keis G'rächts tue, « nicht gut tun », sagt man zum Beispiel in Schiers von Menschen, Tieren und auch Pflanzen, die nicht gedeihen wollen. Er ist nit ds g'rächten Tödsch g'sterbe oder er ist nit z'g'rächte(n ) Töde(n ) fortcho, « es ist mit seinem Tod nicht recht zugegangen ». Es g'rächts Chind kann im Wallis zweierlei bedeuten: ein braves, folgsames kann gemeint sein, aber auch ein schön gewachsenes, hübsches. G'sund und g'rächt soll ein Mensch sein, das heisst gesund und richtig gebaut. Da sind wir wieder in der Nähe der gerechten Tierlein und der sachlichen Grundbedeutung von gerecht, nämlich « gerade, aufrecht »: es gab auch gerechte Schindeln ', gerechte Mauersteine '. Verweilen wir noch ein bisschen bei gerechten Menschen! Me muess Gott danke, wenn alii Chind g'sund und g'rächt sind, eben leiblich wohlbeschaffen. Bei Gotthelf soll ein junger Mann bald aus dem Krieg heimkommen, ,aber gesund und gerecht '. Im 15. Jahrhundert liest man, ,dass dem Br. zwen finger lam sint worden und dass im die niemer mer gerecht werden '. So wenig wie g'rächt darf man ung'rächt ohne weiteres wie schriftsprachlich .ungerecht'in rechtlich-mora-lischem Sinne deuten. Es ung'rächts Chind ist ein verwachsenes oder kränk-liches. Ds Mareili isch chranks g'si und isch gang no ung'rächts, also noch unpässlich. Da kann sogar ein Pfarrer .ungerecht'sein: er ist bald so alt wie Methusalem, so erzählt ein Berner Dorfkalender 1858, und weiter: Zwar ist er scho lang ung'rächte ( rj g'si, dass-me g'meint het, es chlepf-ne. Im Bernischen kann man auch z'grächtem ässe: die ordentliche Mahlzeit ist gemeint oder rechtes, gehöriges Essen. Grad z'g'rächtem fürt gä bedeutet « sofort und für immer fortgehen », z'g'rächtem ufe cho « für immer auf den Berg ziehen ». Chunnst z'g'rächtem? fragte ein Gefangener einen ihn besuchenden Kumpanen und meinte damit: Kommst du ebenfalls als Arrestant? Du wärist de grad z'g'rächtem hie diheim, sagte eine Witwe zu ihrem Knecht, dem sie die Heirat vorschlug. Einer, der zur Schule soll, hätte gern es g'rächtigs G'wand, ein gutbeschaffenes, ordentliches Kleid. Einem andern ist ufern Wäg nütg'rächts worde, unwohl geworden. Es sei nicht ganz verschwiegen, dass auch im Gebirge etwa es ung'rächts Manndli lebt, das mein und dein nicht zu unterscheiden weiss, betrügt und lügt, obwohl ung'rächts Guet nid b'schüsst.

Unser Augenmerk hat « Gerechtem » und « Ungerechtem » in leibhaftigem Sinn gegolten. Waldg'rächt b'schlage ist noch eine einschlägige Wendung: Baumstämme, die man als Bauholz verwenden und vorher bequem verladen will, entrindet man und behaut sie leicht an den vier Seiten.

Heu mit Tugend, Käse mit Untugend.

Sagt man im Lötschental: Ds Tugendli ist druis, so meint man damit, im Gras, im Heu sei keine Kraft mehr. Der Wi(n ) hat Tugend, das heisst Kraft und Geist. Der Chäs hat kei Tugend nie, keine Kraft, keinen Wohlgeschmack. Auch Fleisch kann seine Tugend verlieren, Untugend spüren lassen, einen Beigeschmack. ,Viel Tugend habe der Kaffee nicht ', ist bei Gotthelf zu lesen. Wäder Bitz no Tugend ha bedeutet im Bernischen « fade, geschmacklos, geruchlos sein ». Es hat kei Chust und kei Tuget im Aargau « es hat keine Kraft und keinen Saft, es taugt ganz und gar nicht zum Essen ». Stalder verzeichnet auch dergleichen in seinem Schweizerischen Idiotikon von 1812. Er fügt bei, da liege ,eine der ersten, ursprünglichen Bedeutungen'des Wortes Tugend vor. Er hat recht. Tugend gehört zu althochdeutsch tugan « taugen », ist eigentlich « Tauglichkeit, Brauchbarkeit ». Tüchtig ist nach Stalder denn auch « schmackhaft », tuchtlos « unschmackhaft, unbehaglich, unpässlich ». Dazu bemerkt er: « Es ist vom alten tucht gebildet, das ursprünglich nur den Begriff der Kraft enthielt und erst hernach eine dienliche Beschaffenheit bezeichnete '. Im Glarner Land und benachbarten st. gallischen Gegenden soll eine Suppe auch heute noch en guete Tucht ha, sie soll tüchtig si, nicht etwa untüchtig, tuchtlos, « geschmacklos ». Speise nohne Kraft und Geschmack tut man ab mit Doppelausdrücken wie kei Tucht und kei Mange ha, kei Tucht und kei Chraft ha, kei Tucht und kei Frucht ha. Auch ein unnützer, unverständiger Mensch ist im Glarner Land en Untucht. Über schweizerische Tugend im neuhochdeutschen Sinn sind nicht viele Worte zu verlieren. Schon althochdeutsch tugund « Brauchbarkeit, Tüchtigkeit, Kraft, gute Eigenschaft » ist in der Kirchensprache im Sinne der christlichen Tugend-lehre gebraucht worden, wie auch lateinisch virtus, was als Ableitung von vir « Mann » eigentlich « Mannhaftigkeit », dann aber « Tugend » bedeutete. Das Schweizerdeutsch hat noch erbauliche Zeugen für ursprüngliche Tugend ( .moralinfreie'nach Nietzsche ).

Sittliches Misten und sittiger Regen.

Sittlichkeit, jetzt ein ethischer Begriff, ist zum Beispiel beim St. Galler Reformator Vadian noch nichts mehr als « Brauch, Regel »; sittlich war eben « der Sitte, dem Brauch gemäss, bräuchlich ». ,Als sittlich und gewonlich'heisst es oft in Urkunden. Es konnte also von sittlichem buwen ( misten )'der Wiesen und Äcker die Rede sein. Man verfügte, dass die Weiher ,wol suber und sittlich gevischot werdint '. 1661 schreibt einer, die Reuss nehme von Hospental .ihren lauff zimblich sitlich gen Urselen in Flecken '. Um 1800 ist zu lesen: ,Da fienge es an zu schneien gar sittlich ', das heisst « sachte ». In einem schweizerischen Tierbuch von 1563 steht: ,Der Delphin lasst sich sittlich in die tieffe, wozu ein Idiotikonbeleg von 1883 stimmt: der Haifisch ischdö WUNDERLICHE WORTWESEN IN GEBIRGSMUNDARTEN.

neue sitlech i d'Teu f i g'f are. Aus Beatenberg verzeichnet das Wörterbuch sittlich trage, es ist sittlich g'gange, das heisst « sachte, sanft, ruhig ». Früher brauchte man auch sittsam in diesem nicht ethischen Sinn: das Ablösen der jungen Nebenbrut von den Zwiebeln solle ,sittsam geschehen '. Man kann auch sittig ga, tanze, schüttle, das heisst « sachte, ruhig, angenehm »; ein Pferd lauft und zücht sittig, das heisst es zieht den Wagen leicht und gleichmässig; der Wagen ritet sittig, im Gegensatz zu holperig. Auch Gestirne gehen rüejig und sittig, Regen fallt sittig, das heisst « still und gleichmässig ». Man kann auch sittig rüere, das heisst « ruhig werfen ». Trag das sittig! das heisst « vorsichtig », sittig mit eim umga, « schonend »: der moralische Sinn ist nicht weit davon, eben « sanft, schicklich, sittsam, züchtig »: Das isch doch es siltigs, nüt-a(n)lässigs Meitschi; das Idiotikon erklärt: « ein bei aller Freundlichkeit in den Schranken der guten Sitte bleibendes Mädchen » und fügt bei: « das sich keinerlei Ausschreitungen gestattet. » Sitte ist also zuerst nichts mehr als Bruch « Gebrauch, Gewohnheit », erst nachher « Gesittetheit » im anerkennenden Sinn und gar « Sittlichkeit » im ethischen Sinn.

Fromme Kühe.

Ein ähnlicher Grundbegriff wie in Tugend steckt im Eigenschaftswort fromm. Im Emmentaler Kuhreihen heisst es: B'hüet Gott-mer alii mini Fromme, dass keines mer fräss der Bär. Gemeint sind d'Löbe, die Kühe, die gutmütigen, ruhigen, treuen, natürlich nicht die « frommen » im schriftsprachlichen Sinne. Es fromms Ross, das nicht ausreisst, vertritt eine ursprünglichere « Frömmigkeit » als en Frumme « ein Pietist ». Sogar auf Sachen lässt sich fromm anwenden: nach Spreng ( um 1760 ) gibt es in Basel ,fromme Härlein ', das ist « schlichtes kurzes beim Kämmen nicht widerstrebendes Haar ». ,Frumm sind zu Basel ( stellt Spreng ferner fest ) nach der gemeinen Redensart nur Dienstboten, wenn sie nur keine langen Finger haben, auch wenn sie im übrigen fluchen und andere solche Dinge treiben. ' Die erste Bedeutung von fromm ist ( ähnlich wie in der Gruppe von Tugend ) « leistungsfähig, tüchtig, wacker », ohne religiösen Einschlag, sehr leibhaftig und erden-nah. Ohne Anspruch auf einen Heiligenschein wollten denn auch die Eidgenossen in Zuschriften als ,fromme Eidgenossen'angeredet werden. Sie waren aber meist nicht nur wacker und rechtschaffen, sondern auch fromm in dem Sinne, den das Wort hauptsächlich durch die Bibel bekommen hat. Auch solche Frömmigkeit ist mehr wert als viel anderes: Vor altem dumm und frumm und jetzt g'lert und verchert. Das Zeitwort frümmen, an-frümmen braucht man für « machen lassen, bestellen, ausbedingen »: I han-im's scho lang ag'f rümt, er mües mer en Rock mache. So hat denn auch ein Mann ,ein paar Musikanten angefrömmt, die müssen am Abend aufmachen ( spielenauch im Wirtshaus kann man etwas afrümme, « bestellen ». Im altern Schrifttum ist mit frummen, frümmen häufig « opfern, stiften » gemeint: ,Dass ich umb myner sei heil gefrumet han und gestiftet ein alter ( Altar ) in dem Krüz-gange des Gottshuses'( 1303 ). Von der Grundbedeutung « förderlich sein, schaffen, bewirken » gingen eben verschiedene Wege aus.

Ein schlimmer Heustock, eine schlimme Stange.

Süd- und innerschweizerische Mundarten brauchen schlimm im Sinne von « schief, schräg ». Das ist auch die Bedeutung des Wortes im Altdeutschen. D'Stanga steit nit gredi üf, sie ist schlimmi, sagt man zum Beispiel im Jauntal, und im Simmental: Die Stud süt schlimm, « diese Säule steht schief », ds ZU süt schlimm, « die Uhr steht schief ». Auch in Avers steht oder ist zum Beispiel ein Heustock schlimm oder ein Wuhr; en schlimme Wäg ist in Nufenen ein schiefer Weg. Aus Nidwaiden sind schlimmi Bei, « krumme Beine » bezeugt, aus Schwiz e schlimme Hick, « ein in schräger Richtung angebrachter Einschnitt »: als Eigentumsmarke erscheinen auf Flössholz der gerade ( vertikale ) schlimme ( von links nach rechts ansteigende ) und schräge ( von rechts nach links ansteigende ) Hick. Derartige « Schlimmheit » zeigt sich denn auch in Ortsnamen: Schlimpel heisst ein Abhang eines Hügels im freiburgischen Fillisdorf ( der zweite Bestandteil ist Bühel, Büel ); im Zürcherischen ist ein Schlimberg ( auch Schiindberg ) bei Kilchberg. Das Zeitwort schlimmen heisst zum Beispiel in Engelberg « ein wenig krumm werden, sich biegen »; man braucht es von Holz, das sich nicht gerade spalten lässt, von Brettern, die sich beim Trocknen verziehen. Im Entlebuch kann man die Schuhe ver-schlimmele, « schief treten ». Wenn es schlimm stat, braucht die Grundbedeutung « schief » nicht mehr mitzuklingen; es kann einfach « schlecht » damit gemeint sein. Wird ein Mensch als en Schlimme bezeichnet, so kann er als « ein Schlimmer, ein Nichtsnutz » getadelt oder aber als « ein Schlauer, Kluger, Gescheiter » gelobt werden.

Das Wort schlimm hat im nordöstlichen Viertel der Schweiz und in Graubünden einen ablautenden Bruder: schlämm, schlemm. Da ist zum Beispiel in Davos en schlemme Heustock, es schlemms Hüsegg, es schlemms Hüs ( spitzwinklig gebaut ), es schlemms Wuor ( schiefwinklig gestellt ), es schlemms G'wätt ( Ecke des Holzhauses ). Im Prättigau geht ein Weg Schlamms üf, « schräg aufwärts ». In Amden ist ein Brett, das sich verbogen hat, schlemm; ein schlimmer, boshafter Mensch ist e schlemme Choge. Im Schwizer Land müsste man von Fall zu Fall untersuchen, ob en Schlämme krumme Beine oder eine krumme, verdrehte Seele habe. En Schlämmen hält sich beim Gehen krumm, er hinkt, geht sonst schlampig. Der Älpler Böni schlummeret gäg ( d)e Vehstall, erzählt Meinrad Lienert.

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