Alpen-Verein Berlin. X. Jahresbericht

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Auf dem Umschlag dieser Broschüre prangen unter der Schutzmarke des Vereins die Zahlen 1903-13. Dies soll uns darauf aufmerksam machen, daß hier eine Festschrift vor uns liegt. In der Tat enthalten die ersten 36 Seiten eine knappe Darstellung der Gründung und der ersten 10 Jahre des Bestehens dieser kleinen akademischen Vereinigung von Bergfreunden und Bergsteigern, die an der Berliner Universität hören oder wirken. Und klein ist diese Gilde geblieben; von den 23 Gründern oder im ersten Vereinsjahr ( 190304 ) Eingetretenen hat er es nur auf 53 ordentliche und außerordentliche Mitglieder und alte Herren gebracht. Immerhin ist erfreulich, zu lesen, daß von den 23 Veteranen noch 15 Mann bei der Jubelfeier vom 28. 30. November 1913 sich betätigen konnten, sofern sie nicht durch zu weite Entfernung daran verhindert waren. Es war dies z.B. der Fall für Carl Curt Hosseus, der damals als Inspector Ingeniero im Landwirtschaftsministerium der Republik Argentinien in Buenos Aires weilte. Wiederholt hat der Tod in die Reihen des A.A.V.B. gegriffen; so verloren zwei Mitglieder, deren Bildnisse beigegeben sind, ihr junges Leben durch Unfall im Gebirge: Kurt von Mosengeil den 6. September 1906 am Wildgall und Dr. Hubert Kath den 6. August 1907 am Matterhorn. Sonst aber konnte der Berichterstatter und Veteran O. Mohr auf Erfreuliches zurückblicken, so auf eine große Anzahl von meist führerlos durchgeführten Besteigungen, darunter viele Neutouren, in den Ostalpen, dem Mont Blanc-Gebiet, den Zermatterbergen, dem Berner Oberland, dem Dauphiné, in der Hohen Tatra, in den spanischen und portugiesischen Bergen, in den Gebirgen Mittel-Italiens, in Griechenland, Korsika, dem arktischen Norwegen, ja selbst in siamesischen Gebirgsländern, Mittelamerika, den chilenischen Anden und im Südpolargebiet. Regelmäßig wurden Vorträge, meist mit Lichtbildern, gehalten, eine alpine Bibliothek, Diapositiv-und Photographiensammlung angelegt. Daneben betätigten sich manche Mitglieder auch literarisch und die Beziehungen zu andern alpinen Körperschaften, namentlich den akademischen, wurden eifrig gepflegt. Über alle diese Dinge ( touristische und literarische Tätigkeit ) geben Zusammenstellungen, Verzeichnisse und graphische Darstellungen Auskunft. Nach den Kurven dieser Diagramme zu schließen, hätte der A.A.V.B. einen ersten Höhepunkt 1907/08 und einen zweiten, etwas niedrigeren, 1911/12 erreicht. Von dem Vereinsjahr 1912/13 handelt der 2. Teil des Jubiläums- schriftchens. Wir entnehmen demselben, daß die Jubiläumsfeier einen sehr gelungenen Verlauf nahm, daß in den West- und Ostalpen, Sizilien, Mittelamerika und dem Südpolargebiet von 31 Mitgliedern 393 Touren, davon 321 Gipfel, 124 Wintertouren, 2 neue Routen und 6 Erstbesteigungen ausgeführt wurden. Über 2 dieser Neutouren, Pizzo Coro und Cavallo del Torro, habe ich im Jahrbuch 49, pag. 273, berichtet; über solche in den Julischen Alpen, auf Haïti und in Sildgeorgien lesen wir hier Einzelheiten.MedaMion.

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