Bergfahrten in Griechenland

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Von Richard Haller.

Der Einladung des Club Alpin Hellénique an den Schweizer Alpenclub zu gemeinsamen Bergfahrten waren etwa 20 Teilnehmer gefolgt. Es wurden für alle unvergessliche Tage.

Parnass.

Nach ruhiger Überfahrt gleitet unsere « Hellas » am 15. Mai 1934 kurz vor 10 Uhr in den lichtüberfluteten Hafen von Patras ein. Wir Mitglieder des S.A.C. werden rasch mit kleinen Booten an Land gebracht. Hier heissen uns die griechischen Bergfreunde willkommen. Nach kurzen Begrüssungen im Clublokale und in den Räumen des Stadthauses ruft uns die grelle Schiff-sirene an Bord zurück zur Weiterfahrt nach Itea. Vor 2 Uhr nachts poltert der Steward an die Kajütentüre und ruft zum Aufbruch zur ersten griechischen Bergfahrt. Noch dösend und sturm im Kopf schnüren wir die nagelschweren Bergschuhe, angeln die hier landesfremden Pickel unter den Schlafpritschen hervor und treten mit vollgepfropftem Rucksack an die Reling, um ausgebootet zu werden. Bereits haben sich die schweren Anker im Meeresgrunde festgebohrt und halten den Dampfer einige hundert Meter vor Itea, unserem Ausgangspunkt zum Parnass. In schaukelnden Gondeln gleiten wir den Lichtpunkten am Ufer zu, wo die für uns bereitgestellten Autos warten.

Parnass.

Blick von der Schulter zum Hauptgipfel. Zeichnung nach Phot. Richard Haller.

Nach längeren Diskussionen, ohne die es einmal nicht geht in Griechenland, sind wir in die Wagen verstaut und rasen in den eben beginnenden Tag hinein. Eine staubige Strasse führt durch die alten Olivenhaine der Ebene von Itea und dann in grossen Kurven hinauf an den kahlen Hängen des eigenartigen Tafelgebirges Delphi zu. Im sauberen Hotel Imperial wird mit Heisshunger das Frühstück eingenommen, und kurze Zeit darauf schütteln uns die Wagen auf holperiger Strasse bergwärts nach Arachowa. Immer wieder müssen wir die phänomenale Geschicklichkeit der griechischen Chauffeure bewundern, wie sie ihre wenig vertrauenerweckenden Wagen durch diese trümmerbedeckten und löchergesegneten Strassen lenken.

In Arachowa, einem trutzigen, unverfälschten Bergnest mit ebensolchen Bewohnern, bemühen sich unsere griechischen Freunde um einen Führer. Denn führerlos den Parnass besteigen, ist für ihre Begriffe ein Unsinn. Wie sich dieser Mann dann vorstellt, zeigt uns der erste Blick, dass, nach Ausrüstung und Schuhwerk gemessen, die Gefahren keine grossen sein können. Ebenholz-schwarzer Haarschopf, ebensolche feurige Augen und zwei Reihen schneeweisser leuchtender Zähne machen den Führer sofort sympathisch. In für uns ungewohntem Tempo schreiten wir wie eine Schar Hühner den Berg hinan. Zuerst auf Saumpfaden durch spärliche Wiesen mit dunkelrotem Mohn, dann über Geröll erreichen wir ein Hochplateau. Von diesem aus geniesst man eine herrliche Rundsicht in das Gebirge und auf die Bucht von Itea.

Über Schaf- und Ziegenweiden schlängelt sich ein kaum ausgetretener Pfad in einen Hochwald. Nach etwa 4 Stunden gelangen wir zur Clubhütte des Club Alpin Hellénique, die knapp über der Waldgrenze auf 1850 m Höhe steht. Ein runder Steinbau mit Wellblechdach, wenig Licht und ohne Wasser, ladet sie doch zu kurzer Rast ein. Unterdessen jagen dicke Wolkenballen über die Höhen und verhüllen die nächste Umgebung.

In eintöniger, mühsamer Wanderung steigen wir weiter über Geröll-und Karrenfelder. Unsere Reihen beginnen sich zu lichten, denn immer neue Vorberge tauchen auf und immer ist noch kein Parnass zu sehen. Auf magerer Grasnarbe blüht verschwenderisch Krokus von seltener Pracht und Grösse, der Frühling hat den Einzug eben beendigt. Wie wir durch einen steilen Schneehang einen Doppelgipfel erstiegen haben und sicher glauben, am Ziel angelangt zu sein, sehen wir die eigentliche Gipfelpyramide des Parnass noch weit hinter einer Schneemulde in den grauen Himmel ragen. Unser Führer, der bis dahin mit ziemlichem Geschrei geführt hat, zeigt mit dem Finger auf den Gipfel, setzt sich nieder und ist nicht mehr willens, weiterzugehen. Wir reissen unsere Energie und die bereits etwas ermüdeten Knochen zusammen und nach Durchquerung einer langen Schneehalde steigen wir führerlos über den unschwierigen Grat zum höchsten Punkt des Parnass, dem Liakura, 2457 m ( Arachowa-Parnassgipfel 71/2 Stunden ).

Eine weite Rundsicht belohnt den mühsamen Aufstieg. Das Auge schweift hinaus zum offenen Meere, hinüber zu unbekannten Gebirgsketten, hinab in bewaldete Täler. Für Skifahrten ist das Gebiet mit seinen sanften Höhen und seinen weitauslaufenden Mulden ganz ideal geschaffen.

Auf dem Anstiegswege beginnt der Abstieg, er wird mühsam in dem aufgeweichten Schnee und über das lockere Geröll. Nach zwei Stunden treffen wir unsere Kameraden völlig ausgetrocknet bei der Hütte. Auch der Führer ist wieder da und führt das grosse Wort... Der Rückweg war direkt nach Delphi, der alten heiligen Stätte unter den Felsen der Phädriaden, geplant. Doch ändern wir nach dreistündigem Marsche die Richtung und ziehen bei einbrechender Nacht in Arachowa ein. Kein Wunder, dass der Wirt kaum genug Tranksame herbeischaffen kann, um uns die Wartezeit auf unsere Automobile angenehmer zu gestalten. Wir sitzen mitten auf dem Dorfplatz, angestaunt von der ganzen Einwohnerschaft, und lassen den geharzten Wein in die durstigen Kehlen rieseln.

Auch die letzte Strapaze, die Fahrt nach Delphi, wird überwunden, und ein lukullisches Nachtmahl lässt die Mühen des zweistündigen Marsches vergessen.

Olymp.

Von Larissa, dem Hauptort Thessaliens, führt der Orientexpress die verschlafene Gesellschaft in den grauen Morgen hinein. Nach einstündiger Fahrt stolpern die Räder über eine Weiche und halten vor einem alleinstehenden Hause, der Haltestelle Litochoro. Kaum getraut sich der Stations-gewaltige aus der knarrenden Tür, denn für gewöhnliche Sterbliche hält der Express hier nicht, aber wenn Schweizerturisten den Olymp besteigen wollen, macht ganz Griechenland eine Ausnahme.

Zwei Ruinen von Cars Alpins nehmen die griechischen Bergkameraden und uns in Verwahrung und lassen die ängstlichsten Vermutungen über die kommende Autofahrt laut werden. Aber auch hier, wie in Delphi, haben wir nur Bewunderung für die Autolenker übrig. Ein Glück, dass dem Wagen jedes Scheibenglas fehlt, so sind doch keine Schnittwunden zu befürchten. Nach einer halben Stunde Fahrt über unglaublich schlechtes Gelände sind wir in Litochoro, unserem Ausgangsort. Ein stattliches Dorf, mit massiven Steinbauten, teilweise noch im türkischen Stil, liegt es etwa 8 km vom Meere entfernt am Ausgang einer Schlucht, die vom Olympmassiv herniederzieht.

Hier sollten unsere Säcke und teilweise auch wir Menschen auf die bestellten Maultiere verfrachtet werden. Aber bei unserem Einzug ist weit und breit kein Tier zu sehen. Wappnen wir uns also mit Geduld und kehren zuerst im Dorfwirtshaus ein. Ein Café turque beruhigt die Nerven. Freundlich lächelnd versichert uns der Dorfhäuptling, der den Eselauftrag erledigen sollte, dass er wohl die Bestellung erhalten habe, aber er müsse sich doch zuerst die Leute ansehen, denen er seine Tiere anvertraue. Nach und nach trottelt auch aus den verschiedenen Gässlein Bäuerlein um Bäuerlein mit Lasttieren daher zum Dorfplatz, wo natürlich unter heftigem Disput um den Preis gefeilscht wird. Kreischendes Weibervolk und schelmische Dorfjugend geben dem Bild den malerischen Rahmen.

Unterdessen ist auch unser Olympführer Kristos Kakalos erschienen, ein Mann, zu dem man Vertrauen haben kann. Das zeigt gleich sein forsches Zugreifen in den Eselwirrwarr, vereint mit unserem Landsmann Gustav Dorier aus Athen, der sich um das Gelingen der Expedition grosse Verdienste erworben hat.

Kristos Kakalos, ein Mensch von edlem Wuchs, rühmt sich, aus einer Räuberfamilie zu stammen. Er trägt ein Gewehr und um die Hüften einen Gürtel voller Patronen. An seiner linken Seite baumelt ein Horn, seine Beine stecken in hohen genagelten Schnürstiefeln. Sein ganzes Auftreten verrät Überlegung und Mut. Ich glaube nicht, dass eine Olympbesteigung ohne Kakalos durchgeführt wird, schon 1913 haben unsere Landsleute Daniel Baud-Bovy und Fred Boissonnas mit ihm die Mitika, den höchsten Gipfel des Massivs, erstiegen.

Ein Hornstoss des Führers bringt die ganze Kolonne in Bewegung. Drückende Wärme, die an ein Gewächshaus erinnert, presst den Schweiss aus allen Poren. Vom verhängten Himmel nässt ein feuchter Nebel, als wir in den ausgetrockneten Wasserrinnen durch Stechpalmengestrüpp den ersten Höhen zu steigen. Uns wird erst wohler, als wir über 600 m Höhe erreicht haben, und manch froher Jauchzer tönt hinaus, dem nahen Meere zu. Nach zwei Stunden Anstieg hegt die Nebeldecke unter uns, strahlende Sonne ladet zur ersten Rast ein und gibt den Blick in die Höhen frei.

Auf Kakalos Signal schreiten wir weiter auf leichtem Pfad durch lichten Wald. Leider verlieren wir etwa 300 m an Höhe und gelangen in den Kessel einer bewaldeten Schlucht, wo einsam das Kloster Haghios Dionysos eingebettet liegt. Die fünfkupplige Basilika ist mit Mauern umgürtet, in welche die Wohnungen der Mönche eingebaut sind. Schade, dass dieser Ort der Verarmung preisgegeben ist. Nur noch fünf Mönche fristen ein kümmerliches Dasein an der Stätte einstiger Pracht.

Nach unserem Einzug in den Klosterhof entwickelt sich bald ein buntes, geschäftiges Treiben. Die Esel werden abgeladen und getränkt. Wir selbst gemessen unser Mittagsmahl und halten nach den vier Wegstunden ausgiebige Siesta.

Von Haghios Dionysos führt der Pfad durch Dickicht und Geröll ans Ende der Schlucht. Hier begegnen wir dem letzten Wasser für die folgenden zwei Tage. Kein Wunder, dass jeder sich nach Herzenslust daran erlabt. Nunmehr beginnt in strenger Steigung der eigentliche Weg zur Hütte am Olymp, die hoch oben auf einem Felsgrat inmitten von Lärchen zu erkennen ist.

Nach 31/2 Stunden betreten wir den prächtigen Hüttenplatz, freudig begrüsst von Mitgliedern der Sektion Saloniki des Hellenischen Alpenclubs. Die Hütte ist ein massiver Steinbau mit Betondach und steht auf einer Felsnase zwischen den Tälern Mavro Longos und Kondromissorakhi auf etwa 1950 m 1 ). Sie bietet für etwa 30 Personen Schlafgelegenheit, hat eine offene Feuerstelle und ist zweckmässig eingerichtet. Nur mangelt es an Luft und Licht, denn die zwei kleinen Fenster genügen nicht. Einzigartig ist der Ausblick durch die bewaldeten Täler hinaus auf das Ägäische Meer, das eben von den letzten Sonnenstrahlen vergoldet wird. Von hoch oben grüssen die Zacken des Olymp, mit ihren von steilen Schneerinnen durchzogenen Flanken. Unvergesslich bleibt allen die einbrechende Nacht mit dem bewegten Lagerleben um die riesigen Feuer. Das frohe Völklein der Bergsteiger ist gesprächig geworden, und über allem leuchtet ein herrlicher Sternenhimmel, der das Beste für den morgigen Tag verspricht.

Kurz und prägnant gibt unser Turenleiter Morel von der Sektion Diablerets die nötigen Anweisungen, teilt die Schar in zwei Gruppen: Gruppe I vollzieht die Überschreitung aller Gipfel unter Führung von Kakalos, Gruppe II besteigt nur Skala und Mitika.

Nach einer « hochkantigen » Nacht steigen wir frohgemut zum Südostgrat der Skala empor und über Geröll und Platten leicht zu deren Gipfel, 2866 m, der bequem nach drei Stunden erreicht wird. Nun beginnt in leichter Gratkletterei der Abstieg in die Scharte, die uns vom Hauptgipfel trennt. Nach einstündigem Wiederanstieg über loses Gestein, das zu einiger Vorsicht mahnt, betreten wir den höchsten Gipfel des Olymp, die Mitika, 2918 m. Damit ist für uns der Zauberbann des sagenumwobenen Götterberges gebrochen.

Eine innige Gemeinschaft verbindet uns mit unseren griechischen Bergfreunden, deren Freude über das Gelingen der Fahrt auch in den bewegten Worten ihres verdienten Präsidenten, Prof. Theodorides, schönen Ausdruck findet. Der Dank wird von unserem C. Centralpräsidenten Gugler herzlich erwidert.

Wir gemessen eine herrliche Gipfelstunde, mit einem umfassenden Rundblick in unbekannte Gebirge und Täler, hinaus auf das offene Meer, in den Golf von Saloniki und auf die Halbinsel Chalkydike. Das Auge schweift über den scharfen Verbindungsgrat zu den steilen, bis heute noch nicht erkletterten Westwänden des Throns des Zeus.

Während sich die zweite Gruppe noch der Gipfelrast hingibt, steigen wir in ein sehr steiles, steinschlaggefährliches Couloir der Ostflanke hinunter, um zum Einstieg des Throns des Zeus zu gelangen. Wir können unseren Führer beobachten, wie er mit seinem GewehrStufen in den Schnee schlägt, den er gar nicht liebt, denn er weicht ihm bei jeder Gelegenheit aus und bevorzugt die losen Geröllbänder, in denen er mit gemsenhafter Sicherheit zu Hause ist. Am Fusse des steilen Couloirs angelangt, scheidet unser Führer zwei etwas gar zu unsichere Griechen aus. Nach kurzem Halt beginnen wir den Anstieg zu den drei Zacken des Throns des Zeus, auch Stephan genannt. Nach Überwindung einer mittelschweren Wand erreichen wir den Kamm und turnen in luftiger Kletterei hinüber zum ersten Steinmann, 2910 m.

Noch bliebe für uns der niedrigste Gipfel, der Ilias, ein sanfter Schutt-buckel. Aber wir verzichten der vorgerückten Zeit wegen und beginnen den Abstieg über die steilen Geröllbänder zur Hütte zurück. Ein für die Verhältnisse daselbst feudales Nachtessen erwartet uns. Bis spät in der Nacht fliesst der Tee, und Scherz brodelt an den Lagerfeuern.

Der andere Morgen sieht uns schon in aller Frühe wieder im Anstieg auf gleichem Wege wie am Vortage. Mit schweren Säcken ziehen wir dem Skolion, 2905 m, zu. Über ein sanft ansteigendes Firnfeld erreichen wir die Lücke südlich des Skolion und von da in einer halben Stunde leicht den Gipfel. Er bietet den interessantesten Blick hinüber zu den Wänden des Hauptmassivs. Leider hat sich der Himmel stark bewölkt, und Nebelfetzen jagen um die senkrechten Zacken.

Vom Sattel, 2711 m, wo wir wieder mit der Hauptkolonne zusammentreffen, steigen wir über Schutt und magere Alpweiden in das Tal der Dhrina hinab zum neuen Hüttenplatz. Auf einer mit Weiden bewachsenen Erhebung an der Quelle des Wrysules soll die neue Hütte hauptsächlich für den Winterbetrieb eingerichtet werden, denn als Skigelände eignet sich diese Seite des Olymp wunderbar.

Besondere Genüsse stehen uns hier bevor. Drei ganze Schafe, eben erst geschlachtet, werden an Spiessen langsam über dem Feuer gedreht und von heraufgestiegenen Bauern fein knusperig gebraten. In Schafhäuten ist sogar Wein heraufgebracht worden. Ein echt griechisches Göttermahl vereinigt alle... Und dann beginnt der feierliche Akt der Grundsteinlegung der Hütte, zu der wir Schweizer Paten stehen. Der wohl achtzig Lenze zählende Vorsteher des Klosters Haghios Trios nimmt die Einsegnung des Ortes vor, und unser Centralpräsident Gugler legt den Grundstein zur neuen Hütte « Helvetia ». In Rede und Gegenrede werden freundschaftliche Worte getauscht, und die beiden Nationalhymnen beschliessen die feierliche Handlung.

Schon senken sich Abendschatten in die Täler, und wir sind genötigt, im Eilschritt durch die schöne Landschaft Mazedoniens abzusteigen. In zwei Stunden erreichen wir die Häuser von Sparmos. Eine Menge von Bauern und kläffenden, bissigen Hunden empfangen uns. Sofort weiter. Ach, uns treibt der Durst zum nächsten Ort, denn hier ist es nicht ratsam, Wasser zu trinken. Unterwegs begegnen wir den Autos, die uns abholen sollen. Wir ziehen aber vor, zu Fuss bis Olympia zu gehen, um uns dort zu stärken. Leider ist auch da nichts als der gewöhnliche Schnaps, « Uso », zu bekommen, und mit verbrannten Kehlen steigen wir in die Wagen zu einer unendlich mühsamen sechsstündigen Fahrt über EUasona nach Larissa; 21 Stunden nach dem Aufbruch von der Hütte am Olymp erreichen wir die Hauptstadt Thessaliens.

Damit haben unsere Bergfahrten in Griechenland ihr Ende gefunden. Dankbar gedenken wir der Stunden aufrichtiger Bergkameradschaft, die uns mit den Mitgliedern des Hellenischen Alpenclubs verbunden haben, dankbar auch dem schönen, gastfreundlichen Griechenland.

Der Hellenische Alpenclub ( E. O. S. = Ellenikon Orivatikon Syndesmon ), im Jahre 1927 gegründet auf dem Gipfel des Olymp, zählt heute etwa 2000 Mitglieder, Damen und Herren, die mit Liebe und Idealismus für die Vereinigung arbeiten. Er ist in 19 Sektionen gegliedert und besitzt bereits sechs Clubhütten.

Die technischen Schwierigkeiten der griechischen Berge sind keine grossen, jedoch verlangen alle weite Anmärsche durch wasserarmes Gebiet. Die Ausgangspunkte liegen meist nur wenige Meter über Meer. Deshalb sind die physischen Anforderungen für nicht akklimatisierte Berggänger keine geringen.

Literatur über den Olymp: Le Mont Olymp. Monographie par Marcel Kurz. Avec 3 panoramas et 14 planches hors texte, 2 cartes annexes, dont une au 1: 20,000 levée par l' auteur. Editions Attinger, Neuchâtel 1923. E. Richter, Zur Ersteigungsgeschichte des Olymp. Jahrbuch S.A.C. 1922.

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