Bericht über das Clubfest in Zofingen 1891

Hinweis: Questo articolo è disponibile in un'unica lingua. In passato, gli annuari non venivano tradotti.

über

über

das Clubfest in Zofingen 1891

18., 19., 2O. Juli.

( Bemerkung. Durch besondere Umstände, welche weder dem Verfasser dieses Berichtes, noch der festgebenden Sektion überhaupt zu Lasten fallen, wurde dieser Bericht für das letztjährige Jahrbuch XXVII verspätet. Die nachträgliche Berichterstattung im Jahrbuch XXVIII geschieht auf besondere Einladung des Centralkomitees ).

Mußte es nicht die kleine Feststadt mit frohen Hoffnungen erfüllen, als der erste Festtag, Samstag der 18. Juli, mit einem wolkenlosen, lachenden Himmel aufstieg? Es entsprach diese überirdische Eröffnung unseres Festes auch ganz der Stimmung unserer hiesigen Clubgenossen und Clubfreunde; mit heiterem Mute erfüllte uns alle der Gedanke, daß heute eine große Schar von begeisterten und fröhlichen Arbeitern auf dem erhabensten Gebiete schweizerischer Heimatskunde in unsere Mauern einziehen werde. Stadt und Festkomitee hatten ihr Bestes zum Empfang der Gäste gethan; hatte doch das Bauamt der Stadt extra auf diesen Anlaß die bisher noch ziemlich öde Umgebung der Turnhalle, des Bankettlokales, mit würdigen Naturdekorationen alpinen Charakters geschmückt.

War auch am Vormittage das im Senngarten beim Bahnhof bereitstehende Empfangs- und Quartierkomitee fast nur von eintreffenden Delegierten in Anspruch genommen, so nahm wirklich von Mittag bis abends die Zahl der anrückenden Gäste in recht ermunternder Weise zu, und nach Schluß der Delegiertenversammlung entwickelte sich bald im geräumigen Senngarten ( nicht etwa zu verwechseln mit einer Milchkur-anstalt ) jener lebhafte Begrüßungsverkehr zwischen alten und neuen Freunden, wie er schon den ersten Abend eines jeden Clubfestes auszeichnet. Die helle, warme Sternennacht lud ein zu fröhlichem Pokulieren. Wohl manchem Gaste, der in akademischen Jünglingsjahren schon hier festliche Stunden durchlebte, mußte es wieder weiter ums Herz werden; ganz natürlich, daß das so aufquellende Hochgefühl nachgerade nach Expansion strebte und die Erinnerung an manehe andere Stätte ehemaliger Burschenfröhlichkeit veranlaßte und damit auch den pietätsvollen Besuch dieser Stätten selbst; so kam es, daß gegen Mitternacht und auch nachher so ziemlich die ganze Stadt von Festjubel erfüllt schien. Sonntagmorgen! schmerzliche Enttäuschung! womit wohl hatten wir sobald schon die Gunst des Himmels dermaßen verscherzt? Wäre etwa gestern Abend des Guten zu viel gethan worden, so daß eine bedeutende Abkühlung der Feststimmung not gethan hätte? Kein Falb dürfte je solches behaupten! Oder wollte etwa der Himmel mit seinem schwarz aufgezogenen Wolkenheer alle die vielen noch erwarteten, aber ausbleibenden Gäste noch extra entschuldigen, während sie sich eigentlich durch Schützenfeste, Turnfeste oder gar, wie man sagt, durch eine just auf die Tage des Festes angesetzte Clubsektionstour abhalten ließen?

Genug, trotz gespanntester Aufmerksamkeit der massenhaft auf dem Bahnhof und im Senngarten postierten Empfangs- und Quartierkomitees blieb der erwartete große Zuzug vom Sonntagmorgen zum größten Teile aus. Das mußte wohl unsere Strafe dafür sein, daß wir gegen allen Brauch das Clubfest mitten in den Sommer hinein gesetzt, daß wir geglaubt, jedem Schweizerclubisten gehe das Fest des S.A.C. vor allen andern Festen und daß auch von Zofingen aus, so gut wie von andern Orten, die allerschönsten Bergfahrten unternommen werden könnten. Oder war es vielleicht zarte Schonung für das Quartierkomitee unserer Liliput-stadt, welches man nicht durch einen Überschwall von Gästen in schwere Verlegenheit bringen wollte? Da hätte man unser Quartierkomitee wahrlich schlecht gekannt. Nun, sei dem, wie es wolle. Sie, welche da waren, sie ließen sich auch durch den dichtesten über dem Wigger-thale ausgespannten Wolkenschleier nicht aus dem Concept bringen und gingen eifrig bis zum Beginn der Generalversammlung den wichtigsten Sehenswürdigkeiten unseres Städtleins nach, den Künstlerbüchern auf der Stadtbibliothek, der Pfahlbautensammlung aus dem Wauwylermoos ( reine Steinzeit ), befindlich im Schulhausmuseum, den antiken Mosaikböden im Römerbad.

Die Generalversammlung füllte die große Aula des Schulhauses vollständig, allerdings nicht nur mit Gästen, sondern auch mit zugewandten Eingeborenen. Sei es dank der verschiedenen interessanten Vorträge und Reden, sei es infolge der zweckmäßigen Anlage der Türen, die Ausdauer des Auditoriums war die dankbarste und seine Aufmerksamkeit bis zum Schlüsse eine musterhafte. Eine specielle Aufzählung der Traktanden und der Beschlüsse dürften wir den Lesern des Jahrbuches XXVIII zwei Jahre nach dem Feste wohl ersparen; sie sind im Jahrbuch XXVII zu finden.

Von der Aula zur Turnhalle, dem Bankettlokale, brauchte es nur wenige Schritte. Auf dem Platze vor dieser letztern ließ eine Anzahl der allerältesten Clubisten oder wenigstens Gletscherfahrer aus der Gemeinde Zofingen es sich nicht nehmen, sämtlichen anrückenden Gästen die Honneurs zu machen; zum Eintritt in die Turnhalle selbst waren sie aber durchaus nicht zu bewegen; wir meinen jene erratischen Blöcke, welche zur bleibenden Dekoration des Platzes von der städtischen Bauverwaltung kürzlich erst aus der nahen Gemeindewaldung herbeigeschafft worden waren ( alles ursprüngliche Angehörige des Rhonethaies ).

Die Banketthalle erwies sich für die Zahl von cirka 200 Festgästen, statt der 400 erwarteten, etwas zu groß, auch ungeachtet des zahlreichen Zuzuges von Zofinger Freunden. Glücklicherweise that dieser Umstand der akustischen Wirkung der meist ernst gehaltenen offiziellen und nicht offiziellen Reden, sowie der Vorträge unseres Männergesaugvereins und mehrerer Solosänger und Instrumentalmusiker keinen Eintrag und die Thätigkeit der Festwirtschaft entfaltete sich bei dem reichlichen Cirku-lationsraum so günstig, daß es jedes nicht erschienene Clubmitglied mit Neid hätte erfüllen müssen, wenn überhaupt diese Eigenschaft bei ihnen vorkäme.

So nahm denn das Firmament der Feststimmung in der Turnhalle mehr und mehr einen rosigen Schein an; was Wunder, daß sich da der äußerliche Himmel bald in Gefahr sah, gänzlicher Verachtung anheimzufallen und sich zu einigen Konzessionen entschloß, mit einem Worte deutlich Miene machte, sich aufzuhellen. In Anerkennung dieses Vorschlages zur Güte beschloß man, wenn auch nicht den programmgemäßen Waldspaziergang zum „ hohen Ausblick ", cirka 650 m Höhe, doch wenigstens einen Massenbesuch unseres sogenannten „ heiteren Platzes ", einer Anhöhe in etwa 10 Minuten Entfernung von der Stadt, zu unternehmen. Wie schmerzlich war es da oben für uns Zofinger, die wir so gerne von hier aus die Pracht unserer Alpen genießen, dieselbe unsern Gästen nicht zeigen zu können; nach Süden war der Wolkenllor noch undurchdringlich. Und doch wirkte auch so noch der weite von gewaltigen Linden eingefaßte Platz, der auch die größte Landsgemeinde aufzunehmen im stände wäre, wie immer festlich auf seine vielen Besucher von nah und fern, und nur eines Viertelstündchens Sonnenschein hätte es bedurft, um da .oben in luftiger Höhe das fröhlichste Festleben erwachen zu lassen. So aber konnten nur einige flotte Weisen unserer Festmusik und die verregneten Tische das Waldfest andeuten, das da oben als Abschluß jenes Spazierganges zum „ hohen Ausblick " geplant war. Und doch, so spur- und eindruckslos für spätere Tage durfte diese festliche Station nicht verlassen werden; in begeisterter Improvisation formieren zwei Freunde aus den Sektionen Uto und Mythen die fröhliche Menge in einen Halbkreis und vor die Mitte desselben tritt — geleitet von dem einen Festherolde — ein mächtiger Photographierapparat, bestimmt, diese erste eidgenössische Festversammlung auf dem „ heitern Platze " in Folioformat bildlich zu fixieren. Wie die seither erschienenen Proben beweisen, wurde dieser Zweck in unübertrefflicher Weise erreicht. Wie sprechend getroffen und doch dabei so ideal gestimmt diese Hunderte von Köpfen, welche lebensvolle Mannigfaltigkeit im Ausdruck der verschiedenen Charaktere, von der ehrenfesten freundlichen Würde der Alten bis zum fidelen Humor der Jungen, und doch alle so stramm und wetterfest!

Es ist doch wahrlich etwas anderes, so in gehobenster Feststimmung inmitten eines weihevollen Haines der Nachwelt üherliefert zu werden, als in der werktäglichen Beleuchtung eines photographischen Glaskäfigs mit seinen Theaterdekorationen aus Karton.

Was aber soll nun werden mit demjenigen Naß, welches man auf jenen Tischen zu kredenzen gehofft hatte? Das war notgedrungen unten in der Banketthalle zurückgeblieben. Also: wieder dorthin! aber in festlichem Zuge, Musik an der Spitze und nicht auf dem kürzesten Wege, sondern flott durch die ganze Stadt, so ungefähr nach dem Liede: „ Wenn wir durch die Straßen ziehen, recht wie Barsch in Saus und Braus " u. s. f. Erfrischt und neu gestärkt ließ männiglich sich zu neuem Festleben nieder und immer weniger gedachte man derer, die nicht da waren.

Kaum vermochte abends der als neuer Festplatz auserkorene Zehndergarten die gemütliche Vereinigung aller Festgäste und ihrer Freunde zu fassen. Hier schwang nun die heiterste Muse ihr Scepter. Die Krone des Abends errang sich wohl der neue Aristophanes ( gebürtig aus dem Zürcher Oberland, Rüti ), welcher den am Tage vorher in der Delegiertenversammlung, wie man sagte, tödlich niedergestreckten Centralsekretär des S.A.C. noch einmal aufleben ließ im Momente des Umzuges aus der deutschen Schweiz in die Residenz eines welschen Centralkomitees. Gefolgt von seiner zahlreichen Familie und einer ganzen Fuhre Hausrat, bricht sich der Arme Bahn durch die Menge, um sich dem neuen Centralkomitee mit dem vergnüglichsten français fédéral vorzustellen. Überhaupt wurde so ziemlich allen unsern Landessprachen Ehre angetan, nicht zu vergessen das Toggenburgerische. Immer weiter wurde der Horizont; unmöglich konnte der Zehndergarten auf die Länge all den Humor und Rumor fassen, der alle die Fröhlichen beseelte; und wiederum wie gestern erfolgte zur Ergänzung des offiziellen Centrums im Zehndergarten die Bildung neuer Centren für Pflege der höhern eidgenössischen Geselligkeit in den verschiedenen hiefür geeigneten, ziemlich zahlreichen Lokalitäten der Stadt. Wie würdig wären alle die hier und dort zu Tage geförderten Ideen, Anregungen, Anträge und Motionen, an dieser Stelle der Nachwelt bekannt gegeben zu werden! Aber solche Stunden, in denen Geist und Gemüt so frei und hoch über dem Alltagsleben schweben, wollen wohl nicht beschrieben, sondern erlebt werden.

Montag. Siehe, auch der Himmel kann sich nicht länger gegen die Feststimmung sträuben; nach den Wirbeln der Tagwacht sammelt sich bald wieder die treugebliebene Großzahl unserer Gäste unter allen Anzeichen himmlischer Aufheiterung im Zehndergarten zur Morgensuppe an frischer Luft. Nur eine kurze Sorge noch für das sämtliche Gepäck, welches voraus nach Olten, der Abschiedsstation, dirigiert wird, und es kann die wohlthuende Morgenwanderung angetreten werden nach dem Engelberge im hellen beglückenden Sonnenschein. Wohl unter dem Eindrucke des energischen Hymnus gegen die Führerlosen im Liederbuche des „ fröhlichen Murmeltieres " hielt sich die Festleitung verpflichtet, auch für diese ungefährliche Expedition einen Führer zu bezeichnen. Die Wahl war nicht ganz glücklich getroffen; sei es, daß der Vortrab ihn zur Schonung seiner offenbaren Dickleibigkeit dem sanfteren Tempo des Gewalthaufens überlassen wollte, sei es, daß dieser Führer wegen Patent-losigkeit der nötigen Autorität entbehrte, nm alle seine „ Herren " hinter sich zu behalten — er blieb bald weit hinten. ( Er wurde für diesen Echec reichlich entschädigt durch die Gesellschaft jenes heiteren Club-und Schulpoeten, der trotz seiner ergrauten Haare gestern Abend noch eine zahlreiche Familie zu gründen gewagt hatte; es ist natürlich unser bekannte Aristophanes. ) Trotz alledem behielt — es muß die Orientierungsgabe unserer Avantgarde anerkannt werden — die ganze Kolonne auch ohne Karte, ohne Kompaß und ohne Wegmarkierung in dem für sie meist ganz unbekannten Terrain die richtige Route durchaus sicher ein, zunächst gegen das weitbekannte, eine Stunde von Zofingen entfernte Bad Lauterbach. Ob vielleicht ein Quellenfinder vulgo „ Wasserschmöcker " an der Spitze ging? Dieser Platz Lauterbach, eine beliebte Sommerfrische für weitere Kreise, am Südabhange des Engelberges, genießt einer herrlichen ausgedehnten Alpenansicht. Nach einem unwillkürlichen Halte daselbst gelang es nur der verständigen Erklärung eines Komiteemit-gliedes, daß oben auf dem Gipfelplateau die Aussicht noch schöner sei, das Gros des Zuges zum Weitermarschieren zu bewegen. Trotz dem kühlen Schatten des herrlichen, so vielen Sonntagsausflüglern bekannten Buchenwaldes preßte der weitere Aufstieg manchen Schweißtropfen aus; war vielleicht noch überschüssige Wärme von „ gestern Abend " her schuld daran oder bloß die vom Vortrab mutwillig aufgesuchte steilste Steigung der Berghalde, auf welcher ehrenhalber die ganze Heerschar folgen mußte?

Aber oben aus dem Schatten des Gehölzes heraus trittst du auf einmal an den jähabfallenden Rand einer grünen Weide, auf welcher emsige Mäder das duftige Bergheu einheimsen, und wie mit einem Schlage thut sich dir ein Ausblick auf, den du auf dieser Höhe von bloß 715 Metern kaum erwartet hast. Dort der hehre Alpenkranz vom Urirothstock bis zum Moléson ( zwar heute noch immer nicht im reinsten Glänzehier nordwärts aber schmiegt sich der Jura in seinem erquickend grünen Gewände von Wäldern und Weiden, mit zahlreichen hellblinkenden Gehöften so nahe, daß es dich gelüstet, über das Thal hinüber das Echo zu probieren: unten aber im Thale der blauen Aare ein Kranz von blühenden Ortschaften, uns gerade zu Füßen das stets weiter sich ausdehnende Olten, dort Aarburg, halb versteckt hinter seiner Felsenfeste, auf der Micheli du Crest vor 150 Jahren als Staatsgefangener der gnädigen Herren von Bern, das erste panoramatische Bild der Alpen schuf; mitten zwischen beiden auf freistehendem Bergkegel das weltbekannte Sälischlößli, ehemals Wartburg geheißen, das wir um reichlich 100 Fuß überragen, dort auf der Höhe des grünenden Juras die althistorische Hauensteinstraße und näher die romantischen Felszacken der ehemaligen Frohburg.

Auf alles das schauen wir mit dem Blicke heimatlichen Wohlgefallens, und auch hier lobpreisen wir das schöne Vaterland mit freudig erregtem Herzen. In unserem Rücken hat sich unterdes am schattigen Waldsaum eine Art alpwirtschaftlicher Station aufgethan, resp. ein wohlversehenes Erfrischungs- und Stärkungsbuffett, ohne daß dadurch die Stimmung gestört worden wäre, und unser hülfsbereite Klosterbrauherr Senn mit Frau und dienstbaren Geistern bekommen reichlich Arbeit, denn die Bergluft „ zehrt ". Alte und neugewonnene Freunde stoßen an und nicht nur ihre Gläser, auch ihre Herzen klingen miteinander an; sie fühlen alle hier oben im weiten Ausblick, was nie ein Philister fühlt; des Thales Sorgen und Nichtigkeiten versinken; es quillt auf in den Gemütern das Gefühl: Auf den Bergen ist Freiheit! Und wie konnte es anders sein, es muß auch laut ausgesprochen und gesungen sein, was das Herz bewegt, und es preist in begeisterten Worten zuerst der neugewählte Centralpräsident, Herr Pfarrer Baumgartner, im Blicke auf das zu Füßen liegende Olten, der einstigen Geburtsstätte des S.A.C., die Ideale unseres Bundes und ihre Erfüllung in Vergangenheit und Zukunft. Ihm folgen mit gleicher Wärme Redner französischer und deutscher Zunge und jedes Wort geht zu Herzen.

Jetzt, o trefflicher Hauptmann von Schwyz, findest du abermals den Augenblick gekommen, dein Werk zu thun; wiederum richtest du auf den gesamten Kreis der Fesfgenossen deine riesige Photographierkanone und ohne Fehl getroffen sind wir wiederum alle gebannt auf die zauberische Platte, zum fröhlichen Gedächtnis in späteren Tagen. Sommerlich klare warme Luft weht über den Festgenossen und offenbarlich freut sich jeder seines Daseins.

Doch wie von jeder Höhe, muß auch von diesem Engelberg geschieden sein. In verschiedenem Tempo wird auf dem praktikabelsten Wege durch jungen Wald hinabgestiegen in die grüne Mulde zwischen Engelberg und Wartburg und am Fuße dieser letzteren auf aussichtsreichem Wege nach Olten zu gewandelt, wo unser im neuen festlichen Gemeindesaal das Schlußbankett wartet. Es werden auch hier noch gut eidgenössische Worte gewechselt, zumal von Seiten der welschen Brüder, und unter Chor-und Einzelgesängen rauschen die letzten Minuten der gemeinsamen Festfreude dahin. Nicht ohne die herzlichste Aufforderung der Clubgenossen von St. Gallen zum Besuche des nächsten Clubfestes in ihrer Heimatstadt nach zwei Jahren. Wer könnte diesem Rufe widerstehen, wenn es wahr ist, was ein St. Galler Redner beteuerte, daß nämlich ein jedes Clubfest alle seine Teilnehmer um volle zwei Jahre verjünge? Wer wollte eine so herrliche Gelegenheit versäumen, sich in ewiger Jugend zu erhalten?

Sollte dies der Sektion Zofingen gegenüber ihren lieben Gästen wirklich gelungen sein, so wären ihre kühnsten Hoffnungen übertroffen. Möchte eine recht große Schar dann auch in St. Gallen sich dieses Zaubers teilhaftig machen, wenigstens zweimal so viele als in Zofingen.

A. Burri.

Feedback