C. T. Dent: Hochtouren

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Von dem vorzüglichen englischen Werke „ Mountaineering ", das ich hier nur deswegen nicht recensiert habe, weil mir kein Redaktionsexemplar zugekommen ist, obschon ich es natürlich anderweitig gelesen habe, ist eine deutsche Bearbeitung von einem ganz kompetenten Verfasser erschienen. Wie es die Verhältnisse mit sich brachten, ist in dieser Bearbeitung den deutschen Ostalpen die Beachtung zu teil geworden, die man in dem englischen Original vermißt. Auch wir können damit nur einverstanden sein, da die Darstellung der eigenartigen Verhältnisse der Ostalpen durch Kenner derselben zur Vollständigkeit des Handbuches über das Bergsteigen gehört. Dagegen mag man es, wie der Referent, bedauern, daß dadurch einzelne englische Abschnitte „ herausgedrängelt " wurden, wie die persönlichen Erinnerungen von Justice Wills und C. G. Mathews, welche dem Buch von Dent das „ Bouquet " verleihen, für welches die Nasen von Herrn Schultzes Lesern offenbar schon zu stumpfsinnig geworden sind. Auch sonst hat der feine Duft englischen Humors in der deutschen Übersetzung sich stark vergröbert, abgesehen von einigen Mißverständnissen des Originaltextes, wie pag. 25 über den Mont Aiguille, pag. 182 über die conditio sine qua non, pag. 248 über das manœuvre von Ulrich Almer am Gabelhorn. Wo der Übersetzer, der sich ein ganz unabhängiges Urteil gewahrt hat, in technischen Fragen dem Original Opposition macht, steht meine Erfahrung meistens auf der Seite Mr. Dents, so auch in der Bekleidungs- und Ernährungsfrage. Neu hinzugekommen sind in der Bearbeitung folgende Abschnitte: Das Wesen des modernen Hochalpinismus; in memoriam, d.h. die Vorgeschichte der Erschließung der Ostalpen; die wichtigsten alpinen Ausdrücke im Englischen, Französischen, Italienischen, alle drei vom Bearbeiter; das Bergsteigen in den Voralpen, von Theodor von Smoluchowsky. Auch die neu hinzugekommenen Illustrationen stehen ganz auf der Höhe der übrigen. In Summa kann also das Schultzesche Werk deutschen und schweizerischen Lesern als ein praktischer Ersatz für das bedeutend teurere englische Original empfohlen werden.Red.

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