Der Sucher

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Von Ernst Jenny.

« Kristalle will ich haben, vollendetste Formen der Welt, an ihrem Glanze mich laben, bis er ins Dunkle fällt! »

Die Stunden hasten und rinnen hoch am granitenen Grat... Das ist ein feuriges Minnen — Wo steckst du, leuchtender Spat?...

Es bluten und zittern die Hände, Es wirbelt und trommelt das Herz — Da fährt durch die hellen Wände ein düsterer Schatten, ein Schmerz...

Unheimlich lastet die Stille

und — zisch, entzuckt ihr der Strahl...

Laut ruft der donnernde Wille:

Von hinnen, Sucher, zu Tal! —

Das ist ein trotziges Weichen. Wer liebt, verzichtet so schwer... Aber die himmlischen Zeichen sind stärker als Berge und Meer.

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