Himalaya-Chronik 1970

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Mit Nachträgen aus früheren Jahren

G. O. Dyhrenfurth, Ringgenberg ( BE )

Nach vier flauen Jahren gab es 1970 im Himalaya eine richtige Hochkonjunktur, so dass wir aus räumlichen Gründen vieles nur kursorisch behandeln können, um so mehr als die wichtigsten bergsteigerischen Ereignisse des vergangenen Jahres bereits in aktuellen Vorberich-ten kurz besprochen wurden.

Jigme Dorji Wangchuk, der König von Bhutan, förderte eine Besteigung des Chomol Hari ( 7315 Meter ), des nordwestlichen Eckpfeilers seines Reiches an der Grenze gegen Tibet. Diesen schönen Gipfel hatte der Brite F. Spencer Chapman mit dem später sehr berühmt gewordenen Pasang Dawa Lama bereits 1937 erstmals erstiegen, aber viele Einheimische wollten an die Entweihung des heiligen Berges nicht recht glauben. 1970 konnte niemand daran zweifeln: Captain Prem Chand, Dorji Lhatoo, Instruktor am Himalayan Mountaineering Institute in Darjiling, Santosh Arora und Sherpa Thendup betraten am 23. April um 10.25 Uhr bei strahlendem Wetter den Gipfel und kamen auch gut wieder herunter. Dieser schöne Erfolg wurde aber von einer Tragödie überschattet: Am 24. April wollten Captain L. Kang und Captain Dharam Pal die Besteigung wiederholen. Um 10.45 Uhr sah man sie im Fernglas etwa 150 Meter unter der Spitze. Da schlug das Wetter um, und seitdem sind beide Offiziere verschollen; auch die Suche mit Hubschrauber brachte kein Ergebnis. Colonel N. Kumar ist der Meinung, dass sie die mehr als 2000 Meter hohe tibetische Nordwand hinuntergestürzt sind. Darum fragte man in Peking an; doch die chinesischen Patrouillen meldeten keine Spuren.

Quelle: K. Guha in « Himavanta » vol. II, March 1971, P-3/4- Aus dem früher so viel besuchten Kang-chendzönga-Gebiet ist noch immer nichts Neues zu melden. Um so wichtiger wurde der Makalu ( 8481 m ). Nach langwierigen Verhandlungen mit der nepalischen Regierung bekamen die Japaner im März 196g die Genehmigung für eine Kundfahrt, auf der sie von Barun Pokhari bis auf den SE-Sattel ( 6500 m ) vordrangen. Die Hauptexpedition wurde auf das Frühjahr 1970 angesetzt.

Über dieses grosse Unternehmen der Tokai Section des Japanese Alpine Club haben wir bereits in zwei Monatsbulletins des SAC ( August 1970, S. 185, und Mai 1971, S. 114 ff. ) berichtet. Darum hier nur kurz:

« General Commander » war Masao Kumazawa ( 65 ), Leader Tohei Itoh ( 46 ), bergsteigerischer Leiter Makoto Hara ( 33 ). Den ersten Gipfelangriff machten Tonosuke Kawaguchi und Toshihiro Goto am 21. Mai 1970. Etwa 80 Meter unter dem Hauptgipfel ( 8481 m ) mussten sie um 18.45 Uhr im Schneesturm aufgeben und bei etwa 8300 Meter ein Notbiwak beziehen. Am 23. Mai erkämpften Hajime Tanaka und Tuichi Ozaki den Hauptgipfel, den sie aber erst nach einem fast siebzehnstündigen Aufstieg um 19.10 Uhr erreichten - seit 5 Uhr morgens ohne Sauerstoff! Den Abstieg nach dem Sturmlager Camp 6 ( 7850 m ) machten sie bei Mondlicht. Zwar stand noch eine Seilschaft für einen weiteren Angriff bereit, aber das Wetter verschlechterte sich, und die Expeditionsleitung ordnete die Räumung des Berges an. Der eigentliche Kampf hatte 69 Tage gedauert.

Wie die Japaner selbst bekennen, hatten sie für den über zehn Kilometer langen, schwierigen Südostgrat zuwenig Sherpa und deshalb beim Entscheidungskampf auch zuwenig Sauerstoff. Der trotzdem errungene Sieg wenigstens einer Seilschaft - und ohne Verluste - ist geradezu erstaunlich, nach ihren eigenen Worten « das Ergebnis vieler übermenschlicher Anstrengungen, der eisenfesten Einigkeit der Mannschaft und solch ein Glück! ».

Quellen: « Makalu 197o – the first ascent by the south-east ridge » by Makoto Hara and Masao Asami, Tokyo 1971.AJ 1971, p.34-42. Rivista Mensile 1971^.357-368.

EVEREST-GRUPPE Am Mount Everest ( 8848 m ) waren 1970 zwei japanische Grossexpeditionen tätig, eine Ski-und eine Bergsteigergruppe. Die Ski-Expedition unter Yuichiro Miura, mit 22 Teilnehmern, hatte schon Anfang April ein schweres Unglück: Im Khumbu-Eisfall, zwischen 5750 und 5800 Meter, stürzte ein zusammenbrechender Sérac auf eine Trägerkolonne und erschlug sechs Sherpa. Ein siebenter Hochträger starb an Erschöpfung. Einzelheiten wurden bisher nicht bekannt. Das Unternehmen wurde fortgeführt, und Anfang Mai stand Camp 5 im Südsattel ( 7986 m ). Von etwa 7700 Meter aus wagte Miura eine Steilabfahrt durch die grosse Firnmulde zwischen dem « Genfer Sporn » und dem Everest Südhang, wobei er Stabilisierungsfallschirme benützte. Nach Zeitungsmeldungen erreichte er auf einer Strecke von 3 Kilometern eine Geschwindigkeit von etwa 150 Stundenkilometern. Er soll einen Ski verloren und eine Hüftverletzung erlitten haben. Der für die Weltaustellung in Osaka gedrehte « Weltrekord-Skifilm » dürfte also die ge- wünschte Sensation enthalten, obwohl es selbstverständlich keine Skiabfahrt vom Everestgipfel aus war — eine Propaganda, die man sowieso niemals ernst nehmen konnte.

Die vom Japanese Alpine Club organisierte Bergsteiger-Expedition unter der Leitung von Hiromi Ohtsuka umfasste: 23 Alpinisten, 7 Wissenschafter, 9 Kameraleute und Journalisten, insgesamt also 39 Japaner, 45 Sherpa und etwa 500 Träger für die unteren Regionen. Zwei Teilnehmer kamen ums Leben: K. Narita in Camp I ( 61 oo m ) durch Herzschlag und der Sherpa Kyak Tsering im Khumbu-Gletscherbruch durch Unfall. Das eigentliche Ziel, über das allerdings nicht viel gesprochen wurde, war die Everest-Südwestwand. Am i o. Mai 1970 drang die Seilschaft Iwao Kano und Hiroshi Sagano bis etwa 8050 Meter vor, musste aber hier wegen grosser Steinschlaggefahr aufgeben. Man hatte sich mit der klassischen Route über den Südsattel ( 7986 m ) und Südostgrat zu begnügen. Am 11. Mai betraten Temo Matsuura und Naomi Uemura den Hauptgipfel ( 8848 m ), am 12. Mai Katsutoshi Hirabayashi und Chotaley Sherpa. Am 17. Mai stellte Miss Setsuko Watanabe ( 30 ) einen Höhenweltrekord für das weibliche Geschlecht auf, indem sie - auf dem Wege zum Südsattel — die Kuppel ( 8000 m ) über dem « Genfer Sporn » querte. Es ist allerdings kein eigentlicher Gipfel, aber zweifellos der höchste bisher von einer Bergsteigerin erreichte Punkt.

Lhotse ( 8511 m ), das vierthöchste Massiv der Erde, ist vielgipfelig, nach neuester Berechnung von E nach W ( Shar = Ost ):

Lhotse Shar8398 Meter Scharte 8314 Meter « Zwischengipfel » Ostzacken8376 Meter Scharte 8339 Meter « Zwischengipfel » Westzacken8426 Meter Scharte 8344 Meter Hauptgipfel 8511 Meter Scharte über dem grossen Couloir 8494 Meter SW-Schulter 8499 Meter Der Horizontalabstand des Lhotse Shar vom Hauptgipfel beträgt 1260 Meter.

Für 1970 erhielt die Hochtouristengruppe « Karwendler » des ÖAV-Zweiges Innsbruck von der Regierung Nepals die Bewilligung, die Besteigung des Lhotse Shar zu versuchen. Die Mannschaft bestand aus Siegfried Aeberli ( Leiter ), Dr. Rüdiger Lutz ( Stellvertreter und Presse-mann ), Rolf Walter, Sepp Mayerl, Hansjörg Köchler, Walter Larcher und Dr. med. Garbeis ( Expeditionsarzt ). Man begnügte sich mit neun Sherpa unter Sardar Urkien, etwa hundert Trägern und einigen Postläufern. Es war eine bescheidene, « altmodische » Expedition.

Die gegebene Route aus dem Imja-Zirkus war bereits 1965 von einer starken japanischen Expedition genau erkundet und ernstlich versucht worden: Basislager ( 5300 m ) auf der Moräne des Lhotse-Gletschers. Von hier zum Col 5700 m — nördlich des Island Peak ( 6189 m)- und über den Südpfeiler und SE-Grat des Lhotse Shar hinauf. Am 15. Mai 1965 waren die Japaner bis etwa 81 oo Meter vorgedrungen und stiessen hier auf eine 200 Meter tief eingeschnittene, steilwandige Gratscharte, wo sie umkehrten.

Das Basislager der Karwendler ( 5220 m ), auf der westlichen Seitenmoräne des Lhotse-Glet-schers, an einem vor Lawinen sicheren Platz, wurde gut ausgebaut - eine gemauerte Hütte ( Charka ) als Aufenthaltsraum und Schlafstätte. Frischfleisch lieferte eine Yak-Kuh. Benzin wurde von einem Schweizer Piloten zugeflogen. Die Hochlager wurden in Eishöhlen erstellt: Camp 1 bei etwa 6000, 2 bei 6700, 3 bei 7100 Meter, letzteres über dem sogenannten « Dach ». Eine ununterbrochene Folge von fixen Seilen sicherte den Weg. Die 40-Meter-Seile zu 7 Millimeter waren an langen Firnhaken, Eisschrauben, Holzpflöcken, Eishaken, Felshaken usw. befestigt. Bis etwa 7000 Meter trafen die Österreicher immer wieder auf Spuren der japanischen Expedition 1965, die Kerzen, Seilstücke, Benzin und Sauerstoff zurückgelassen hatte.Von Camp 4 ( 7600 m ), dem Sturmlager, aus traten Rolf Walter und Sepp Mayerl am 12. Mai 1970 zum Schlussangriff an:

Auf dem breiten Firnhang der SE-Ab-dachung in dreistündigem Anstieg hinauf zu einem Gratkopf ( etwa 8050 m ), den eine breite, in mehrere Rinnen gegliederte Schlucht von der Gipfelwand trennt. Die einzige Verbindung bildet ein wilder Wächtengrat. Nun ist es an der Zeit, für die letzten 350 Höhenmeter die Sauerstoffatmung einzusetzen. Jeder hat noch zwei Flaschen. So spielt sich der « Spitzentanz » über den scharfen Grat ziemlich rasch ab, denn der Firn ist hier gut. In den Felsstufen der Schlusswand stellen sie sich gegenseitig die Sauerstoffzufuhr von drei auf vier Liter pro Minute. Mit letztem Krafteinsatz kämpfen sie sich empor zum Gipfelgrat, einer waagrechten Schneide mit vielen kleinen Wächten. 12.30 Uhr - es ist geschafft! Im Reitsitz werden rasch ein paar Aufnahmen gemacht. Da verschwindet der wilde Grat zum Lhotse-Hauptgipfel hinüber bereits im Nebel. Die leeren Sauerstoff-Flaschen werden gegen die vollen ausgewechselt — eine angenehme Erleichterung des Rucksacks — und schon beginnt der Abstieg. Die Orientierung in der Waschküche ist nicht leicht, aber dank dem Höhenmesser finden sie das Zelt von Camp 4, werden freudig begrüsst, mit heissem Tee gelabt und steigen sogar noch bis Camp 3 ab.

Am nächsten Tage wollte Walter Larcher mit Sardar Urkien die Besteigung wiederholen, aber infolge einer Panne der Sauerstoffarma-tur mussten sie leider in einer Höhe von 81 oo Meter aufgeben. Das war Pech, verlief aber ohne Unfall. Der grossartige Erfolg der Karwendler wird auch nicht dadurch geschmälert, dass man geographisch den Lhotse Shar ( 8398 m ) nicht als den « 15.und letzten Achttausender » bezeichnen kann, sondern « nur » als einen relativ selbständigen, schwierigen Gipfel des Lhotse-Massivs, dessen Hauptgipfel ( 8511 m ) 1956 von den Schweizern erobert wurde. Der zweizackige « Zwischengipfel » ( 8426 m und 8376 m ) ist « noch zu haben », aber ausseror- dentlich schwer zugänglich, praktisch wahrscheinlich nur via Hauptgipfel oder via Lhotse Shar. Eine Überschreitung des ganzen Lhotse-Massivs scheint nur bei Zusammenarbeit zweier Grossexpeditionen denkbar.

Quellen: Alpenvereins-Pressedienst ( AVP ) Innsbruck 1970. Ein eigenes Expeditionsbuch ist angekündigt. AAJ I971 » P-434/435- GURKHA HIMAL Peak 2g ( 7835 m ) im Gurkha Himal ist das Vermessungszeichen eines Berges zwischen Manaslu und Himalchuli und wurde früher manchmal auch als « Manaslu II » bezeichnet, was angesichts seiner Selbständigkeit verfehlt ist. Auch « Dakura » ist falsch, denn dieser Name bezieht sich auf den dritten, nur etwa 6000 Meter hohen Vorgipfel im Ostgrat, nahe dem Dorfe Lho im Buri-Gandaki-Tal. Für den Peak 29 selbst kennen wir keinen einwandfreien Namen. Die alte Kote 25705 feet = 7835 Meter war zeitweise umstritten, weil auf der neuen einzölligen Karte ( one inch to one mile or 1:63360 ) die Höhenzahl 24652 feet = 7514 Meter auftauchte. Diese bezieht sich jedoch auf die markante Südschulter. Der Hauptgipfel war 1970/71 noch nicht neu vermessen, so dass wir auf 7835 Meter bleiben müssen.

Peak 29 wurde von den Japanern in den Jahren 1952 bis i960 wiederholt erkundet und im Vormonsun 1961 erstmals von W angegriffen, jedoch ohne Erfolg. 1963 wurde die Ostflanke erforscht, aber die nepalische Regierung hatte keinen bergsteigerischen Angriff bewilligt. Das geschah erst 1969, worauf eine japanische Mannschaft aus dem Buri-Gandaki-Tal über den Pungen-Gletscher bis etwa 7400 Meter vordrang. Grosse technische Schwierigkeiten und die vorgerückte Jahreszeit zwangen zum Rückzug. Erst 1970 brachte die Entscheidung:

Eine Expedition des « Osaka University Mountaineering Club » unter Dr. med. Senya Sumiyoshi schob im Nachmonsun die Kette der Hochlager vor. Von Camp 5 ( etwa 7500 m ) trat H. Watanabe mit dem Sherpa Lhakpa Tsering am 19. Oktober um 6 Uhr morgens bei schönem Wetter zum Schlussangriff an, der von Lager 3 ( 6200 m ) durch ein starkes Stativ-Fernrohr gut beobachtet werden konnte. Als sie den schwierigen « frog-rock » ( Froschfel-sen ) hinter sich hatten, machten sie um i i Uhr eine Rast. Danach ging es schneller vorwärts, und um 13.15 Uhr erreichten sie den Rand der Firnkalotte, etwa 35 Meter unter der von Camp 3 nicht sichtbaren Spitze. Erst um 15 Uhr -offenbar nach einer ausgiebigen Gipfelrast -tauchten sie wieder an der Firnkante auf und begannen stetig abzusteigen. Alle Zuschauer warteten freudig auf die Sieger, die um 16.40 Uhr am Rastplatz vom Vormittag ankamen. Da plötzlich schrie Sardar lila Tsering in Camp 46900 m ) laut auf: Die Zweier-Seilschaft Watanabe/Lhakpa Tsering stürzte ab und kam erst fast 700 Höhenmeter tiefer zum Halt. Man fand die Leichen nur 15 Minuten von Camp 4 entfernt, noch durch das Seil verbunden. Ein gebrochener Pickel, Rucksäcke, zerstörte Kameras und Filmbehälter und daneben - ein faustgrosser Stein, der wahrscheinlich die Katastrophe ausgelöst hat. Sicheres wird man wohl nie erfahren. Ein wahrhaft tragischer Gipfelsieg! Dass der hervorragende japanische Bergsteiger und sein Sherpagefährte auf dem Gipfel des Peak 29 ( 7835 m ) standen, wird wohl niemand bezweifeln. Auch ohne dokumentarischen Beleg!

Quellen: Korrespondenz Ichiro Yoshizawa. Report by Senya Sumiyoshi, 11 Textseiten und zahlreiche Photos.AAJ 1971. P- 439/44°- Die « Niederländische Himalaya-Expedition 1970 » hatte die Absicht, den Peak III ( etwa 6000 m ) oder « Dakura » im Ostgrat des Peak 29 zu besteigen. Leider ist die Bevölkerung des oberen Buri-Gandaki-Tales, besonders in den Dörfern Sama und Lho, so fremdenfeindlich, dass auch kleinere von der nepalischen Regie- rung freigegebene Gipfel praktisch gesperrt sind. Schon das blosse Betreten eines Gletschers gilt vielfach als Entweihung heiliger Räume und wird von den fanatischen Lamas oft hart bestraft - es sei denn, man hat die Priester rechtzeitig und erfolgreich bestochen. Den Holländern gelang es nicht. Sie wichen südwärts aus, indem sie von Lidanda bis Ngyak zurück-marschierten und das unbewohnte Chuling Khola erkundeten. Zwischen dem Lidanda- und dem oberen Chuling-Gletscher liegt P.6550 Meter ( möglicherweise sogar noch etwas höher ). Diesen Sechstausender « Himalchuli NE » zu nennen, empfiehlt sich nicht, da er vom richtigen Himalchuli ( 7893 m nach Neuvermessung ) rund fünf Kilometer entfernt und viel niedriger ist. Die beste Bezeichnung scheint mir Lidanda Peak zu sein.

Die Holländer unter Leitung von Dr. med. A. Noordijk errichteten ihr Standlager ( etwa 3500 m ) bei einem idyllischen kleinen Badesee, nicht weit von einer japanischen Expedition, die am Baudha Peak einen schweren Unfall hatte. Hier war die ärztliche Hilfe von Dr.Noordijk dringend erforderlich, so dass er am Lidanda Peak nicht mitmachen konnte.

Die Holländer schoben vier Hochlager vor, das letzte auf etwa 6250 Meter, und am 5. Mai 1970 erreichten Herman Tollenaar und zwei Sherpa den Gipfel des Lidanda Peak. An den folgenden Tagen wiederholten alle Teilnehmer der Bergsteigergruppe und alle Sherpa die Besteigung, so dass jedermann hoch befriedigt war. Für den Rückmarsch wählten sie: Rupina La ( 4734 m)-Darondi Khola—Gurkha ( Pallun-tar ), mit kleinem Flugplatz.

Quelle: Bericht A. Noordijk. AAJ 1971^.441.

Die Mannschaft des Keio University Alpine Club unter der Leitung von Yasuhiko Iso hatte den vom Kathmandu-Tal aus gut sichtbaren Baudha Peak ( 6672 m ) auf dem Programm. Vom Basislager ( 3500 m ) im Chuling Khola aus wurden am SE-Grat drei Hochlager erstellt, das letzte bei etwa 6150 Meter. Am 23. April 1970 kletterten T. Iso, T. Inoue und Yasuo Itaya an einem Sérac im Hauptgrat. Da stürzte einer und riss seine Gefährten mit, so dass sie zu dritt 150 Meter hinuntersausten. Glücklicherweise verfing sich das Seil an einem Schichtenkopf. Offenbar stark angeschlagen, biwakierten sie. Am nächsten Morgen stürzte Itaya wieder, diesmal allein, und verschwand tief unten im Gletscher. Die beiden Überlebenden wurden im Basislager von Dr.Noordijk behandelt und gepflegt. Der Expeditionsleiter Iso hatte Gesichtswunden und infizierte Frostschäden; Inoue litt an einer Brustkorbverletzung und Atembeschwerden. Die Leiche von Itaya wurde am 30. April in einer Gletscherspalte gefunden.

Trotz alledem setzten die Japaner den Angriff auf Baudha Peak fort. Am 2.Mai gelang r Kobayashi und K. Shibata seine Erstersteigung. Das Basislager wurde am i o. Mai geräumt.

Quellen:^. A. C. Himalaya Japanese Expeditions, Premon-soon 1970. Bericht von Dr.Noordijk ( Korrespondenz ). AAJ 1971, p.436.

ANNAPURNA HIMAL Die zweite Besteigung der Annapurna I ( 8091 m ) war das Ziel der « British Nepalese Army Annapurna Expedition 1970 ». Sie hielt sich grossenteils an die Route der französischen Erstersteigung 1950, wobei sich wieder zeigte, wie lawinengefährlich diese Nordflanke ist. Das vorgeschobene Basislager ( 5970 m ), das Mitte April errichtet worden war, wurde von Lawinen aus der « Sichel » fortgefegt, wobei zwei Engländer leicht verletzt wurden. Nun versuchte man eine Umgehung auf der Ostseite, aber bei 6400 Meter stürzte ein isolierter Sérac. R. Summet ton wurde beim Filmen erfasst und hatte noch Glück, dass ihm nur zwei Rippen gebrochen wurden. Also wieder zurück zur französischen Route. Die einzige technisch schwierige Strecke war der Ausstieg aus der Schüssel der Sichel, wo fixe Seile angebracht wurden, und am 19. Mai entstand Camp 5 ( 7400 m ) als Sturmlager. Die obere Firnterrasse war ein Höhenspaziergang, das Schlusscouloir steil, aber kein Problem, und am 20. Mai betraten Captain Henry Day und Captain Gerry Owens den Hauptgipfel ( 8091 m ), zwanzig Jahre nach der französischen Erstersteigung.

Quelle: Korrespondenz H. H. Adams Carter. AJ 1971, p. 88-98.

Zur gleichen Zeit wurde auch die furchtbare Südfront der Annapurna I angegangen, mit ihren drei gewaltigen Pfeilern eine Riesenausgabe der Grandes-Jorasses-Nordwand, in fast viertausend Meter grösserer Meereshöhe. War das überhaupt menschenmöglich? Auch die besten modernen « Extremen » hielten die Erfolgschancen dieses phantastischen Versuches für sehr gering. Es waren: Chris Bonington als Leiter, Martin Boysen, Nick Estcourt, Dougal Haston, Don Whillans, Ian Clough, Mick Burke und Tom Frost - eine ungewöhnlich starke und einheitliche Mannschaft, aus einem Guss, Briten und Amerikaner. Ausserdem lud Bonington noch ein: Mike Thomson, Dr. Dave Lambert ( Arzt ) und Captain Kelvin Kent, Offizier in einem Gurkha-Regi-ment, verantwortlich für Basislager und Verbindungen. Am 22. März 1970 startete man in Pokhara. Am 2. April wurde Camp 1 ( 4880 m ) auf einer Insel im Südlichen Annapurna-Gletscher errichtet, vier Tage später Camp 2 ( 5330 m ) am Fuss einer überhängenden Felsklippe, vor Lawinen geschützt. Von hier aus begann der Kampf um den erwählten Pfeiler, in der Falllinie des Hauptgipfels: Camp 3 ( 6125 m ) dicht unter einer markanten Gratscharte, 4 ( 6400 m ) nach Umgehung eines pilzförmigen Eisturmes, 5 ( 6930 m ) in der Randkluft unter der grossen Felsbarriere, 6 ( 7320 m ), höchst luftig, in der Wand. Die genauen zahlenmässigen Schwierigkeitsbewertungen liegen zur Zeit noch nicht vor, aber man kann sich dem Eindruck nicht entziehen: In Eis und Fels, im Nachschubdienst bei oft schlechtem Wetter, in freier und artifizieller Kletterei ist das sozusagen « Unmögliche » geleistet worden. Es war vorgesehen, oberhalb der grossen Felswand noch ein Camp 7 als Sturmlager zu erstellen, aber als Don Whillans und Dougal Haston am 27. Mai die letzten fixen Seile hinter sich hatten, stiessen sie bei stärkstem Wind und ohne Sauerstoff weiter vor, bis auf den Gipfel ( 8091 m ), wo sie die gerade eine Woche alten Spuren von Day und Owens antrafen. Zu sehen war nicht viel, nur ostwärts die beiden Vorgipfel P.8051 und P. 8o o. Die ganze Südwand lag unter dem Wolkenmeer. Sie blieben nur zehn Minuten oben, ohne irgend etwas wie Ekstase zu empfinden. « Es war kaum zu glauben, dass alles vorüber war und dass man nur noch abzusteigen brauchte. » Zwei Tage später versuchten Tom Frost und Mick Burke, die Besteigung zu wiederholen, aber wütender Sturm ( wahrscheinlich schon Monsuneinbruch ) und eisige Kälte zwangen sie zum Rückzug. Es blieb also bei einer Seilschaft, der diese unglaubliche Leistung gelang: 770 Höhenmeter an einem Tage, ohne Sauerstoff, in schwierigem Terrain, bei Sturm. Leider gab es am 30. Mai noch ein Unglück: Zwischen Camp 2 und 1, also schon « unten » bei knapp 5300 Meter, in der letzten Stunde der alpinen Gefahrenzone, wurde Ian Clough von einem stürzenden Sérac erschlagen - ein böser Zufall, gegen den auch der beste Bergsteiger nicht gefeit ist.

Die Bezwingung der Annapurna-Südwand hat bewiesen, dass der moderne Extremstil auch auf riesige Himalayawände in der Achttausen-der-Region anwendbar ist. Damit hat eine neue Ära des Himalayaismus begonnen, in der die Unfallzahlen wahrscheinlich stark ansteigen werden.

Quellen: The Sunday Times, weekly review, 21 and 28 June 1970. La Montagne et Alpinisme, décembre 1970, p. 362-369. AJ 1971, p. 18-33. Chris Bonington: Annapurna South Face, X + 334 p, 61 Abb,. 2 Kt. ( Cassel, London 1971 ).

Die Erstersteigung von Annapurna III ( 7555 m ) gelang 1961 einer indischen Expedition. Ihr Leiter M. S. Kohli, Sonam Gyatso und Sonam Girmi erreichten den Gipfel am 6. Mai 1961 von NE aus dem Marsyandi-Tal. 1970 ging eine neunköpfige japanische Frauenexpedition diesen stattlichen Berg von S an, aus dem oberen Seti Khola. Die Teilnehmerinnen waren: Miss Eiko Miyazaki ( Leitung ), Mrs. Junko Tabei ( Stellvertretung ), Miss Eiko Hirano, Miss Chieko Urushi-bara, Miss Hiroko Hirakawa, Miss Reiko Sato, Miss Michiko Manita, Miss Moris Yamazaki und Dr. med. Kyoko Ohno. Am 23. März marschierten sie von Pokhara ab und waren nach acht Tagen in Khildhung ( 3660 m ), wo die 144 Träger, vom Winterschnee abgeschreckt, ihre Lasten deponierten und umkehrten. Die Japanerinnen und ihre Sherpa hatten also schon bis zum Basislager schwere Transportarbeit zu leisten. Dann entstanden: Camp ( 4350 m ), 2 ( 4800 m ), 3 ( 5320 )'4 ( 5900 m ) am 28. April, 5 ( 6800 m ) am 18. Mai. Das schwierigste Stück war die Strecke von Camp 4 nach 5 mit einer 700 Meter hohen Firnwand, die dreitausend Fuss fixe Seile erforderte. Als Lager 5 endlich eingerichtet war, traten am 19. Mai Miss Hirakawa und Mrs. Tabei mit den Sherpa Tenzing Girmi und Pasang .Nima zum Schlussangriff an. Um 14.45 Uhr waren sie auf dem Gipfel ( 7555 m ), wo sie nur eine halbe Stunde blieben; denn das Wetter war schlecht und die Temperatur —150 C. Brauchbare Aufnahmen gibt es offenbar nicht. Um 17.20 Uhr trafen sie wieder in Camp 5 ein, und am 26. Mai waren alle Teilnehmer wieder im Basislager. Es war zwar kein « bergsteigerischer Höhenweltrekord für das weibliche Geschlecht », aber eine sehr beachtenswerte Leistung.

Quelle: Bericht des Japanese Alpine Club an H. Adams Carter. AAJ 1971, p.435/436.

Im NW von Pokhara, 8'/Z Kilometer südlich von Annapurna I, steht ein mehrgipfeliger Berg - früher 7195 Meter kotiert, nach neuer Ver- messung 7219 Meter -, der meist « Annapurna South » genannt wurde. Besser ist die Bezeichnung Modi Peak, denn er ist selbständig und erhebt sich über dem Modi Khola. Den Namen Annapurna haben wir schon oft genug — vier-bis sechsmal. Die Erstersteigung des Modi Peak gelang einer japanischen Mannschaft im Oktober 1964 von NE, auf der relativ leichtesten Route. Im Herbst 1970 gingen vier Bergführer aus Chamonix - G. Devouassoux, M. Gicquel, T. Masino und G. Payot — vom Kyumnu Khola aus die sehr steile Südfront an: Basislager ( 4100 m ), Camp 1 ( 5100 m ), 2 ( 6100 m ), 3 ( 6550 m ), 4 ( 6860 m ), wobei 2500 Meter Seile fixiert wurden. Beim Schlussangriff am 26. Oktober mussten Devouassoux/Gicquel in etwa 7100 Meter Höhe biwakieren und betraten den Gipfel am nächsten Morgen um 6 Uhr. Alles in allem war es eine sehr schwierige, durch Stein- und Eisschlag bedrohte Route, deren Begehung jedoch ohne Unfall verlief.

Quelle: « La Montagne » février 1971, p. 36. Bericht in « Le Pic de Lierre » novembre /décembre 1970.

Eine japanische Expedition der Kansai University unter A. Kawakita wiederholte am 25. April 1970 die Besteigung der Annapurna IV ( 7525 m ). Dieser grosse Siebentausender ist relativ leicht zugänglich und deshalb ein beliebtes Ziel, dessen blosse Erwähnung genügt.

Quelle: Mountain Travel, Kathmandu.

Machhapuchharé ( 6997 m ), der heilige « Fischschwanz », ist noch immer tabu.

Was eine spanische Mannschaft unter « Nilgiri East ( 6750 m ) » versteht, ist noch abzuklären. Es dürfte sich um einen Gratzacken über dem Mul-kyung Khola handeln, nicht um einen selbständigen Gipfel.

Quelle: AAJ 1971, p.442.

DHAULAGIRI HIMAL Dhaulagiri I ( 8167 m ) wurde im Herbst 1970 zum zweiten Male bestiegen. Eine Mannschaft der Doshisa University unter Tokufu Ota wiederholte, soweit bisher bekannt, die Route der Erstbesteigung über den NE-Sporn und Ostgrat. Von Camp 6 ( 7800 m ) erreichten Tetsuji Kawada und Lhakpa Tenzing am 20. Oktober den Gipfel.

Quelle: Mountain Travel, Kathmandu P. O. Box 170.Y. Yakushi: Dhaulagiri Himal and its environs 1:100000 « 97«- Tukche Peak, der NE-Pfeiler der Dhaulagiri-Gruppe, wurde von einer schweizerischen Expedition 1969 wiederholt bestiegen, und zwar sowohl der Hauptgipfel ( 6920 m ) als auch der Westgipfel ( 6839 m ). 1970 waren zwei japanische Gruppen dort tätig: Eine Mannschaft der Waseda-Universität unter Seiji Yamamoto erstellte auf dem Nordgrat Camp 1 ( 5800 m ) und 2 ( 6300 m ). Am 30. April erreichten ,T. Tonemoto, E. Otani und H. Kikuchi nach zwölfstündiger schwieriger Arbeit den Hauptgipfel ( 6920 m ). Beim Abstieg stürzten sie dicht über Camp 2 etwa 300 Meter ab. Alle drei waren ernsthaft verletzt und nicht mehr voll bei Bewusstsein. Kikuchi rutschte nochmals aus und verschied in einer Spalte des Mayangdi-Gletschers. Die anderen beiden wurden am nächsten Morgen gerettet.

Quelle: Bericht J.A.C. « Japanese Expeditions, Premon-soon 1970 ».

Vom Tukche Peak zieht der Hauptkamm gegen NW zum « Franzosenpass » ( 5334 m ) und dann westlich als Mukut Himal zum Dhaula II ( 7751 m ). Auf dieser Strecke sind kleinere Gipfel aufgereiht, von denen die « Niederländische Himalaya-Expedition 1967 » einen erstmals bestiegen und « Dorji Me Tse » ( etwa 6100 m ) getauft hat. In diese Region ging im Postmonsun eine Mannschaft der « Nippon University AC » unter Kiyoshi Seita und überschritt den « Franzo- 1Peak sg ( 7835 m ) mit Absturzbahn, von Camp III aus gesehen Photo S. Sumiyoshi. Archiv Dyhrenfurth 2 Makalu von S Photo Shirata vom Basislager 1970. Archiv Dyhrenfurth 3JVanga Parbat, Flugaufnahme von SW Photo Deutsche Himalaya-Stiftung 1938 senpass », der Mayangdi Khola mit dem « Hidden Valley » verbindet. Das « Verborgene Tal » heisst bei den Einheimischen Rikha Samba. Nach Vorschiebung von drei Hochlagern ( 5600 m, 5900 m, 6400 m ) bestiegen M. Takahashi, X. Hirato und H. Harada mit dem Sherpa Phurba Kitar am 26. Oktober 1970 den hübschen, bisher unbetretenen Sita Chuchura ( 6611 m ).

Quelle: Bericht J.A.C. « Japanese Expeditions », Postmonsoon 1970 ». Yoshimi Yakushi: Dhaulagiri Himal and its environs, map 1:100000, copyright 1971.

Im Frühjahr 1970 ging eine südkoreanische Expedition unter Kim Jung Sup in das Ghustung Khola im Westflügel des Dhaula Himal. Ge-meldet wurde die Erstersteigung des Churen-Südwestgipfels am 29. April durch Kim Ho Sup und Sherpa Rinzing Angyal. Churen Himal hat zwei gleich hohe Gipfel von 7371 Meter. Im Herbst bestieg eine japanische Mannschaft den NE-Peak zweimal und den SW-Peak einmal. Es war eine Expedition des Shizuoka University AC unter Takashi Serizawa. Auf dem NE-Gipfel waren: M. FukuijK. Hasegawa am 24. Oktober und E. Dohnamit zwei Sherpa am 26. Oktober, aufdem SW-Gipfel Hasegawa mit einemSherpa am28. Oktober. Namen der Sherpa: AngNorbu und Tsangbu.

Der Kansai Mountaineering Club ( Osaka ) sandte im Vormonsun 1970 eine Mannschaft unter Tetsuya Montura zum Dhaula IV ( 7661 m ), um nach der 1969 verschollenen österreichischen Gruppe ( unter Richard Hoyer ) Ausschau zu halten. Der Zugang zum « Westsattel » ( etwa 6900 m ) schien den Japanern aber so gefährlich, dass man sich lieber dem noch unberührten Dhaula VI ( 7268 m ) zuwandte. Am 1. April wurde im Kaphe Khola das Basislager ( 4100 m ) errichtet, von dem aus sechs Hochlager vorgeschoben wurden, das letzte bei 6950 Meter. Am 17. April erreichten H. Nakamura, M. Kimura, S. Tamamura und S. Kavuazu den Gipfel. Das Panorama war schön und geographisch sehr instruktiv.

Im Herbst 1970 ging eine Expedition des Fukuoka Alpine Club unter Dr. Michihiko Ogata in das gleiche Gebiet via Kaphe Khola. Am 25. Oktober machten K. Nakajima und G.Nabe-yama die Erstersteigung des Gama Peak ( 7150 m ), der bisher mit dem Junction Peak ( 7108 m ) identifiziert wurde, aber zwischen Dhaula VI und Junction Peak gelegen ist. Am 1. November wiederholten Nakajima und M. Koga die Besteigung des Dhaula VI.

Quellen: Bericht J.A.C. Japanese Expeditions... 1970.Mountain Travel Kathmandu. Korrespondenzen. Yakushi: map 1:100000.

WEST-NEPAL Kanjiroba I ( 6882 m ), Kulmination des seit langem umkämpften Kanjiroba ( oder Kang Jerowa ) Himal, war das Ziel einer Expedition der Osaka City University unter Kazuhisa Johkei, im Herbst 1970. Aus dem Jagdula Khola ging es über den gleichnamigen Gletscher zum SE-Grat hinauf, wo Camp 6 bei etwa 5800 Meter erstellt wurde.Von dort aus machten I. Sato, H. Okuda, H. Sawai und M. Sawada den Schlussangriff und erreichten den Gipfel am 7. November um 15.30 Uhr. Auf dem Abstieg mussten sie bei 6400 Meter biwakieren. Diese Erstersteigung nach drei britischen Kundfahrten ( 1961-1969 ) unter Jahon Tyson ist ein sehr beachtenswerter Erfolg.

Quellen: K. Guha. Mountain Travel Kathmandu.Alpine Journal 1970. J.A.C. Japanese Expeditions... 1970. Korrespondenz mit I.Yoshizawa.AAJ 1971^.443.

In der NW-Ecke von Nepal, nahe dem indischen Garbyang, steht die Api ( 7132 m ), die i960 von den Japanern erstiegen wurde. Ihr östlicher Nachbar ist Nampa ( 6755 m ), niedriger, aber ein kühn geformter, selbständiger Gipfel und nicht betreten. Eine Kleinexpedition aus Manchester unter John Allen machte im Herbst 1970 einen Versuch, musste aber bei schlechtem Wetter etwa 50 Meter unter der Spitze aufgeben.

Quelle: Mountain Travel, Kathmandu.AJ I97i,p.227.

Annapurna I ( 7555 m ), von WSW, aus dem Tent-Peak-Panorama Photo G. Hauser. Archiv Dyhrenfurth Nanga-Parbat-Westflanke, vom Diamir-Tal aus Photo Deutsche Himalaya-Stiftung 1938 OST-GARHWAL Der bekannte, 7120 Meter hohe, unschwierige Trisul wurde auch 1970 wiederholt besucht, so am 4.Juni von einer indischen Frauenexpedition unter Dr. Miss Meena Agrawal mit drei Sherpa und am io. Juli von einer zehnköpfigen indisch-tibetischen Grenzpolizei-Mannschaft.

Eine indische Expedition unter Prof. R.G.De-sai ging zu dem nördlich des Trisul gelegenen Bethartoli, der von E in Angriff genommen wurde. Die zweite Besteigung des Südgipfels ( 6318 m ) gelang am 4.Juni. Eine andere Gruppe versuchte gleichzeitig den Hauptgipfel ( 6352 m ), kam aber nur bis etwa 6030 Meter. Beim Abstieg — 7 Mann an einem 50-Meter-Seilwurden sie von einer Lawine hinuntergefegt. Nur zwei blieben einigermassen heil, ein Sherpa ( Pemba Tsering ) wurde verletzt, und vier starben den weissen Tod - der Inder Nitin V. Patel und die Sherpa Ang Kami, Chhawang Phinso und Gnapa —, in Gletscherspalten unter Lawinenschnee begraben.

Im September wurde Bethartoli South ( 6318 m ) nochmals bestiegen, diesmal von einer Mannschaft der Assam Mountaineering Association. Ferner ist der zwischen Trisul und Maiktoli gelegene Mrigthuni ( 6855 m ) zu nennen, den Aßt Kumar Sarma am 4.Oktober mit fünf Sherpa bestieg. Ein Schneebrett-Unfall beim Abstieg, dicht unter dem Gipfel, verlief glimpflich. Fast 300 Meter « floss » eine Seilschaft hinunter und kam heil davon.

Quellen: Berichte K. Guha in « Himavanla »; HG Newsletter 28, June 1971. AAJ 1971, p.443/444; AJ 1971, p.225/226.

Xanda Khat ( 6611 m ), südlich des Nanda Devi-Massivs, war das Ziel einer indischen Expedition unter R. Chandekar. Als sie am 31. Mai 1970 einen Platz für Hochlager 2 erkunden wollten, wurden sie im Eisfall des Pin-dari-Gletschers von einer Lawine erfasst. C. Arora und S. Prabhu fanden den Tod; fünf andere Teilnehmer wurden ernstlich verletzt. Das Unternehmen wurde abgebrochen.

Quelle: Bericht K. Guha in « Himavanta » vol.II No. 4, August 1970.

WEST-GAR H WAL Im Norden des Gangotri-Gebietes steht der zweigipfelige Maria Parbat ( 6794 m und 6771 m ). Eine vom Mountaineers Club Calcutta organisierte Expedition unter X. Rakshit ging ihn im Nachmonsun 1970 an. Am 8. Oktober machten A. Mukherjee und P. Chakravarty mit den beiden Sherpa Thundu und Chhunje die Erstersteigung von Mana Parbat I.

Quelle: « Himavanta » vol .II X0.6, October 70, und No. 7, November 1970.

Südlich der Ortschaft Gangotri - am Oberlauf des Bhagirathi River — liegt die Jogin-Gruppe, Aktionsgebiet des Nehru Insitute of Mountaineering ( Uttarkashi ), unter der Leitung von Lt.Colonel C. Joshi. Im Juni machten zwei Gruppen die erste und zweite Besteigung des Jogin I ( 6465 m ). Auch der ( 1967 erstmals erstiegene ) Jogin III ( 6116 m ) wurde wiederholt. Im September wollte man Jogin I und auch II ( 6342 m ) besteigen, aber heftige Schneestürme zwangen zur Umkehr.

Quelle: Berichte von K. Guha, Soli S. Mchta und C. Nanavati, Himalayan Club. AAJ 1971, p. 445.

KULU-LAHUL Eine indische Damengruppe von Calcutta stand unter der Leitung von Mrs. Sujaya Guha, Frau und Mitarbeiterin von Kamal K. Guha, der die neue indische Monatsschrift « Himavanta » leitet. Sie verliessen Manali am 5. August und errichteten ihr Basislager ( 3870 m ) am Chandra River, nordöstlich des Zungenendes des Bara Shigri Glacier. Am 21. August gelang ihnen die Erstersteigung von P. 20130 feet = 6136 Meter, den sie « Laiana » benannten.

Das Unternehmen endete jedoch tragisch: Auf dem Rückmarsch vom Basislager, bei der Überschreitung des Karcha Naia, wurden Mrs.Guha und Miss Saha im angeschwollenen Gletscherbach fortgerissen und ertranken.

Quelle: « Himavanta » September und Oktober 1970.

Dharamsura ( 6445 m ), früher auch « White Sail » genannt, zwischen Tos Naia und unterem Bara-Shigri-Gletscher gelegen, wurde Ende Mai von einer Mannschaft der Delhi Mountaineering Association besucht. Es war die dritte Besteigung. Am i .Juli gingen 4 Offiziere und 13 Kadetten der National Défense Academy, Poona, auf den bekannten Mulkila ( 6517 m ), der schon öfters bestiegen wurde. Besonders beliebt in der Region von Manali ist Hanuman Tibba ( 5929 m ), von G. Bruce mit seinem Führer Heinrich Fuhrer von Meiringen 1912 erstmals erstiegen und « Solang-Weisshorn » getauft. Am 5. Oktober wurde dieser hübsche Gipfel wieder einmal von einer indischen Frauenexpedition unter N. C. Usha erreicht.

Quelle: S. Mehta und C. Nanavati, Himalayan Club.

Eine japanische Mannschaft der Jochi University unter R. Kanda ging vom Beaskund über den Solang-Pass ( 4996 m ) zum Quellfluss des Ravi, wo das Basislager errichtet wurde, schob drei Hochlager vor und erstieg den Mukar Beh ( 6069 m ) am 13. September. Kanda und Nakamura gelang vom Kudy-Gletscher aus am 17. September die Erstersteigung von P. 5934, den sie « Sophia Peak » benannten. Am 23. September waren sie wieder in Manali. Ausserdem wurden noch Hanuman Tibba und der oft besuchte Deo Tibba ( 6001 m ) bestiegen.

Quelle: J.A.C. Japanese Expeditions, Postmonsoon 1970.

Im Herbst 1970 war eine italienische Expedition unter der Leitung von Corradino Rabbi ( Torino ) im Manali-Gebiet. Sie bezwangen den Hanuman Tibba ( 5929 m ) vom Solang-Pass aus zum erstenmal über den sehr schneidigen Nordgrat, was ein Biwak erforderte ( Schwierigkeitsstufe IV ). Dann machten sie eine Kammwanderung über den « Ladakhi Peak » ( etwa 5400 m ) und « Manali Peak » ( etwa 5700 m ) zum Mukar Beh ( 6069 m ).

Quelle: C. Rabbi, « Punjab 1970 », Rivista Mensile, aprile I971, P- I53-I59- CHAMBA-KisHTWAR-PADAR ( Panjab Himal ) In Chamba gelang zwei britischen Offizieren -Rory Cape und Stewart Rae — im Oktober 1970 die Erstersteigung des Menthosa ( 6443 m ), eines der höchsten Gipfel am Oberlauf des Ravi.

Quelle: S. S. Mehta - J. C. Nanavati, Hirn. Club.

Nachtrag: Im Herbst ig6g machte eine kleine britisch-indische Gruppe im Kishtwar Himal eine Kundfahrt nördlich des Chenab zum Brammah-Gletscher, worüber Dr. Chr.R. A. Clarke berichtet. Einige kleine Fünftausender wurden bestiegen, aber die stattlichen Sechstausender ( P. 6484, P. 6392 und P.6230 ) blieben jungfräulich.

Quelle: AAJ 1971, p. 448/449.

Im Mai 1970 war in Kishtwar eine britisch-amerikanische Frauenexpedition unter Mrs. Niki Clough tätig. Ihr Basislager errichteten sie im Kiar Nallah, unterhalb des Prul-Gletschers. Sie hatten einen oder zwei Sechstausender auf dem Programm, aber das Wetter war so schlecht, dass sie sich mit Erkundungen und zwei kleineren Gipfeln ( 5425 m und 5640 m ) begnügen mussten. Da kam die Nachricht von Ian Cloughs Tod an der Annapurna I. Die Expedition wurde abgebrochen.

Quelle: AAJ 1971, p.449/450.

Auch eine kleine japanische Expedition des Tohokeiryu-kai hatte im Panjab Himalaya kein Glück. Ihr Ziel war der von Fritz Kolb 1946 « Mondsichelberg » getaufte Bharanzar ( 6575 m ) südlich des Prul-Gletschers. Oberhalb des Dorfes Hawar, an der Quelle des Maro River, erstellten sie ihr Basislager ( 3200 m ). Am 24. Juni, beim Angriff auf den Gipfel, stürzte die Leiterin, Mrs. Kei Ohara, tödlich ab. Das Unternehmen wurde aufgegeben.

Quelle: Korrespondenz Ichiro Yoshizawa. Fritz Kolb: « Einzelgänger im Himalaya » ( F. Bruckmann München 1957AJ 1970. P-186-193.

Aus Ladakh wird die Erstersteigung von Phunangma ( 6788 in ) durch eine indische Mannschaft unter Captain F.C. Bahaduri gemeldet.

Quelle: C. Nanavati.

KARAKORUM Den SE-Flügel des Karakorum bildet der Saser Mustagh mit grossen noch unbestiegenen Siebentausendern. Eine Expedition der Indian Mountaineering Foundation unter Major H. V. Bahuguna ( f ) hatte für 1970 den kulminierenden Saser Kangri ( 7672 m ) auf dem Programm. Im Juni gingen sie von Panamik ( 3230 m ) zum Phukpoche-Gletscher hinauf und errichteten ihr Basislager ( 5425 m ). Auf der Suche nach der besten Route wurden vier namenlose kleine Vorgipfel ( 6140, 6190, 6587 und 6858 m ) über dem nördlichen Phukpoche Glacier bestiegen. Am Saser Kangri selbst kamen sie an zwei Stellen bis auf etwa 6550 Meter, aber beide Versuche blieben ohne Erfolg. Saser Kangri ist ein schwieriger Berg, leider auch aus politischen Gründen schwer zugänglich, da er dem von den Chinesen besetzten Depsang-Pla-teau und oberen Shayok River nahe liegt.

Quellen: Berichte K. Guha, S.S.MehtaundJ.C.Nana-vati, Hirn. Club. Korrespondenz H. Adams Carter.

K6 ( 7281 m ), der höchste Gipfel der berühmten « Kondus-Aiguilles », wurde von den Österreichern am 17. Juli 1970 erobert. Über diese hervorragende Leistung der Akademischen Sek- tion Wien des ÖAV unter der Leitung von T)ipl.lng.Ed.Koblmüller wurde bereits in den « Alpen », Monatsbulletin Dezember 1970, S.263, und in « Alpinismus » 1/1971, S.44, das Wichtigste gemeldet, und es bedarf keiner Wiederholung. Auch soll dem offiziellen Expeditionsbericht und seinen Bildern in keiner Weise vorgegriffen werden.

Quellen: Ed.Koblmüllcr, sieben Briefe vom 14.Juni bis 16. September 1971. ÖAV Alpenvereins-Pressedienst, Innsbruck, 13.August 1970.

Der am stärksten umworbene, bis August 1971 noch unerstiegene Siebentausender des Karakorum war Malubiting. Nur Ostgipfel ( 6970 m ) und Nordgipfel ( 68 43 m ) wurden zunächst betreten. Die Bewilligung für die beiden Hauptgipfel ( 7453 m und 7291 m ) erhielt nach vieler Mühe die « Münchner Karakorum-Kundfahrt 1970 »: Peter von Gizycki ( Geologe ) als Leiter, Dr. Bernd Melzer, Horst Caha und Michael v. Gizycki. Am 10. Juni waren sie in Arandu ( 2770 m ) am Basha River. Acht Tage später war das Basislager ( 4300 m ) errichtet, auf dem oberen Chogo-Lungma-Gletscher, am Fusse des Ost-Ausläufers des Spantik Peak ( 7029 m ), gegenüber der Rillenwand ( 6218 m ) und Leila ( 6985 m ). Nach Erkundung entschieden sie sich für den Angriff über den Hängegletscher, der vom Sattel zwischen Ost- und Mittelgipfel gegen NE herunterfliesst. Dort wurden zwei Hochlager ( etwa 5000 m und 5500 m ) erstellt, dann ein Leichtzelt auf etwa 6000, 6450 Meter und im Sattel ( etwa 6850 m ). Von dort aus stiessen die Brüder Gizycki am 28. Juni in den NE-Hang des Mittelgipfels ( C ) vor, in der Hoffnung, so den westlichen Hauptgipfel erreichen zu können. Da - auf 7000 Meter - gibt es bei Michael eine Steigeisen-Panne. Er stürzt, kann sich noch halten, verliert aber ein Eisen. Schweren Herzens kehren sie um. Nach mühsamem Abstieg zum Sattel ( 6850 m ) setzt ein Schneesturm ein, so dass sie im Leichtzelt bleiben müssen. Am. 29. Juni hat sich das Wetter wieder beruhigt. Als sie in Richtung Basislager hinunter- gehen, sehen sie mit Schrecken, dass Camp 2 von einer Lawine verschüttet worden ist. Beim Tiefersteigen finden sie einzelne Ausrüstungsgegenstände und dann - die Leiche von Bernd Melzer! Tief erschüttert setzen sie ihren toten Kameraden in einer Spalte bei.

Im Basislager trafen sie Horst Caha, der mit viel Glück ohne schwere Verletzung davongekommen war: Durch den Eisschlag wurde er in eine Gletscherspalte geworfen, aus der er sich -nach einer Zeit der Bewusstlosigkeit — mühsam herausarbeiten konnte. Er fand Bernd tot, mit gebrochener Wirbelsäule, schleppte sich zum

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Der Malubiting ist ein gefährlicher Berg. Das lehren die Expeditionen 1955, 1959, 1968, 1969, 1970 und 1971 mit aller Deutlichkeit.

Doch am 23. August 1971 kam auch seine Stunde.

Quellen: Bericht von P. v. Gizycki.AJ ig7i,p. 186-189. Kartenskizzen W. Kick.

Im Gebiet des Kampire Dior ( 7143 m ), nordwestlich des Batura Mustagh, hat der Österreicher Helmut Linzbichler 1969 und 1970 Erkun- düngen vorgenommen, bei denen er bis etwa 6200 Meter vordrang. Auch eine britische Kundfahrt 1970 unter H. Braham in den NW-Karakorum hatte nicht viel Erfolg.

Qjielle: AJ 1971, p. 162-168.

NANGA PARBAT I97O Im Vorwort zu Reinhold Messner: « Die rote Rakete am Nanga Parbat » schrieb der Chronist: «... 1970 machten die Brüder Reinhold und Günther Messner die Überschreitung des Nanga Parbat ( 8125 m ) von S nach NW - die 4500 Meter hohe Rupalflanke hinauf und durch die Dia-mirflanke hinab. Diese Tat war ein würdiges Gegenstück zu Hermann Buhl, der 1953 den ,Schicksalsberg der Deutschen'in einem weltberühmten Alleingang bezwang. Leider wurde die grossartige Leistung der beiden Südtiroler durch den Lawinentod Günthers tragisch überschattet. Wie es zu alldem kam - ausgelöst durch die rote Rakete des Expeditionsleiters -werden viele mit Spannung und tiefer Anteilnahme lesen, weit über die bergsteigerischen Kreise hinaus. » In der Buchbesprechung schrieb A.D. ( DDr. Adolf Diemberger ) in der ÖAZ ( Folge 1376, S. 71/72 ): « ...Die rote Rakete? Sie war bestenfalls ein erster Irrtum, an den sich ganz ausser-planmässig das allzu rasche Nachsteigen von Günther Messner reihte. Wäre es nach Plan gegangen, hätte Reinhold nach dem Alleingang zum Gipfel auch im Alleingang wieder zum Lager V absteigen müssen. Dass Günther dann so stark angeschlagen ist, dass er den Rückweg nicht mehr wagen kann ( noch dazu ohne Seil! ), dass nach Abstieg zur Scharte der Rufkontakt mit dem Team des anderen Tages zu einem Missverständnis führt, sind Unberechenbarkei-ten des Zufalles. Völlig spontan auch der Entschluss Reinholds, durch absolutes Neuland hinunter auf die Diamir-Seite abzusteigen. Dass dies dann auch durchgeführt wurde, ist nicht nur eine, sondern die einmalige bergsteigerische Leistung... » Eine genauere Analyse kann nicht Aufgabe dieser allgemeinen, möglichst übersichtlich gehaltenen Himalaya-Chronik sein, um so weniger, als die « Affaire » zu einem grossen Presse-rummel und Rechtsstreit pro et contra beim Landgericht und beim Oberlandesgericht München geführt hat. Der Chronist behält sich vor, je nach dem Ausgang der hängigen Prozesse die « Angelegenheit Herrligkoffer/Messner/Nymphenburger Verlagshandlung » neu zu überprüfen und dementsprechend darzustellen.

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