Joachim Eugen Müller

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1752—1833.

Von Franz Odermatt.

Spitteler sagte einmal, ein gutes Buch frisst sich durch den Schutt, der auf ihm gelegen, hindurch ans Licht. In Anlehnung an dieses Wort und hinweisend auf das Lebensbild Joachim Eugen Müllers sagen wir: « Ein Genie ringt sich trotz aller Hemmungen äusserer Lebensverhältnisse immer zur Anerkennung seines Werkes durch! » Joachim Eugen Müller wurde 1752 in Engelberg geboren als der Sohn eines Zimmermanns mit grosser Familie. Er konnte niemals einen regelmässigen Schulunterricht besuchen. Dass ihn Pfyffer von Luzern als Geissbub entdeckt habe und schulen liess, ist ein Märchen. Er hat über seine Jugendzeit Aufzeichnungen hinterlassen, freilich in einer oft kaum zu ent-ziffernden Handschrift. Lassen wir ihn also selber sprechen:

« 1761 ( mit 9 Jahren ) war ich schon bei meinem Vater zur Hilfe, um als Zimmermann in Unterwaiden mein Brod zu verdienen, in welchem Jahr eine grosse Wasserüberschwemmung entstanden, so dass wir über den Grüeblen und Luttersee Berg die Reise auf Engelberg einschlagen mussten, und im Jahr darauf wird das Dorf an der Matt in Ursern abgebrannt, wo ich auch mit dem Vater mein Brod zu verdienen schon fähig war. In dieser Zeit lernte ich nebst andern verschiedenen Bergen auch den St. Gotthard kennen, über welchen wir die Reise in das? Thal machten, wo wir das Pfarrhaus zu machen angestellt waren. Später haben wir im Urnerland im Schächen und Isithal und in Altdorf Gebäude aufgestellt. 1765—1769 in Schwyz, Küssnacht, Weggis, Rigiberg, 1770 Arbeit am Kirchenbau in Schwyz, wo ich als Meistergesell angestellt war. » — Müller wanderte über den Haggen nach Einsiedeln, bestieg die Frohnalp. « 1774 kam ein fremder Laborant nach Engelberg, wendet sich an unseren Menschenfreund Abt Salzmann, um die Erlaubnis zu erhalten, verschiedenes zu laborieren besonders Erzscheid Geist. Er suchte auch einen Mann, welcher auch Liebhaber wäre etwas zu gewinnen. » — Müller hatte sich schon verheiratet, ihm gefiel die Aussicht auf den glänzenden Erwerb, und ein mächtiges Bedürfnis nach Bildung und Wissen von den Geheimnissen der Natur liess ihn das Anerbieten annehmen. « Der Fremde wies mir seinen Heimatschein: Julius Mitt von Landgrafschaft Tirbach, Schwabenhausen in Böhmen. Auch verschiedene Schriften z.B. von der Chemie, die verschiedenen Bittersalze, Scheidewasser, Hofmanns Tropfen und andere Geister zu laborieren. So machten wir im Rotzloch den Anfang, von Hörnern und Klauen von Kühen den Hirsch-Horn-Geist zu fabricieren. Aber das Gebrau verbreitete einen Geruch, der über eine Stunde weit zu vernehmen ist. » Und es fehle der Absatz. Auch Pottasche, Salpeter wurde probiert, und endlich, als es damit nicht vorwärts gehen wollte, griffen sie zur Alchemie: aus nideren Mettallen Gold zu machen. Aus 32 Loth Silber und 1 1/2 Quintlein Gold sollte pures Gold destilliert werden. Da die Probe im Kleinen aber misslang, so wollte der Meister sie im Grossen wiederholen. Ein Hofrat Miegg aus Wien steuerte 200 Louisdor bei, und Müller baute Hochöfen mit Blasbälgen und Windpfeifen und lernte dabei so viel, dass er dieses Kapitel seines Lebenslaufes mit der Erkenntnis schliesst: mit Probieren wird man klug. Er kehrte wieder zu seinem Zimmermannsgewerbe zurück« 1782 ward mir im Kloster der Müllerdienst angetragen, weil ich das ganze Werk selbst zu machen im Stande war. » Die Liebe zu den Bergen und die Kenntnis ihrer Schönheiten, ihrer verborgenen Geheimnisse verschafften ihm auch bald einen Ruf als Führer. Sie hatten schon auf den Jüngling ihre Zauberkraft ausgeübt. Eine ans Wunderbare grenzende Fähigkeit, die Berge zu sehen, ihre Formen plastisch und zeichnerisch darzustellen, machte ihn zu ihrem tiefsten Vertrauten. Eine Liebe, die damals noch von keinerlei gewinnsüchtigen Motiven beeinflusst wurde.

Es war jene Zeit, in welcher die Fremden unsere Berge entdeckten. Aber Joachim Eugen Müller hatte sie vorher entdeckt. Er begleitete nun häufig Turisten auf die Berge um das Engelbergertal. Und bei dieser Gelegenheit lernte er Generalleutnant Franz Ludwig Pfyffer von Luzern kennen. Er wurde zum Mitarbeiter des im Gletschergarten aufgestellten Pfyfferischen Reliefs. Fast zu gleicher Zeit, 1787, wurde er mit J. R.M.eyer von Aarau bekannt. Dieser bereiste mit dem von ihm angestellten Ing. Weiss aus Strassburg die Alpen zum Zwecke der Ausgabe eines neuen grossen Schweizer-atlasses. Die Arbeit wollte aber unter der Leitung von Weiss — der später im Auftrage der französischen Regierung mit 50 Ingenieuren arbeitete, wie er in nicht allzugrosser Bescheidenheit berichtete, und die von Meyer bezahlten Arbeiten zu eigenen Ausgaben benutzte — nicht vorwärts kommen. ( Auch Müller überwarf sich bald mit ihm. Meyer bat ihn, diesen Spahn aus dem Sinn zu schlagen. ) Er, Meyer, war darum erfreut und überrascht, in Engelberg einen Mann mit so seltener Kenntnis der Berge und der Fähigkeiten, ihre Formen zu zeichnen, zu finden. Müller durfte sich gleich vermessen, die Arbeiten von Weiss zu kritisieren und zu korrigieren. Meyer setzte alles daran, diesen Mann für seine Dienste zu gewinnen. Er lud ihn ein, nach Aarau zu kommen, und setzte ihm dort seinen Vorschlag auseinander. Mit Begeisterung begann Müller die Arbeit. Im März des folgenden Jahres brachte er schon eine plastische Darstellung der Umgebung von Engelberg nach Aarau, und schon am nächsten Tage wurde folgender Vertrag abgeschlossen.

« Mitt Gott in Aarau den 3te Merz 1788. Hatt Herr J. Rudolf Meyer allhier mit Ehren Geachten Joachim Müller Weibel von Engelberg Nachstehende Verabredung und Acord getroffen. Da Herr Meyer durch Herrn Weiss von Strassburg Ein Werk arbeiten lasst welches die Weltberühmten Schweizerischen Berggegenden und Alpgebürgen in Ihrer Natürlichen Gestalt darstellt und dieser Obenbemelte Joachim Müller als Ein Erfahrener Berg Mann Laut dargestelten Prob Stucken die kentnuss besitzt Dergleichen Berggegenden in Gips darzustellen, so hat er sich gegen obgedachten Hm Meyer dahin verpflichtet zu beförderung dieses Werckes Seine gantze Zeit und Seine Kräfften in allen treuen darzugeben und mit allmöglichen Fleiss dem Herrn Weiss an die Hand zu gehen und in allem Herrn Meyers Intenzion zu befolgen, auch in allwegen dess Herrn Meyers Nutzen zu fördern und Schaden zu wenden, und mit diesem Fleiss verspricht er ausszuharren biss Herr Meyer Seinen Zweck und Vorhaben wird erreicht haben. Auf all den Bergreisen wird Er Sich Selbsten Ernehrung und vor Seinen Unterhalt besorgt sein. Vor all dieses verspricht Ihm Herr Meyer alltäglich zu bezahlen Dreissig Bernbatzen und Herrn Meyers Verbindung soll ein Jahr lang gelten allso 365 tag vom Ersten Merz 1788 biss Ersten Merz 1789. Sollte aber der allmächtige den bemelten Joachim Müller mit Krankheit heimsuchen, dass Er Seinen Geschäfften nicht nachgehen könnte so soll Herr Meyer nur so weit gebunden sein als Er Seine billichkeit erfordern wurde. Hievon sind zwey gleichlautende Abschriften verfertigt und jeder Partey Eine zugestellt worden: Jo. Rudolf Meyer, Hauptmann. Dieses bekenne ich Joachim Müller von Engelberg. » Und nun begann Müllers grosses Lebenswerk. Die von Meyer begonnene Arbeit gedieh mit staunenswerter Sicherheit und Raschheit der Vollendung entgegen. Müller wurde die Seele des Ganzen. Man muss dabei die Schwierigkeiten des Reisens in jener Zeit und die Mangelhaftigkeit der technischen Hilfsmittel vor Augen halten. Er besass eine ganz aussergewöhnliche Fähigkeit, die Berge zu betrachten und ihre Formen nachzuzeichnen. Seine Skizzenbücher zeigen uns sein Talent in der plastischen Darstellung der Formationen des Gebirges. Fleiss und natürliche Begabung fanden in der physischen Leistungsfähigkeit des von Jugend an abgehärteten Bergsohnes einen Bundesgenossen.

In den Sommern ist er unermüdlich auf der Fahrt, skizziert, zeichnet grosse Ansichten und Panoramen, modelliert vor der Natur, misst Basislinien, Horizontal- und Vertikalwinkel, konstruiert und rechnet, vergleicht und verbessert. Das, was er im Verlaufe dieser Kampagnen von Mont Blanc bis ins Tirol, vom Tessin bis ins Toggenburg alles gesehen und zusammengetragen hat, verarbeitete er in den Wintern bei Meyer in Aarau mit Hilfe seiner Zeichnungen und dem Scharfblick seiner Augen an dem grossen Relief. 1797 war es vollendet. Es stellt die Schweizeralpen vom Genfer- bis zum Bodensee im Masstab 1: 60,000 dar. Schon 1796 war von Weiss nach bereits fertigen Teilen des Reliefes die erste Karte des Schweizeratlasses gezeichnet, und bis 1802 waren sämtliche Blätter des Werkes erschienen. Trotz manchen Mängeln bedeutete dieses Kartenwerk einen schönen Fortschritt gegenüber der früheren schweizerischen Kartographie, fand grossen Anklang und « blieb jahrzehntelang die beste topographische Darstellung der Schweiz ». Das war in allererster Linie das Verdienst Müllers. Die Blätter der gebirgigen Teile, also das, was nach Müllers Relief gezeichnet war, ernteten zum Teile begeistertes Lob der Zeitgenossen. Die Blätter der flacheren Teile der Schweiz dagegen, die das Relief nicht umfasste, büeben an Genauigkeitsgrad und Zeichnung stark zurück 1 ).

In einer Besprechung dieses Reliefs in Zächs monatlicher Korrespondenz Zürich, 26. September 1802, wird unter anderm ausgeführt: « Dagegen aber übertreffen die Gebirgsgegenden nicht bloss alle bisherigen bekannten Karten, sondern man darf auch keck behaupten, dass das Hochgebirge hier zum erstenmal mit einiger Ähnlichkeit dargestellt worden ist. Dem ganzen von Maienfeld in Bündten bis Villeneuve am Genfersee in einer doppelten Kette fortlaufenden Hochgebirge liegt das sterographische Werk zu Grunde, welches Meyer als Nachahmung des bekannten Pfyfferischen Kunstwerkes hat bearbeiten und in seinem Wohnort Aarau aufstellen lassen. In diesem finden sich wirklich eine Menge wesentlicher, man kann sagen, neuer Entdeckungen über die Gestalt der Berge, die Ausdehnung und Biegung der Thäler, die in allen Richtungen sich durch die grossen Gebirgsmassen hin-durchdrängen, und über die Beschaffenheit mehrerer Gletscher und Eisthäler, deren Dasein vorher nicht einmal genau bekannt war. Wer auch nur obenhin diese Gegenden mit der Gestalt vergleicht, die ihnen in älteren Karten gegeben ist, wird die ungeheueren Abweichungen von der Natur erkennen, die jenen altern Karten zu Schulden kommen, in der hier beurteilten aber glücklich und geschickt verbessert sind. » Das war Müllers Verdienst. Er hatte nun endlich Beruf und Ziel seines Lebens gefunden!

Hören wir ihn selbst wieder.

In einem Schreiben vom 20. Juli 1830 an die schweizerische naturforschende Gesellschaft schreibt Müller: « Anno 1788 im Merz gingen wir auf den Horben zu Muri, gegen dem Zürcher Gebiet, Rigi und gantzenn sichtbaren Hochgebürg; von da über Hildisrieden, Gormund, Russwyler Berg, Entlibuch und Napfum ) Winkel zumessen; von da über Bern, von wo uns Herr Professor Tralies mit denen obrigkeitlich mathematischen Instrumenten auf Thun begleitete eine Basis Linie zu messen, und auf die errichteten Signale St. Battenberg, Niesen, Stockhorn, Thierachern und gegen das Hochgebierg horizontal und elevatione Winkel über dem Quecksilber-Spiegel trigonometrisch zu bearbeiten. Nach diesem reisten wir ins Hasliland auf verschiedene Berge, z.B. auf hangend Gletscherhorn, Planblatten und von da auf die Grimsel, Sildishorn, ober und unter Aargletscher und so fort. » Müller führte auf der ganzen Reise « gibss schachteln » mit sich, um immer an Ort und Stelle modellieren zu können, und arbeitete sodann während des Winters in Aarau, wo ihm Meyer, der mit seinen Leistungen ausserordentlich zufrieden war, freie Station gab, « ein Relief vom Berneroberland, thun brientzersee » aus, welches dann von Meyer der Regierung von Bern präsentiert wurde, um die Erlaubnis zur Vervielfältigung zu erhalten. Infolge dieses Gesuches erliess die Bernerregierung 1789 V 13 an den Kriegsrat folgendes Schreiben: « Auf angehörten Euren M. G. H. Vortrag wegen denen von Hrn. Hauptmann Meyer, Bandfabrikant in Aarau, M. G. H. vorgelegten zwei Basreliefs, welche beyde den die höchsten Gebirge begreiffenden Theil dess Canton nach verschiedenen Maasstäben darstellen, haben M. G. H. und Obern das grössere davon änzunehmmen geruhet Einerseits; Anderseits dann ihme Hrn. Meyer ohne einiches Bedenken die gnädige Bewilligung er-theilet, das kleinere durch Abdrüke zu vervielfältigen und als gemein-nützig käuflich hinzugeben. Was dann den zweyten Punkt anbelangt wie der Herr Meyer für diess sein Geschenk zu remuneriren seyn wolle? ist solches M. G. H. den Kriegsräthen zu bestimmen überlassen worden. » — Von den Blick von Gersau auf die Bauen-Schwalmisgruppe.

Zeichnung von J. E. Müller.

Kampagnen der folgenden Jahre erzählt Müller: « Anno 1789 im Frühjahr auch mit Herrn Tralies in Aarau eine Basis Linie gemessen von dem Kirchthurm Suhr auf Kölliken; nach diesem von der Wasser- und Giselfluh gegen der Basis und ganzem sichtbarem Siebenthal, Frutigen, Lauterthal, Schilthorn, Grindelwald auf Faulhorn und vielen andern Bergen zugebracht. A. 1790 gab mir Herr Meyer einen Vollmachtschein ins Saanenland zu reisen, wo ich auf dem hohen Jomen, Samasiva, etc. eine grosse Ansichtszeichnung formiert, z.B. von Diablere und Tantamorgeln ( Dent de Morcles ), Montblanc, Dantu-midi und vielen andern horizontal und elevations Winkel gemessen, und einen Theil vom untern Wallis bereiset, wie noch den ganzen Sommer von 1791 das ganze bernerische und wallisersche Hochgebürg durch alle Thäler vom Montblanc bis Furca durchstrichen. Anno 1792, 93 und 94 über die ganzen Cantone Uri, Schwyz, Unterwaiden, Zug, Glarus, Graubünden, Appenzell und Zürich, auch über die Voralbergische Herrschaften bis ans Tyrol mit äusserstem Fleiss und Anstrengung vermittelst Instrumenten die Zeichnung fortgesetzt, so dass ich einen grossen Folianten damit ausfüllen könnte. » Von 1790 an arbeitete Müller völlig selbständig. Weiss, der es durch seine Grossmauligkeit mit allen Mitarbeitern, auch mit Tralies, verdorben hatte, schied aus. Trotzdem mass er sich, als die Karte erschienen war, das Verdienst allein zu. Die bernische ökonomische Gesellschaft fällte über Wetterhörner und Berglistock.

Skizze von J. E. Müller.

ihn nach einer nicht sehr erbaulichen Pressefehde das vernichtende Urteil, dass er das, was er sich anheischig gemacht, nicht zu leisten imstande gewesen sei.

Am 17. August 1814 schrieb Müller, damals 62 Jahre alt: « Den vorigen Tag kam ich von meiner hohen Bergreise zurück, welche ich zufolge unter schrift vom 14. Märzt 1814 verlangte Basrelief zu verfertigen notwendig hat. Meine Reise gienge von Engelberg über das Joch ins Hassliland über grimsel durch das Wallis Fiescher und binen thal bis Fiss-bach durchland und zurück auf Brieg, durch das gantze ganter thal und neywe Strass über den Simplong bis an Domodossola, von dort zurück durch Eschen thal und Pomatzer thal über den waldeser berg auf livinen thal, Gotthard, Reissthall und über Surenen Egg auf Engelberg. Auf welcher reiss ich bei der günstigen Witterung über 80 Stück Zeichnungen und Winkel-mäss aufgenommen habe. » Nachdem das Relief also zur Erstellung des Kartenwerkes als Grundlage gedient hatte, kam es im Jahre 1802 an einen Buchhändler nach Paris, wohl um dort ausgestellt zu werden. Alsbald interessierte sich das französische Kriegsministerium und rasch auch Bonaparte persönlich angelegentlich dafür. Aus einer längern, von J. H. Graf im Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern 1883 herausgegebenen, hieran sich knüpfenden Korrespondenz zwischen dem Kriegsministerium und Meyer geht hervor, dass der erste Konsul das für seine militärischen Pläne höchst wertvolle Werk auf keinen Fall sich entgehen lassen wollte. Nach einem von Meyer ausgeschlagenen Angebot von 15,000 Franken gelang es der Direktorialregierung, ihn im Frühjahr 1803 für eine Summe von 25,000 Franken und gegen Ausstellung einer Protektionsurkunde für seine Familie zum Verkauf des Reliefes zu bewegen, wobei er freilich diese Protektion recht hoch anschlagen musste, da nämlich nach einer Aufstellung, die er nach Paris gesandt hatte, seine Auslagen für das Relief nicht 25,000 Franken, sondern 30,000 Franken betragen Berneralpen vom Hohenzi.

Skizze von J. E. Müller.

hatten. Damit ist das erste Alpenrelief Müllers für unser Land verloren gegangen.

Mit unermüdlichem Fleiss und aller Hingabe arbeitete Müller neue, grössere und kleinere Reliefs aus. Er baute sie aus einer Masse von Gips, Sand und Kalk mit Wachs und Harz auf. Kleine Drahtstifte unter den Bergspitzen dienten zur Höhenbestimmung der Masse. Seine Arbeiten befinden sich in Zürich, Samen, Engelberg, Winterthur, Berlin, Stuttgart, Sigmaringen, wohin sie durch Vermittlung Pfarrer Busingers gelangten. Das Zürcher Relief, jetzt in der Universität aufgestellt, wurde dank der Bemühungen Eschers von der Linth von der Stadt im Jahre 1817 um 5000 Franken erworben und ist das grösste und wertvollste in der Schweiz. Der Stadtbiblio-thekar von Zürich schrieb am 8. September 1819 an Müller: das Relief werde von so vielen Fremden und Einheimischen bewundert, welche eine Reise in die Berge machen wollen. Wenn alle, denen er seine Adresse geben musste, zu ihm kämen, dann habe er grossen Besuch.

Am 12. Oktober 1821 erwarb die Stadt Zürich, mit deren Spitzen Müller stetsfort einen freundschaftlichen Briefwechsel unterhielt, noch zwei kleinere Reliefs für 15 Louisdors, eines vom Wallis und eines vom Engelbergertal, welches von besonders künstlerischer Vollendung ist.

Von dem grossen Zürcher Relief — die innern Kantone, das Berner Oberland und Oberwallis sowie den grössten Teil von Bünden und St. Gallen darstellend — urteilt R. Kirchgraber 1 ): « Es ist eine wahrhaft meisterliche Arbeit. Die Genauigkeit der Anlage ist ganz erstaunlich. Sie erreicht in manchen Teilen die Dufourkarte. Die Fähigkeit Müllers kommt im Detail seiner Arbeit zum Ausdruck. Hier äussert sich sein Künstlertum auf Schritt und Tritt. Er muss mit einem ausserordentlich raschen und sichern Blick in die Natur geschaut haben. Es wäre ihm gar nicht möglich gewesen, all das, was sein Relief im kleinsten bietet, vor der Natur in Aufnahme festzuhalten. Und das, was dem Reliefbauer unserer Zeit zur Hand ist, fehlte ihm doch ganz:

1 ) In der « Neuen Zürcher Zeitung », Nr. 1783, vom 12. November 1925.

die mit den Mitteln minutiöser Technik aufgenommenen Höhenkurven unserer topographischen Karten, die man nur in Karton auszuschneiden und auf-einanderzukleben braucht, um schon recht genau Höhen- und Böschungsverhältnisse im Rohrelief vor sich zu haben. Müller aber musste neben seinem Aufnahmematerial immer wieder nach seinem aussergewöhnlichen Formen-gedächtnis und nach seinem topographischen Gefühl arbeiten. Ganz kleine Züge der Landschaftsgestalt sind manchmal zur bessern Charakterisierung herangezogen worden, Gefällknicke, genau an der richtigen Stelle angebracht, Schichtenaufbau ( ganz ausgezeichnet wiedergegeben an Rigi, Speer, Südhang der Kurfirsten ), Stufenmündungen, Abschleif ungen, Auskolkungen durch ehemalige Gletscher ( Partien an der Grimsel, im Lauterbrunnental, im Faul-horngebiet, am Lenzerrhein u.a. m .) sind mit einer Sicherheit zur Darstellung gebracht, die einem Modernen, der über das geographische Wesen dieser Landschaftszüge Bescheid weiss, alle Ehre machen würden. Wo Müller irgend die Zeit fand, auf Formen zu verweilen, da hat er sie mit den ihm zu Gebote stehenden Mitteln und Erfahrungen dank seiner ungewöhnlichen Fähigkeiten glänzend charakterisiert.

Noch auf eines möchte ich zur Beleuchtung der ungewöhnlichen Hingabe dieses Mannes an seine Arbeit hinweisen: beinahe lieblich wird diese Hingabe in der Darstellung der Siedelungen. Ganz abgesehen von der im grossen und ganzen wirklich getreuen Wiedergabe der Umrisse seiner Städte und Städtchen, hat Müller Häuserreihen von knapp zwei Millimeter Höhe noch bemalt, mit Fensterlein und Türlein geziert und Dachreiterchen auf die Kirchen gesetzt. Auffallende, bekannte Gebäulichkeiten sind charakterisiert. Das Kloster Einsiedeln, ein winziges Klötzchen, hat seine beiden frontalen Türme und fast annähernd die Verhältnisse seiner Fassade bekommen. Ich weiss nicht, wer es mit den Nerven unserer Zeit wagen möchte, das, was leider bei den verschiedenen Standortsveränderungen des Reliefs da und dort an solchen kleinsten Dingen verschwunden ist, gleichwertig zu ersetzen.

Müllers Relief ist vom grössten bis in den kleinsten Zug wirklich sehenswert. Es ist eine Leistung, die zu ihrer Zeit ihresgleichen suchte, die aber auch zur Stunde noch dank der Wahrheit, der Liebe, der Geschicklichkeit und Originalität, mit der sie die Natur unseres Landes darstellt, sich füglich neben den Werken ihrer Art aus der Gegenwart sehen lassen darf. » Von dem Sigmaringer Relief wissen wir aus Briefen des Kanzleirates Carl von Schutz, dass es die Gegend in einem Umkreis von 400 Stunden darstellt, die Stunde zu 15,000 Pariser Fuss Längenmass berechnet. Es stelle die Natur 20,000 mal verkleinert dar.

Das Winterthurer Relief, die letzte grössere Arbeit Müllers, ist 14 Fuss lang und 6 Fuss breit ( damalige Masseinheit ) und wurde für 100 Louisdors erworben. Am 23. Oktober 1815 schrieb J. E. Müller an Herzog von Ef-fingen, Bürgermeister von Aarau, er werde sein Werk künftigen Winter in Zürich ausstellen. Es umfasse das Gebiet von 660 Quadratstunden, die Stunde zu 15,000 Pariser Fuss Längenmass berechnet. Er würde dieses Relief zu einem billigen Preis abgeben, nicht zu vergleichen mit dem Berliner Preis. Für den gleichen Bürgermeister Herzog von Effingen formte er um den Preis von 700 Brabanter Talern ein Relief in 4 Tafeln, die Alpen in einer Ausdehnung von 400 Stunden darstellend.

Ein grosses Relief vermittelte Pfarrer Businger von Stans an den König von Preussen, auch das Sigmaringer Relief ging zweifellos durch die Hand Busingers dorthin. Er handelte dabei nicht aus seiner Begeisterung, sondern suchte und fand seinen Vorteil. Doch auch Müller kam auf seine Rechnung, denn in Businger fand er einen ebenso gewandten wie angesehenen und schmiegsamen Unterhändler. Es lohnt sich, in diesem Rahmen die Persönlichkeit Busingers mit einigen Zeilen zu beleuchten.

Niesen.

Zeichnung von J. E. Müller.

Josef Businger, aus angesehener Familie stammend, war während der Helvetik, deren Ideen er begeistert in sich aufgenommen hatte, Pfarrer von Stans. Er wurde ein Freund Pestalozzis und Heinrich Zschokkes, des Regierungsstatthalters der Waldstätte und bekannten Schriftstellers, verkehrte mit den französischen Generälen Louison und Lecourbe und besass, gebildet und weltgewandt, wie er war, weitreichende Beziehungen. Der Weg zum König von Preussen führte ihn aber zweifellos über Neuenburg. Businger war Schriftsteller, Politiker und Diplomat, als Musiker über das Mass eines gewöhnlichen Dilettanten begabt. Nach dem Zusammenbruch der Helvetik war seiner Wirksamkeit in Stans der Boden abgegraben, er zog nach Luzern und schrieb dort die Geschichte des Freistaates Unterwaiden und der Stadt Luzern. Schon Goethe fiel auf seiner Schweizerreise 1797 « der erste Versuch » dieses Geschichtswerkes auf.

Busingers Beziehungen zu Müller waren befruchtend für die eben einsetzende Begeisterung für die Berge. Er bearbeitete in Berlin dieses Feld — um das Relief an den Mann zu bringen — mit seiner geschickten Feder. Ein Brief vom 13. Mai 1805 ist besonders aufschlussreich.

Berlin, den 13. May 1805. Lieber, guter Freund!

Schon eher hätte ich Ihnen von hier geschrieben, und Nachricht von unserer Angelegenheit gegeben, wenn ich Ihnen etwas bestimmteres zu sagen gewusst. Bisher war ich immer in Sorgen wegen der vier Kisten, und habe wenige ruhige Stunden in Berlin verlebt. Mit den Spediteurs von Zürich hatte ich den Akkord getroffen innert 32 Tagen das Werk nach Berlin zu liefern und nun genügt bald noch einmal soviel, ohne dass ich etwas davon vernahm. Schon über vier Wochen war ich in Berlin, dass ich nichts erfahren konnte, und erst nachdem ich Aller-orten herumgeführt und geschrieben, erfuhr ich endlich, dass die Kisten seit ein par Wochen schon in Halle lagen und wegen Mangel an Fuhren nicht hätten weiter gebracht werden können. Ich musste also frische Anstalten treffen für ihre Anherbringung, und so kamen sie denn erst letzte Woche an, da wir schon über fünf Wochen in Berlin gewesen. Ich packte sie sogleich aus, und obwohl ich sehr besorgt war, es möchte dem Werk etwas geschehen sein, weil die sächsischen und preussischen Strassen so schlecht sind, dass man sich keinen Begriff davon machen kann, so war alles doch in schönster Ordnung und wieder alle meine Erwartung sehr wenig beschädigt. Ich stellte das Werk nun in der königlichen Kunstkammer auf und verfertigte eine ausführliche Beschreibung desselben, die ich drucken Hess. Darauf liess mir der König sagen, dass er auf Sonntag den 12. von Potsdam, wo er jetzt wohnt, nach Berlin kommen würde, um es zu besehen und dann das weitere zu verfügen. Gestern also um 10 Uhr kamen er und die Königin dorthin: Ich überreichte beiden ein schönes Exemplar mit einer Vorrede an den König; erklärte Ihnen alles und zeigte Ihnen besonders die Begebenheiten der alten und neuen Geschichte; wurde von meinen Freunden brav unterstützt, und so blieben beide Mayestäten über eine Stunde vor dem Werk und zeigten grosse Zufriedenheit damit. Darauf dankte mir der König zum öfteren male, dass ich Ihm dies Werk angebotten, und selbst nach Berlin gekommen sey, und sagte mir, da er jetzt das Werk finde, wie ich es ihm habe lassen antragen, so genehmige er den Kauf desselben, und werde seine weiteren Befehle durch sein Kabinet ausfertigen lassen, die ich nun auf weiteres gewärtige.

Nun, mein Lieber! wäre ich endlich nach so vieler Angst und Sorgen zufrieden, und danke es meinen lieben Freunden, die mir so treu in Allem beigestanden und ohne die nichts geworden wäre. Ich habe in dem gedrukten Exemplar, wovon ich Ihnen auch eines mitbringen werde, öfters Sie angeführt und Ihrer Kunst und Fleiss gedacht, und der König befragte mich manches von Ihnen, das ich dann Alles ausführlicher Ihnen einst erzählen werde.

Ich habe es jetzt auch in die Berliner und andere Zeitungen setzen lassen: weil doch bisher jeder Narr auf Gerathewohl hin etwas geschrieben, gelogen und gemuthmasset hat, und nun können sie es von mir wissen, da einmal die Sache abgetan ist.Pfyffer hat einen sehr schlechten Artikel einrücken lassen, den ich ihm aber beantwortet habe, und in Luzern noch mehr beantworten werde...

Müllers Skizzenbücher 1 ), Zeichnungen und Panoramen, von seiner Familie mit ebensoviel Pietät wie Verständnis für die geschichtliche Bedeutung ihres Ahnen gehütet, sind Dokumente für seinen Fleiss, seine minutiöse Genauigkeit, für seine Kunst, mit wenigen Strichen ein charakteristisches und 1 ) Die Mer wiedergegebenen Zeichnungen sind einem dieser Skizzenbücher entnommen.

plastisches Bergbild festzuhalten. Weniger Sorgfalt verwendete er auf die Namengebung. In seinem Nachlasse befanden sich über 1000 solcher Panoramen und Zeichnungen. Wolf schreibt in seiner « Geschichte der Vermessungen in der Schweiz », die Familie habe im Jahre 1874 auf sein Verwenden der Sternwarte des Eidgenössischen Polytechnikums 120 der besten Blätter in zwei Bänden geschenkt. Die übrigen befinden sich heute noch im Besitze der Familie.

Die bedeutungsvolle Zeitwende des Untergangs der alten Eidgenossenschaft verlangte auch von dem weithin bekannten und angesehenen Müller Teilnahme an den wichtigen Aufgaben der Öffentlichkeit. Er entzog sich dem Rufe nicht. Als am 30. März 1798 der kranke Abt Leodegar Salzmann auf seine weltlichen Herrschaftsrechte über das Tal Engelberg verzichtete, wählte die Gemeinde unsern Müller zum Säckelmeister. Nur mit grosser Mühe gelang es ihm, dank seiner Beziehungen zu Escher von der Linth, von der Stadt Zürich für die Gemeinde Engelberg ein Darlehen von 2000 Gulden gegen Hinterlage von Gülten zu erhalten. Der Briefwechsel darüber, die grosse Vorsicht Zürichs, ob das Darlehen auch sicher sei, eröffnen uns ein heute kaum mehr glaubhaftes Bild von der Enge und Geldnot jener Zeit. Als im Jahre 1817 die Stadt Zürich unter Beihilfe einer öffentlichen Subskription das grosse, jetzt in der Universität aufgestellte Relief Müllers um 5000 Franken erwarb, verrechnete die Stadt mit dem Kaufpreis auch das Darlehen mit zwei Jahres-zinsen, ohne dass Müller seine Berggemeinde dafür belastete. Obgleich ihm der zentralisierende Geist der Helvetik nicht gefiel, übernahm er doch bis Juni 1802 die Aufsicht über die Strassen und Brücken des Kantons « Waldstätten ».

Die Talschaft Engelberg gehört geographisch wie wirtschaftlich zu Nidwalden und nicht zu Obwalden. Daraus entstand ein langer und hässlicher Streit. Während der Anschlussverhandlungen mit Nidwaiden wurde Müller zum Ammann gewählt. Er wurde auch Richter, sass in wichtigen Kommissionen und betätigte sich eifrig und fortschrittlich im Armen- und Schulwesen. Am 9. Juli 1816 wandten sich die Vertreter von sieben Engelberger Geschlechtern an die eidgenössische Tagsatzung mit dem Wunsche, Engelberg mit Nidwaiden zu vereinigen. Müller war gerade Statthalter und beglaubigte pflichtgemäss die Bittschrift, ohne sich aktiv daran zu beteiligen. Deswegen betrachtete Obwalden auch ihn als Hochverräter. Sämtliche Unterzeichner wurden zu schweren Geld- und Ehrenstrafen verurteilt. Und Müller wurde der Ratsstelle entsetzt, auf sechs Jahre im Wahl- und Stimmrecht eingestellt und mit 1000 Pfund Busse belegt. Diese unbegreiflich harte Strafe schmerzte ihn bitter. Er klagte sein Leid dem Freunde Escher von der Linth. Der bedauerte, für ihn nichts tun zu können, und tröstete: « Wenn Sie auch ungerecht behandelt wurden, so wird Ihrem ganzen Benehmen in dieser Sache jeder bidere Eidgenosse aufrichtigen Dank wissen und Sie können der Achtung jedes aufgeklärten Mannes versichert sein. » Erst als Müller — und andere Bestrafte — in demütigender Weise dem Landammann zu Sarnen das Gelübde der Treue in die Hand ablegte, wurde er wieder ins Bürgerrecht eingesetzt. Anders verhielt sich die Bürgerschaft zu Engel- berg, die ihren wohltätigen Müller besser kannte. Sie bestätigte ihn wiederholt als Richter und wählte ihn zum Spendvogt.

Müllers Ansehen wirkte sich für Engelberg noch weiter zum Vorteil aus. In den Hungerjahren 1816/17 tat er das Menschenmögliche, um die Not zu lindern. Eine Seuche raffte die Ernährer vieler Familien im besten Mannesalter dahin. Müller gab aus eigenen Mitteln. Aber auch seine Freunde von auswärts, besonders die von Zürich, unterstützten seine Hilfstätigkeit durch Sendungen von Lebensmitteln, Kleidern und Geld. Das « Konstan-zische Intelligenzblatt » vom 11. August 1817 schrieb: « Edle, wohltätige Freunde in Zürich haben dem durch unverdiente Verfolgung geächteten Herr Statthalter Müller in Engelberg, der durch seine Reliefs als geschickter Ingenieur bekannt ist, 320 Schweizer Franken zugesandt, mit unbedingter Vollmacht, selbe nach seinen Einsichten den Bedürftigen, durch Noth und Krankheit gelittenen, auszuteilen. Merkwürdig ist es, dass der unverdient geächtete Herr Müller vermittelst edeln Freunden in Stand gesetzt worden, der Wohltäter der Armen der Gemeinde zu werden, und so mag die Achtung und das Zutrauen edler Männer des Auslandes denselben für die Verfolgung entschädigen, durch die er in seiner Heymath geneckt und aller Aemter unfähig erklärt ist... » Ebel in Zürich, ein Preusse, der oft Gelehrte und Künstler zu Müller sandte, teilte ihm im Hungerjahre 1817 mit, er sei durch Freunde in seinem Vaterlande Preussen in den Stand gesetzt worden, den Armen und Hilflosen in Engelberg einige Hilfe zu bringen. Er solle ihm mitteilen, was Engelberg am notwendigsten hätte: Arzneimittel, Wein als Stärkungsmittel, Lebensmittel oder Kleidungsstücke? In einer Randbemerkung berichtet sein Sohn: Es flossen beträchtliche Gaben, und es seien durch seinen Vater 102 Haushaltungen unterstützt worden. Wir dürfen dieses Interesse des fernen preussischen Staates für Engelberg jedenfalls zurückführen auf das in Berlin bewunderte Alpenrelief Müllers.

Müller lebte nun still in seinem 1795 erbauten Hause zu Engelberg, wo heute das « Hotel Müller und Hoheneck » steht. Er starb in hohem Ansehen am 30. Januar 1833. Durch sein ganzes Lebenswerk hat er seinem geliebten Bergtal ungeahnte Wohltaten erwiesen. Seine bildliche Darstellung der Alpenwelt, im Auslande bewundert, regte das Interesse für das schweizerische Alpenland und die Freude an Bergreisen an. Und wenn sich heute um seinen Namen schon die Dämmerung der Vergangenheit breiten will, ist es unsere Pflicht, des Mannes dankbar zu gedenken.

J. KaelinDr L. SeylazCh Trivelli AssurancesSecrétaireCabanes A. BaechtoldE. Audemars Guides de montagneCaissier Dr P.L. MercantonA. LiengmeDr H. FaesDr H Vallotton-Warnery Dr E. Gay PublicationsAdjointPrésidentVica-PrésidentStations de secours Organisation de la jeunesse

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